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Lemmy

Chow Chow im Wandel der Zeit

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Agouti   

Eines sollte vor allem nicht vergessen werden: es ist nicht "der VDH", der eine Rasse ruiniert, es sind einzig und alleine die Züchter dieser Rasse! Im Falle des Chow Chows waren dies in erster Linie englische und amerikanische Züchter (welche nicht dem VDH, sondern dem englischen bzw. amerikansichem Kennelclub unterstehen), deren Vorliebe für immer schwerere und faltigere Hunde bereits in den 20er Jahren zu einer deutlichen Veränderung des Rassetyps führte.

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julchenx   

Oh,das wußte ich nicht...

Ist es aber nicht England,die gerade jetzt wieder auf "gesunde"Hunde wert legt?

Ich glaub ich hätte mal was gelesen wegen der englische Bulldogge...

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Agouti   

Was hundert Jahre lang in den Sand gesetzt wurde, lässt sich nicht in ein paar wenigen Jahren korrigieren, weder beim Chow Chow, noch bei der englischen Bulldogge! Beim Chow Chow war es so, dass die Population in Deutschland nach dem 2. WK hauptsächlich mit Hunden aus England, den Niederlanden (welche ebenfalls überwiegend von englischen Hunden abstammten) und den USA wieder aufgebaut werden musste. Bereits damals waren die Hunde völlig übertypisiert; die wenigen moderaten Hunde aus deutscher Zucht wurden durch die "moderneren" Importhunden ersetzt.

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gast   
Eines sollte vor allem nicht vergessen werden: es ist nicht "der VDH", der eine Rasse ruiniert, es sind einzig und alleine die Züchter dieser Rasse!
 

Findest du? Ich seh das anders...der VDH gibt vor, was gut und was schlecht bewertet wird. Schreckliche Hundekörper landen auf dem Treppchen und werden verpaart. 

Würde der VDH Qualzuchten und andere Extreme nicht mehr zulassen, würde sich in der Zucht schnell was verändern / verbessern. 

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UliH.   

Eines sollte vor allem nicht vergessen werden: es ist nicht "der VDH", der eine Rasse ruiniert, es sind einzig und alleine die Züchter dieser Rasse! Im Falle des Chow Chows waren dies in erster Linie englische und amerikanische Züchter (welche nicht dem VDH, sondern dem englischen bzw. amerikansichem Kennelclub unterstehen), deren Vorliebe für immer schwerere und faltigere Hunde bereits in den 20er Jahren zu einer deutlichen Veränderung des Rassetyps führte.

 

Die Belgier waren auch maßgeblich daran beteiligt. Sie brachten die Falte auf der Nase mit rein.

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Agouti   

Auch hier gilt: es ist nicht "der VDH", sondern Richter. Was glaubst Du wohl, aus welcher Gruppe sich die Richter rekrutieren? Genau - Züchter! Es sind immer noch die Züchter, die bestimmen, in welche Richtung sich die Zucht bewegt. Und auch ein Richter kann nur das bewerten, was ihm die Züchter in den Ring stellen und ja, das ist ein Teufelskreis. Auf dem VDH rumzureiten, bringt nicht viel, solange sich in den Köpfen der Züchter nichts ändert und bis das passiert hilft einem als potenzieller Welpenkäufer leider nur eines - eben diese Züchter auf ihren Welpen sitzen lassen. Und ich sage es gerne noch einmal: der Chow Chow war bereits Jahrzehnte, bevor er auf VDH-Ausstellungen aufkreuzte, auf dem Weg zu dem verknautschten, kranken, kurzlebigen Häufchen Elend, welches er heutzutage nur allzu häufig ist!

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Agouti   

Die Belgier waren auch maßgeblich daran beteiligt. Sie brachten die Falte auf der Nase mit rein.

Richtig, die hatte ich vergessen.

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UliH.   

 auf dem Weg zu dem verknautschten, kranken, kurzlebigen Häufchen Elend, welches er heutzutage nur allzu häufig ist!

 

Ich bin gespannt, was die Richter am 9.1. zur Motsine sprechen. Wahrscheinlich wird sie abgewatscht, weil sie nicht "typevoll" genug ist.

