Futterinhaltsstoffe - was steckt dahinter?
7. March 2009 von MarkBei Hundenahrung finden sich im Rahmen der Deklaration der Inhaltsstoffe Angaben zu Rohprotein, Rohasche, Rohfett und Rohfaser. Doch was genau bedeuten diese Angaben?
Hundefutter besteht grundsätzlich aus organischen und anorganischen Bestandteilen. Die Inhaltsstoffe werden mit der weltweit verwendeten Weender Futtermittelanalyse erfasst.
Rohasche:
Der Gehalt an Rohasche wird durch Ausglühen des Futters im sog. Muffelofen bei 550 Grad Celsius bestimmt. Rohasche ist also der anorganische Teil des Futters (Mineralien, Spurenelemente, Silikate). Die Differenz von Trockensubstanz zu Rohasche (Trockensubstanz - Rohasche) gibt den Wert des organischen Anteils von Futter wieder.
Rohprotein:
Dieser Wert gibt nicht ausschließlich den Anteil von Eiweiß (=Protein) an, sondern erfasst alle stickstoffartigen Verbindungen, d.h. auch alle Substanzen, die keine Eiweiße sind, wie z.B. Peptide, Alkaloide, Amide oder freie Aminosäuren. Dieser globale Stickstoffanteil (= das Rohprotein) wird mit dem sog. Kjedahlverfahren bestimmt und mit dem Faktor 6,25 multipliziert (im Protein sind 16% Stickstoff enthalten -> 100/16 = 6,25, daher der Multiplikator).
Rohfett:
Analysiert wird mit Petroläther. Alle Stoffe, die sich darin lösen werden als Rohfett bezeichnet. Dazu zählen reine Fette, Lipoide, Wachse, Fettsäuren und fettlösliche Vitamine (z.B. Vitamin A und E).
Rohfaser:
Das Hundenahrung wird eine halbe Stunde in verdünnter Säure und dann eine weitere halbe Stunde in Lauge gekocht. Dabei lösen sich alle Inhaltsstoffe, bis auf die pflanzlichen Zellwandbestandteile auf. Unter den Begriff Rohfaser fält dann der unlösliche organische Anteil des Hundefutters. Imwesentlichen also Zellulose, Hemizellulose und Lignin.
Rohwasser:
Hundefutter wird bei exakt 103 Grad Celsius getrocknet. So wird der Wasseranteil ermittelt und zusätzlich enthält die Angabe den Anteil an sonstigen flüchtigen (=verdampfenden) Stoffen, wie z.B. organische Säuren, Ketone oder Aldehyde)
Trockensubstanz:
Der nach der Trocknung (s.o.) zurückbleibende Teil des Futters wird als Trockensubstanz bezeichnet.
