Jule - Pfiffe hallen durch den Wald

13. Mai 2006

Ich habe heute eine schöne Tour mit Jule durch den Wald gemacht und dabei natürlich mein “Hier” fleißig gepfiffen. Ich nehme jetzt wieder meine Büffelhornpfeife, weil der Pfiff schlicht und ergreifend markanter klingt. Jule reagiert wie immer sehr gut, wenn wir alleine sind. Nur selten muß ich korrigierend in die Leine greifen und nur selten nutzt sie die volle Länge der 10-Meter aus.

Kommt allerdings ein Reh über den Weg gelaufen, sieht es schon anders aus und ich habe alle Hände voll zu tuen, Jule zu beruhigen und entspannen zu lassen. Ich habe den Eindruck, die Rehe haben sich zur Zeit gegen mich verschworen, es wimmelt nur so davon.

Ich bin morgens mit Jule zum Waldflugplatz gegangen, dort standen in der Nähe auch 2 Rehe, die aber kein Problem waren, weil sie ruhig ästen. Auch hier habe ich ein paar Mal erfolgreich gepfiffen. Auf dem Rückweg durch den Wald kamen wir an Waldarbeitern vorbei, die Bäume zersägten, hier ließ ich Jule ein gutes Stück Fuß laufen. Sie macht das wunderbar.

Weiter ging es über die große Löwenzahnwiese hinter dem Reitstall. Bereits von Weitem hatte Jule etwas in der wiese entdeckt. Ich sah es auch, konnte es aber noch nicht klar erkennen. Wie sich beim Näherkommen herausstellte, war es kein Kitz sondern ein Border, der in der Wiese lag, sein Herrchen saß unter einem Hochsitz. Wieder war Jule völlig aufgebracht. Im Fuß/Sitz-Wechsel wollte ich an den beiden vorbei, doch der Mann machte mir einen Strich durch die Rechnung und ging vorher weg…….wahrscheinlich hatte er Mitleid mit mir und Jule, bei dem Bild, das wir boten….Schade, ich hätte sie gerne dort vorbeigeführt. Weiter gings an der Schonung vorbei, wo immer Rehe stehen und Jule witterte in alle Richtungen. Ohne weitere Zwischenfälle konnten wir nach Hause gehen.

Nachmittags wollten wir mit Stefanie und Dori (KlM) trainieren. Um 14.30 Uhr zogen wir los und ich merkte schon auf den ersten Metern, dass Olli außer Rand und Band war wegen Dori. “Ist sie oder wird sie oder war sie heiß?” Nein, Stefanie meinte das wäre erst Mitte März gewesen…….tja, Olli sah das anders. Es wurde ein einarmiger Kraftakt (in der anderen Hand war ja Jule), diesen Hund von Dori fernzuhalten und wir gingen zu der Rehschädelwiese am Wald, um dort mit den Hunden zu Apportieren. Als wir dort ankamen, fing es an zu regnen und wir mußten uns unter den Bäumen unterstellen, um den Schauer abzuwarten. Der Schauer wurde dann leider von Donnern untermalt und wir traten den Heimweg an.  An der Löwenzahnwiese merkte ich schon, wie Jule Witterung nahm und an der Schonung war sie völlig aus dem Häuschen, als ca. 7 Meter vor uns 3 bildschöne Rehe aus dem Wald über unseren Weg direkt in die Schonung liefen. Ja, da stand ich mal wieder blöd da, beide Hände voll Hund und keine Möglichkeit bei Jule einzugreifen, zumal Olli wie irre zu Dori zog (er hatte die Rehe nicht gesehen). Stefanie nahm dann kurz Olli und ich brachte Jule zur Ruhe. Ich war froh, als wir wieder im Haus waren, klätschnass und mein Olli-Arm war ausgeleiert.

Abends konnte ich wieder eine tolle Jule erleben. Wir gingen alleine durch den Wald, Pfiffe wurden gut befolgt und bei Witterung klappte unser Sitz/Fuß-Wechsel auch prima.

Für mich war es ein mehr als anstrengender Tag und ich frage mich ernsthaft, ob ich nicht mit Jule eine zeitlang aus dem Wald rausbleibe.

Collagekl.jpg

 

 

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