Energie verschiedener Nahrungsbestandteile - Hundefutter
12. March 2009 von MarkMan könnte fast fragen: Was brennt wie gut und was kann davon letztlich von dem Organismus umgesetzt werden (und wofür überhaupt)? Energie wird in der Einheit Joule (J) bewertet, demzufolge sind ein Kilojoule (KJ) 1.000 Joule und ein Megajoule (MJ) wiederum 1.000 Kilojoule.
- Fette haben einen Brennwert von ca. 39 KJ/g
- Der Brennwert von Kohlenhydraten liegt bei ca. 15,6 - 17,5 KJ/g
- Eiweiße erreichen ca. 24 KJ/g bei der Synthese von Geweben, sonst bei ca. 19 KJ/g
Diese Bruttoangaben sind jedoch zur Bewertung der (Hundefutter-) Energie ungeeignet. Energieverluste erheblichen Ausmaßes entstehen durch unverdaute Nahrung, Harn und Gase. Der verbleibende Anteil wird dann als sog. umsetzbare Energie bezeichnet. Aber auch die umsetzbare Energie entspricht letztlich nicht der Nettoenergie, denn je nach Art des Energieeinsatzes gehen noch einmal erhebliche (Energie-) Anteile verloren. Ausgehend von der umsetzbaren Energie gehen bei Muskelkontraktionen nur 25% in Bewegung über, der Rest (75%) verpufft als Wärme.
Interessant ist jedoch der Zusammenhang von Bewegung zu Energieformen bei Hunden. Energiequellen für jegliche Art von Muskelbewegungen (… was selbstredend beim Traben, Sprinten usw. der Fall ist) sind ATP (=Adenosintriphosphat) , KP (= Kreatinphosphat), Glukose, Glykogen und freie Fettsäuren.
Hierbei wird deutlich, dass Eiweiße als Energielieferanten für Bewegungsleistungen nahezu uninteressant sind. Eiweiße werden nur in Notfällen (bei Mangel an Fetten und Kohlenhydraten) zur Energiegewinnung herangezogen, indem Muskeleiweiß abgebaut wird. Der Satz: Mein Hund bewegt sich den ganzen Tag unglaublich viel, daher benötigt er viel Protein damit er genug Energie bekommt ist also Nonsens. Erhöhte körperliche Leistungen gehen auch mit leicht erhöhtem Proteinbedarf einher, aber nicht zur Befriedigung des Energiebedarfs.
Hunde, die eher häufige Sprintleistungen mit vollem Tempo absolvieren benötigen mehr Kohlenhydrate, da ein Großteil der Energie aus ATP und Glykogen stammt. Energieliefernd sind Haferflocken, Maisflocken, Reis
Hunde, die eher ungewöhliche Ausdauerleistungen vollbringen müssen, sind hingegen auf eine fettreiche Ernährung angewiesen.