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brana   

Anfang der siebziger Jahren hat man noch solche schlanken Chows mit langer Schnauze, mandelförmigen Augen und viel weniger Fell und noch weniger Falten im Gesicht gezüchtet. Diese Hunde waren damals der "englische Standard". Mitte der siebziger Jahre kamen dann bereits die Hunde wie meine Grizzly auf den Markt. Sie wurden in Belgien und Holland gezüchtet und das nannte man damals den "belgischen Standard". Die Hunde bekamen kurze Schnauzen, tiefliegende Augen, eine starke Kopfbefaltung und unendlich viel Fell - und die Hündinnen die Mähne wie die Rüden.

Das erste Bild zeigt meinen ersten Rüden und die erste Hündin etwa 1979

post-18126-0-42864400-1449774796_thumb.jpg

Danach kam Teddy 1990 (er war von einem Züchter an der Autobahn mit etwa 10 Jahren ausgesetzt worden.

post-18126-0-35874700-1449774948_thumb.jpg

Und das dritte Bild zeigt aktuell meine Grizzly

post-18126-0-19118600-1449775107_thumb.jpg

Als ich vor 6 - 7 Jahren einige Züchter anrief und nach einem Chow des alten Standard fragte bekam ich die empörte Antwort. Die Engländer züchten total kranke und und keiner wusste überhaupt von was ich sprach. aber das war klar, denn die Züchter selbst waren alle erst in den 80er und 90er Jahren geboren worden. Wie sollten sie da die alten Rassestandards kennen.

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gast   

Auch hier gilt: es ist nicht "der VDH", sondern Richter. Was glaubst Du wohl, aus welcher Gruppe sich die Richter rekrutieren? Genau - Züchter! Es sind immer noch die Züchter, die bestimmen, in welche Richtung sich die Zucht bewegt. Und auch ein Richter kann nur das bewerten, was ihm die Züchter in den Ring stellen und ja, das ist ein Teufelskreis. Auf dem VDH rumzureiten, bringt nicht viel, solange sich in den Köpfen der Züchter nichts ändert und bis das passiert hilft einem als potenzieller Welpenkäufer leider nur eines - eben diese Züchter auf ihren Welpen sitzen lassen. Und ich sage es gerne noch einmal: der Chow Chow war bereits Jahrzehnte, bevor er auf VDH-Ausstellungen aufkreuzte, auf dem Weg zu dem verknautschten, kranken, kurzlebigen Häufchen Elend, welches er heutzutage nur allzu häufig ist!

 

Na ja, der VDH nimmt sich immer gerne aus der Verantwortung, aber wozu ist er denn dann da, wenn er so gar nichts zu entscheiden hat? Selbstverständlich sind es auch VDH-Richter, die die Rassen zugrunde richten! Und der VDH hätte, wenn er wollte alle Möglichkeiten, um Züchter dazu anzuhalten, gesunde Hunde, statt kranke zu züchten!

 

Das ganze ist ein ziemlich undurchschaubares eingeschworenes Geflecht, wo viele Dinge mit reinspielen, die sehr oft rein gar nichts mit gesunden Hunden oder Hunden zu tun haben. Ich war lang genug hinter den Kulissen tätig, und weiß, dass man dagegen nicht ankommt, bin reichlich gegen die Wand gelaufen und hab es aufgegeben. Viel Alibistatements aber wenig dahinter. Die paar Züchter, die ernsthaft versuchen, was zu ändern, laufen genauso gegen die Wand, sind Einzelkämpfer, werden diffamiert, verunglimpft, verspottet, Kritiker sind nicht erwünscht, Leute, die was ändern wollen, sind Buhmänner/Nestbeschmutzer. Man muss schon Gluck haben, in einem Verein zu landen, wo die Mehheit am selben Strang zieht im Sinne von gesunden Hunden. Bei bestimmten Rassen sieht man ja auch die Erfolge, bei anderen sieht man dass es seit Jahren nur bergab geht, trotzdem ständig behauptet wird, dass man auf Gesundheit Wert legt, man muss also nur genau hinschauen, nicht nur auf Papier, sondern auf die Ergebnisse!, dann weiß man auch, was Sache ist, wo Papier geduldig ist, und wo man sich wirklich der Gesundheit verschrieben hat.

 

Schon grass die Entwicklung beim Chow, aber da sind eben die Richter schuld, die immer mehr Fell, immer kürzer Nasen, immer kleinere Augen favorisieren. Würden die aus dem Ring geschickt, würden Züchter solche Hunde auch nicht mehr züchten. Die Richter geben das Ziel vor, das ist das Treppchen, was die auf Nr. 1 stellen, ist das, was die Züchter dann als erwünscht sehen und hineifern.

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