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Dein Hundeforum  Der Hund
Lexx

Haben sich eure Hunde verabschiedet?

Empfohlene Beiträge

Lisettewyss   

Hallo ihr Lieben,

 

ich hatte mich ja eigentlich hier angemeldet um Erfahrungen von Hunden und Menschen zu hören die ebenfalls unter einem bösartigen Milztumor (Hämangiosarkom) zu leiden haben...

 

Bei meiner Hündin war der Tumor leider geplatzt, in einer Notop wurde ihr vorerst das Leben gerettet, leider nur für 2 Wochen.

 

In beiden Fällen hatte sie hochgradig Blut im Bauch, dennoch war ihr Verhalten bei der 1. und 2. Situation total anders... ich hatte wirklich beim 2. Mal das Gefühl sie will sich verabschieden.

 

Bei der 1., akuten Situation, hatte sie sich zurückgezogen. Sie hat nur im Badezimmer gelegen. Als wir sie dann zur letzten abendlichen Runde holen wollten , bemerkten wir dass es ihr schlecht ging. Als sich dann ihre Situation das 2. Mal verschlechterte und sie wieder eine hochgradige Blutung im Bauch hatte, war es ganz anders. Sie war bereits am Abend vorher sehr anhänglich. Wir waren bei meinen Eltern zu Besuch und mein Vater saß über eine Stunde mit ihr auf dem Boden. Sie konnte gar nicht genug bekommen. Auch am nächsten Morgen wich sie mir dann nicht mehr von der Seite, bis sie wir dann am Nachmittag die Zunahme ihres Bauchumfangs bemerkten und sie dann auch das Futter verweigerte und nicht mehr aufstehen wollte.

 

Habt ihr das auch schon mal erlebt?

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Lisettewyss   

Hallo Lexx

Schön dass ich mich hier mitteilen kann, denn ich stehe immer noch unter Schock! Seit genau 10 Jahren begleitet (ete) uns unsere Border Collie/Goldenrettriver-Hündin. Vom 1. Tag an ein unglaublich liebevolles, angenehmes und pflegeleichtes Tier. Sie war für uns ein Familienmitglied lieb und nett zu Allen, besonders zu den Kindern. Seit zwei Wochen sind wir in den Bergen in den Ferien, letztes Wochenende war die ganze Familie inkl. Enkelkinder zu Besuch, Jara unsere Hündin bekam viele Streicheleinheiten und freute sich über jeden Hundespaziergang zum Teil bis zu 1 1/2 Std. Sie wirkte etwas müder und träger als sonst, streikte kurzzeitig beim Laufen, machte aber alles mit und hatte auch Lust zum Spielen. Wir dachten Jara ist alt geworden. Am Sonntag hatte sie keine Lust zum Fressen, Bettmümpfeli schon Verdauung aber normal und sie schlief sehr viel und tief. Wir dachten, dass sie vom Besuch erschöpft sei. Am Montag machten wir normale Hundetripps mit ihr im Schnee sie war aber nacher sehr erschöpft, als sie am Mittag nur etwa 1/3 ihres Futters relativ lustlos frass, untersuchte ich sie näher und hatte den Eindruck sie könnte Flüssigkeit im Bauch haben, schon am Vormittag hatten wir den Eindruck sie sei so aufgebläht, unnatürlich ohne Fressen! Verdauung immer noch völlig normal. Wir kontaktierten dann trotzdem den Tierarzt der uns nach Untersuch und Blutentnahme an die Tierklinik verwies. Jara spazierte noch ins Spital mit uns und machte alles mit, was man von ihr verlangte. Nach Ultraschalluntersuch und Punktion des Bauchraums war die Diagnose klar: Hämangiosarkom das wohl geplatzt war, die Ärztin vermutete ca. 2-3 l Blut im Bauchraum. Sie sagte uns, in diesem Zustand könne sie uns Jara nicht mit heimgeben und eine Operation würde sie kaum überleben, Vorschlag: Jara zu erlösen Für uns ein totaler Schock, haben wir etwas versäumt? Haben wir etwas falsch gemacht? Das Personal im Tierspital nahm sich viel Zeit und war sehr einfühlsam, wir durften unsere Jara von A bis Z begleiten, trösten und bei ihr sein bis zum Ende. Es ist für uns unglaublich schwer zu verstehen, es ging alles viel zu schnell! Es bleibt uns jetzt nur noch in Liebe und Dankbarkeit an sie zu denken und die Spaziergänge ohne sie zu machen. Danke Lexx dass ich meinen Schmerz mitteilen durfte, Lisette

