Wohin mit dem Problem?

1. April 2009 von Tanja

…..weg von der eigentlichen Arbeit und nochmal neu aufbauen.

Dies ist eine der Ideen, zu denen mir unter anderem fleißige Leser hier verholfen haben! Danke schön!

Manchmal ist so ein Wald schon voller Bäume, nicht nur in der Rettungshundearbeit. :-)

Die langweiligen Opfer, die Gemma so gerne ignorierte, wurden nun mit der “Geheimwaffe” ausgestattet. Gemmas Lieblingsball! Diesem Ding kann sie einfach nicht wiederstehen und das Beste daran ist: Sie bekommt ihn schon, wenn sie nur zum Opfer läuft!

Mehr erwarteten wir erstmal noch gar nicht von ihr, sie sollte diese Situation erstmal wieder neu verknüpfen. Dies gelang sehr schnell. Gemma raste direkt auf alle Opfer zu und holte sich ihren Ball ab.

Parallel habe ich sie zu Hause mit dem Clicker vertraut gemacht. Mich auch…ich muss mich an dieses Ding auch noch gewöhnen…

Er soll es dem Opfer leichter machen, die richtige Handlung exakt zu bestätigen, ohne Gemma durch zu viel Aktion möglicherweise wieder zu verunsichern.

Nun haben wir also heute erstmals versucht, die beiden Neuerungen zusammenzubringen. Ein mit dem Clicker vertrautes Opfer legte sich auf Sicht und Gemma wurde erst mal für das Hinlaufen mit dem Ball belohnt. Dann wartete das Opfer mit dem Ballwurf ca. eine Sekunde lang. Gemma bremste, schaute sich um, ob der Ball irgendwo fliegt….Click….Ball….

Diesen Moment des Wartens wollen wir nun langsam steigern bis wir wieder zum Bellen kommen.

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Unsere Baustellen

21. March 2009 von Tanja

So ganz ohne diese kommen wir ja auch nicht aus! :-)

Gemma war gerade das zweite Mal läufig, ist nun knapp über zwei Jahre alt und wird langsam erwachsen. Gerade in der letzten Zeit ist sie sehr ruhig und “vernünftig” geworden. Mit dieser Entwicklung verfestigt sich auch ihr Wesen, immer deutlicher werden Vorlieben und Abneigungen.

So stabilisiert sich auch ihr Verhalten während der Arbeit und es zeigt sich, was sie gern macht und was eben nicht…

Schon vor einem Jahr wurde mir prophezeit: Diesem Hund musst Du viel Abwechslung bieten, es wird ihr schnell langweilig und dann macht sie Unsinn!

Ja…so ist es!

Langweilig findet sie Opfer auf Sicht. Diejenigen, die sie am Start schon sehen oder wittern kann. Muss sie ihre Opfer nicht erst suchen, so ignoriert sie sie einfach! Wir haben also angefangen, diese Opfer besonders interessant zu machen. Sie bekommen extra Leckerchen, spielen besonders toll oder bewegen sich auch mal fort, wenn Gemma sie ignoriert.

In der Prüfung wird sie eine “Verweisübung” zeigen müssen und das sind (leider) offen liegende Personen…

Und damit sind wir auch schon bei der nächsten Baustelle…die liegenden Opfer. Gemma findet sie irgendwie zu toll. Wenn sie nicht drauftreten darf, dann springt sie während der Anzeige bellend rückwärts, auf keinen Fall will sie sich setzen.

Fingerspitzengefühl ist in der Korrektur von Gemma vom Opfer gefragt, denn sie reagiert nach wie vor sehr sensibel auf jegliche Ansage.

 Sehr gut ist dagegen Gemmas Suchverhalten! Sie löst die schwierigsten Aufgaben, zeigt sich sehr ausdauernd und sicher. Dabei ist ihre Nase zuverlässig.

Wir finden also alles! Nur die Anzeigen…die müssen wir verbessern!

 

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Energie verschiedener Nahrungsbestandteile - Hundefutter

12. March 2009 von Mark

Man könnte fast fragen: Was brennt wie gut und was kann davon letztlich von dem Organismus umgesetzt werden (und wofür überhaupt)? Energie wird in der Einheit Joule (J) bewertet, demzufolge sind ein Kilojoule (KJ) 1.000 Joule und ein Megajoule (MJ) wiederum 1.000 Kilojoule.

  • Fette haben einen Brennwert von ca. 39 KJ/g
  • Der Brennwert von Kohlenhydraten liegt bei ca. 15,6 - 17,5 KJ/g
  • Eiweiße erreichen ca. 24 KJ/g bei der Synthese von Geweben, sonst bei ca. 19 KJ/g

Diese Bruttoangaben sind jedoch zur Bewertung der (Hundefutter-) Energie ungeeignet. Energieverluste erheblichen Ausmaßes entstehen durch unverdaute Nahrung, Harn und Gase. Der verbleibende Anteil wird dann als sog. umsetzbare Energie bezeichnet. Aber auch die umsetzbare Energie entspricht letztlich nicht der Nettoenergie, denn je nach Art des Energieeinsatzes gehen noch einmal erhebliche (Energie-) Anteile verloren. Ausgehend von der umsetzbaren Energie gehen bei Muskelkontraktionen nur 25% in Bewegung über, der Rest (75%) verpufft als Wärme.

Interessant ist jedoch der Zusammenhang von Bewegung zu Energieformen bei Hunden. Energiequellen für jegliche Art von Muskelbewegungen (… was selbstredend beim Traben, Sprinten usw. der Fall ist) sind ATP (=Adenosintriphosphat) , KP (= Kreatinphosphat), Glukose, Glykogen und freie Fettsäuren.

Hierbei wird deutlich, dass Eiweiße als Energielieferanten für Bewegungsleistungen nahezu uninteressant sind. Eiweiße werden nur in Notfällen (bei Mangel an Fetten und Kohlenhydraten) zur Energiegewinnung herangezogen, indem Muskeleiweiß abgebaut wird. Der Satz: Mein Hund bewegt sich den ganzen Tag unglaublich viel, daher benötigt er viel Protein damit er genug Energie bekommt ist also Nonsens. Erhöhte körperliche Leistungen gehen auch mit leicht erhöhtem Proteinbedarf einher, aber nicht zur Befriedigung des Energiebedarfs.

Hunde, die eher häufige Sprintleistungen mit vollem Tempo absolvieren  benötigen mehr Kohlenhydrate, da ein Großteil der Energie aus ATP und Glykogen stammt. Energieliefernd sind Haferflocken, Maisflocken, Reis

Hunde, die eher ungewöhliche Ausdauerleistungen vollbringen müssen, sind hingegen auf eine fettreiche Ernährung angewiesen.

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