Vom Welpen zum Rettungshund
Die Vorgeschichte oder “Wie sucht man einen Rettungshund aus??”
Durch die Ausbildung meines ersten Rettungshundes Cassya habe ich viel über mich gelernt. Cassya zeigte mir, dass ich zwar ein sehr geduldiger und grundsätzlich ruhiger Mensch bin, ich mich aber trotzdem klar und konsequent äußere. Als Team sind Cassya und ich nicht ideal. Sie ist ein “Kuschelhund”, braucht ständige Nähe und immer liebevolle Ansprache. Dies brachte mich in ihrer Erziehung an meine eigenen Grenzen. Häufig war ich, so glaube ich, zu ”hart” für ihre sanfte und manchmal unsichere Seele. Ihr leidender Gesichtsausdruck machte mich das ein oder andere Mal verrückt…
Cassya ist heute 7 Jahre alt und wir haben einen gemeinsamen Weg gefunden, eine Basis, auf der wir kommunizieren können, wir verstehen uns. Dennoch floß diese Erfahrung in die Entscheidung mit ein, wie ihr Nachfolger “gestrickt” sein sollte. Ich suchte nach einem wesensfesten, selbständigen, kinderfreundlichen Hund; einen Hund, mit dem ich mit all meinen Stärken und Schwächen ein gutes Team bilden kann. Vor drei Jahren begann meine Suche nach einer Rasse, die mich ansprach, lange “liebäugelte” ich mit einem Labrador. Doch in der Hundeschule unserer Staffel tauchten immer mehr davon auf und diese waren so unterschiedlich, dass ich den “eigentlichen Labrador”, wie ich ihn in Erinnerung hatte, vermisste. Meine Suche wurde also erstmal auf Eis gelegt.
In jedem Jahr mache ich mit Cassya eine Woche Lawinenarbeit in Südtirol / Italien, so auch 2005. In meiner Gruppe war ein schwarzer Rüde, der mich sowohl durch sein Aussehen, wie vor allem durch seinen Arbeitswillen und seine Freundlichkeit ansprach. Er konnte sogar Cassya zu einem Spielchen überreden und Cassya spielte eigentlich nicht mit Rüden…
“Das ist ja ein toller Hund! Was steckt denn da drin??” Autsch…das war ein reinrassiger Flat-Coated Retriever…Naja, Frauchen war diese Frage gewohnt!
Die ganze Woche beobachtete ich diesen Hund und er begeisterte mich immer mehr. Wieder zu Hause, informierte ich mich weiter über diese Rasse und sprach mit Züchtern. Kurze Zeit später stand fest: Ein Flat soll es sein!
Auf Empfehlung hin und nach einer Vorauswahl am Telefon und im Internet besuchten wir daraufhin einige Züchter und wählten dann “unseren Züchter” aus. Im Sommer 2006 entschieden wir uns, eine Flat-Hündin aus dem nächsten Wurf, dem G-Wurf, im Frühjahr 2007 zu nehmen. Dann begann eine lange Zeit des Wartens….
Am 14.2.07 fiel dann endlich der Wurf! 6 Rüden und 2 Hündinnen!
Am 13.4.07 durften wir dann unsere “Gemma” in die Arme schließen. Sie war 8 Wochen und 2 Tage alt und ein kleiner schwarzer Wirbelwind! Die Züchterin hatte alle Welpen sehr liebevoll und mit viel Hundeverstand großgezogen. Bei der Auswahl für unsere Hündin hat sie uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden.
Nun liegt es an Gemma und mir, ein harmonisches Team zu bilden! Denn eine gute Kommunikation zwischen Mensch und Hund ist die Basis einer Ausbildung!
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