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gast   

Liebe Lisette,

 

das liest sich so traurig. Der Sche..Krebs. Wir haben unsere Lara auch an den Krebs verloren. Vor 3 1/2 Jahren mussten wir sie gehen lassen und es tut heute noch weh. Auch bei ihr ging es sehr schnell. Wir wussten zwar, dass sie Tumoren hatte. ABer sie war fröhlich und munter bis 4 Tage vor ihrem Ende.

Aber ihr habt für eure Jara entschieden. Jetzt kann sie ohne Schmerzen auf der Traumwiese mit all unseren Lieben, die uns voraus gegangen sind, tollen und toben. Aber sie hinterlässt auch eine große Lücke im Leben hier auf der Welt. Jedoch wird sie euch immer begleiten, immer mit euch laufen. Egal wo ihr seid, sie wird in euren Herzen weiterleben.

Fühl dich ganz lieb gedrückt, wenn du magst.

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Lisettewyss   

Danke liebe Wolli,

Es tut so gut Anteilnahme zu spüren, wir können uns fast nicht umstellen ohne Jara einen Rhythmus zu finden. Mein Mann machte gestern und auch heute die Abendrunde die er immer mit Jara machte. Unsere Enkelkinder wissen noch gar nichts, das wird noch ein Drama werden, sie sind mit ihr aufgewachsen und liebten sie heiss. Das mit eurer Lara tut mir auch leid, seid ihr unterdessen hundelos? Bevor wir einen eigenen Hund zutaten, haben wir 15 Jahre lang Hunde gehütet und mit in die Ferien genommen. Davon eine Boxerhündin Leila ganze 10 Jahre lang, sie war auch so ein Schatz. Ich denke entsprechend unserm AHV Alter werden wir das wieder machen, somit können wir etwas zurück geben, was wir von Jara geschenkt bekommen haben. Aber im Moment müssen wir uns trösten, dass Jara ein schönes Leben hatte und bestimmt ohne Schmerzen ist. Danke nochmals für dein Schreiben, Lisette

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Uranus   

Auch ich musste meinen Schäferhund im Februar 15 gehen lassen, Milztumor geplatzt, wir haben OP. und er hatte danach noch knapp 2Monate danach war der Scheiss Krebs zurück,

und wir mussten ihn gehen lassen, das 2 Mal, er hat nur gehustet und ich wusste das war`s ich kannte ihn ja schon 9 Jahre. beim TA die Bestätigung,

Ja er hat sich Zuhause von allen Verabschiedet, er wusste das er nicht mehr nach Hause kommt, auch wenn ich noch gehofft habe.

auch jetzt noch kommen die Tränen, er war so ein Toller Hund.

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gast   

Hier gibt es viele, die diese traurige Entscheidung schon treffen mussten. Alle wissen, wie schwer das ist und wieviel Kraft man braucht, um die Trauerzeit zu überstehen. Anteilnahme tut wirklich gut, weil man spürt, dass man nicht allein ist und verstanden wird. Hier wirst du keine Sprüche hören wie: " Jetzt muss es aber gut sein, es war doch nur ein Hund."

Unsere Fellnasen sind viel mehr als "nur" ein Hund - Familienmitglied, Freund, Lebensbegleiter.... Und jeder braucht seine eigene Zeit, um den Abschied und die Trauer zu bewältigen. Jede Träne, die um Jara geweint wird, hat sie verdient und heilt deine Seele ein Stückchen mehr. Jara hatte bei euch ein schönes, ausgefülltes Leben und durfte Liebe geben und erfahren. Das ist mehr, als viele andere Hunde haben dürfen. Und ihr habt sie bis zum Schluß begleitet und sie nicht allein gelassen.

