Die erste Hürde ist genommen- Wesens- und Eignungstest bestanden!

15. August 2009 von Tanja

Heute haben wir den Wesens- und Eignungstest bestanden!

In mehreren Teilen wurden die Hunde mit verschiedenen Situationen und Menschen konfrontiert. Es wurde ihre Hundefüherbindung und der Kontakt zu fremden Menschen getestet, ihre Motivation zur Arbeit, der Beutetrieb, der Umgang mit optischen und akustischen Reizen und die Verträglichkeit mit Artgenossen.

Gemma zeigte sich souverän und war mit Spaß dabei. Einzig bei einem Knall suchte sie etwas beeindruckt nach der Ursache und ihre Menschenbezogenheit beschränkt sich häufig mal auf das Vorhandensein von Spielzeug oder Leckerchen. Wie schon im Wesenstest vom DRC lief sie zwar kurz zu jedem Menschen hin der sie rief, klärte für sich aber recht schnell, dass niemand was in der Tasche hat und ging wieder.

Neben dem erfreulichen Ergebnis hatten wir erstmals Kontakt zu den Staffeln unseres neuen Dachverbandes, haben nette Menschen kennengelernt und freuen uns auf einen regen Austausch!

Nach 6 Stunden Autofahrt endet ein spannender Tag!

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Wechsel des Dachverbandes - Die Umstellung

31. July 2009 von Tanja

Unsere Staffel hat sich einem anderen Dachverband angeschlossen. Dieser Wechsel bedeutet für uns alle viel Umstellung.

Neben der neuen “Infrastruktur”, die wir gerade kennenlernen, müssen wir alle Hundeführer, Zugführer und Ausbilder neu qualifizieren, die Theorie lernen und die Ausbildung auf die neue Prüfungsordnung umstellen.

Dieser Prozess wird sicherlich noch eine Weile anhalten, wir erfahren und lernen viel Neues, lernen neue Menschen kennen und es eröffnen sich viele neue Möglichkeiten.

Meine bestandene Begleithundeprüfung hat jetzt noch einen ideellen Wert, ich brauche sie nun eigentlich nicht mehr. Zukünftig werde ich mit jeder Rettungshundeprüfung auch in der Unterordnung geprüft. Dabei gibt es ein paar neue Elemente, die wir gerade üben. Wir müssen zum Beispiel auch das “Steh” aus der Bewegung zeigen. Gerade dies erweist sich als ziemlich schwierig, da Gemma immer sitzt, wenn ich nichts sage oder ihr unbekannte Befehle gebe (”steh”). Ebenso üben wir das “Voraus”. Hier soll Gemma 20m voraus laufen und sich dann ablegen lassen. 5m können wir schon! :-)

Es liegt also noch eine Menge Arbeit vor uns…

Die schwierigste neue Aufgabe ist der Aufbau der Suchkondition unserer Hunde, denn unser zukünftiges Prüfungsgebiet ist um ein dreifaches- fünffaches größer als das Alte. Das bedeutet viel Training für uns. Unsere Hunde müssen nicht nur körperliche Fitness aufbauen, sie müssen sich auch deutlich länger konzentrieren können.

Wir müssen bis zum geprüften Rettungshundeteam zukünftig mehrere Prüfungen durchlaufen. Für die erste haben wir uns nun angemeldet und wir starten in zwei Wochen. Dafür besuchen wir eine andere Staffel, deren Ausbilder uns prüfen wird.

Daumen drücken bitte!

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Seltsame Opfer sind unterwegs…

24. May 2009 von Tanja

Beim letzten Training gab es wieder viel Abwechslung für Gemma. Einen Teil der Übungen gestalteten wir auf die “ganz besondere Art” und konfrontierten die Hunde mit seltsamen Opfern. Diese liefen zum Teil, sangen Lieder oder schimpften und schlugen mit den Armen!

Gemma zeigte das laufende Opfer nicht an, so dass dieses dann bis zum ersten Bellen stehenblieb und sich erst dann wieder langsam in Bewegung setzte.

Das schimpfende Opfer hat Gemma besonders gut gefallen! Sicherlich hatte es auch damit zu tun, dass sie diesen Menschen sehr gern mag und gerade seine Aktion offenbar besonders lustig fand. Sie bellte, legte die Ohren zurück, grinste und konnte sich vor lauter Wedeln kaum noch beherrschen!

Was hier nach Spielerei aussieht, kann später im Realeinsatz sehr wichtig sein, denn Opfer, die bei Bewusstsein sind, laufen häufiger auch mal vor den Hunden weg oder versuchen, sie zu verscheuchen. Sie sollten sich dann nicht verunsichern lassen, somit müssen wir irgendwann anfangen, diese Situationen zu trainieren.

Auch haben wir damit begonnen, eine unbekannte Anzahl von Opfern zu suchen. Die Personen werden ohne mein Wissen versteckt und mir wird das Suchgebiet gegeben. Dies müssen wir dann vollständig durchsuchen und abschließend die Anzahl der gefundenen Personen angeben. Diese sollte dann möglichst stimmen, das Ganze ist zeitlich begrenzt.

Das schwierigste an dieser Aufgabe ist das Vertrauen, was ich Gemma entgegenbringen muss. Unter Zeitdruck ist es notwendig, das Gebiet zügig zu durchlaufen und dafür zu sorgen, dass Gemma jede Ecke abgesucht hat. Zeigt sie nicht an, so muss ich ihr vertrauen können….ein gewöhnungsbedürftiges Gefühl…

Beim letzten Training suchte ich eine Opferzahl zwischen 1-3. Ich erklärte meinem “Einsatzleiter” meine Suchtaktik und machte mich auf, das Gebiet zu umrunden, 20 Minuten Zeit wurden mir gegeben. Ich hatte bereits fast dreiviertel der Strecke zurückgelegt und immer noch nichts gefunden…Gemma ermüdete langsam und so musste ich nun entscheiden, sie nochmal zur Sicherheit zurück zu schicken oder ihr zu vertrauen und voran zu gehen…

Ich entschied mich für das Vertrauen und ging weiter. Kurze Zeit später fand sie ein Opfer!

Ich hatte das Gebiet nun einmal umrundet und Gemmas Konzentration ließ stark nach. Ich beendete also die Suche und verkündete: Ein Opfer gefunden!

Gespannt wartete ich darauf zu erfahren, ob ich zwei Menschen liegengelassen hatte….NEIN! :-)

Es war tatsächlich nur ein Opfer versteckt worden!

Ein schönes Gefühl, meinem Hund vertrauen zu können! :-)

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