Shelly zeigt mir meine Grenzen

Heute war nicht unser Tag!

Als wir mittags losmarschierten, die paar Meter durch den Ort, preschten gleich kurz hintereinander zwei Katzen über die Strasse.

Shelly war durch diese Begegnungen so hochgepusht und stand so im Jagdttrieb, dass der restliche Spaziergang zum Höllenritt ausartete. Sie war nur den Horizont am absuchen, jegliches Kommando verhallte ungehört in ihren Ohren, und das Kommando *Hier* schien sie heute zum ersten Mal gehört zu haben. Ich musste ein wenig mit der Leine nachhelfen, damit sie überhaupt auf mich reagierte. Die Sitz- und Platzzeichen wurden sehr widerwillig und langsam ausgeführt.

Ich habe die Übungen dann unterbrochen, denn ich merkte, dass mein Ärger stieg, es überträgt sich auf die Hunde, und in dem Stadium ist ein konsequentes Arbeiten einfach nicht möglich.

Wir haben dann den Rückweg eingeschlagen, es war eh sehr warm.

So einen Tag wie heute muss ich nicht so oft haben, aber wir arbeiten ja dran.

Dafür überraschte mich Boomer positiv zu Hause. Er hat leider die Angewohnheit, wenn Shelly etwas schneller nach draussen auf den Balkon läuft, laut bellend hinterher zu rennen, obwohl er gar nicht weiss, was draussen los ist. Heute konnte ich sehr erfolgreich das Kommando *Stop* anbringen, er hielt sofort inne, hörte auf zu bellen und kam sofort zu mir! Dafür gab es natürlich ein dickes Lob!

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