Helfer
Die Opfer in der Rettungshundearbeit sind die wichtigsten Helfer in der Ausbildung.
Sie müssen dafür sorgen, dass der Hund lernt zu bellen, bei ihnen zu bleiben, sie nicht zu bedrängen oder Übersprungshandlungen durchzuführen. Sie müssen dem Hund vermitteln, dass sie immer toll und interessant sind. Das ist eine hohe Verantwortung, die in die Hände von erfahrenen Menschen gehört. Die Helfer müssen schnell und richtig reagieren um somit Fehler in der Ausbildung zu vermeiden.
Ein Rettungshund soll später jeden Menschen anzeigen. Männer, Frauen, Kinder, Menschen mit und ohne Bekleidung, in merkwürdiger Position, Betrunkene usw. Somit ist es wichtig, mit unterschiedlichen Helfern zu trainieren.
Allerdings liegt hier auch die Fehlerquote…
Obwohl ich mir meine Opfer für Gemma schon sorgfältig aussuche und auch immer möglichst klar und deutlich erkläre, was wir gerade üben wollen und wie Gemma bestätigt werden soll, passieren Fehler.
In der letzten Woche trainierten wir mit mehreren fremden Staffeln, so hatten wir gute Chancen, fremde Opfer zu bekommen, die Erfahrung mit Hunden haben. Leider hören nicht immer alle gut zu und so wurde Gemma, obwohl ich es deutlich erklärt hatte, nicht für das Herankommen zum Opfer belohnt sondern erst, nachdem sie gebellt hatte. Dies tat sie jedoch nicht, ohne vorher mit diversen Stöckchen zu spielen, worauf der Helfer leider nicht reagierte. Auch das Training für die Anzeigen liegender Personen gestaltete sich schwierig, da sich die Helfer oft die Küsse von Gemma zu lange gefallen lassen, ohne ihr beim Bellen zu helfen. Immer wieder musste ich eingreifen und das Geschehen lenken.
Positiv zu bewerten ist jedoch, dass Gemma mittlerweile Männer und Frauen gleichermaßen als Opfer ansieht und keine Unterschiede mehr macht. Auch fremde Personen verbellt sie oder sucht sie auf kurzen Distanzen.
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