 

Nein, wir sind nicht Hundelos. Ein 1/4 Jahr nachdem Lara uns verlassen hat, zog Jule bei uns ein. Wir haben sie aus dem Tierheim adoptiert und sind sehr, sehr glücklich, dass es sie gibt. Lara hätte es auch gut gefunden, dass wir einem anderen Hundekind die Chance auf das geben, was sie bei uns bekommen hat. Aber das muss jeder für sich entscheiden, ob und wann er einen neuen Vierbeiner zu sich nehmen möchte.

 

Ich wünsche euch, dass ihr den Weg für euch findet. Den Enkeln das zu erklären, stelle ich mir sehr schwer vor. Auch dafür wünsche ich euch Kraft.

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Lisettewyss   

Vielen Dank, das tut gut und ganz viel Freude mit Jule, ich bewundere alle Leute, die einen Hund aus dem Tierheim adoptieren! Ich denke auch, dass uns nach einer gewissen Zeit der richtige Weg gezeigt wird. Jetzt aber brauchen wir noch Zeit, Jara ist immer noch allgegenwärtig und wenn wir aus den Ferien heimkehren, werden wir erneut konfrontiert mit Jaras Hundekorb und den verschiedenen Liegeplätzli, Spielsachen und und und......

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Lisettewyss   

Auch ich musste meinen Schäferhund im Februar 15 gehen lassen, Milztumor geplatzt, wir haben OP. und er hatte danach noch knapp 2Monate danach war der Scheiss Krebs zurück,

und wir mussten ihn gehen lassen, das 2 Mal, er hat nur gehustet und ich wusste das war`s ich kannte ihn ja schon 9 Jahre. beim TA die Bestätigung,

Ja er hat sich Zuhause von allen Verabschiedet, er wusste das er nicht mehr nach Hause kommt, auch wenn ich noch gehofft habe.

auch jetzt noch kommen die Tränen, er war so ein Toller Hund.

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Lisettewyss   

Hallo Uranus,

Bis vorgestern hatten wir keine Ahnung was ein Milztumor bedeutet. Das verrückte an der Sache war, dass wir mit einem vermeintlich leicht kranken Hund ins Tierspital kamen zu einem Ultraschalluntersuch. Jara spazierte mit uns ins Spital hinein, die Ärztin staunte, dass der Hund nicht zusammen brach und auch bei uns nie zusammen gebrochen ist. Auch die Schleimhäute waren noch schön rosig. Und das mit 2-3 l Blut im Bauch. Wenn du dann nach 2 Std. das Spital ohne Hund verlässt, ist das fast nicht nachvollziehbar. Bei uns war die Vorbereitungszeit auf diesen Moment einfach zu kurz! Man stellt sich viele Fragen! Braucht einfach Zeit das Ganze zu verarbeiten! Jara war am Montag Abend wie ein Schaaf das zur Schlachtbank geführt wurde! Schnüf schnüf!

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Mamasliebling   

Liebe Lisette,

 

uns hat das gleiche Schicksal getroffen. Wir sind Mitte Dezember nach Schweden gefahren und unserem Paddy ging es gut.

Wir sind mit ihm spazieren gegangen, er hat sich wohl gefühlt und wir sind zweimal eine kleine Runde gelaufen, wo ich ihn

noch bremsen musste.

Ab 2. Weihnachtstag wollte er nichts mehr essen und am liebsten draußen im Garten liegen, aber dafür war es zu kalt. Da mein

Mann noch einiges im Garten erledigen musste, lag er dann auf der Wiese. Die letzten 3 Tage hat er sich anders verhalten, er

hat sich etwas zurück gezogen. Normalerweise kam er abens immer zu mir ins Bett, die letzten 2 Tage nicht mehr. Da es ihm

am 29.12. immer noch nicht besser ging, sind wir in eine Tierarztpraxis gefahren. Er wurde dort behandelt und am nächsten

Tag wieder, da sich sein Zustand verschlechterte haben sie ihn geröntgt und Ultraschall gemacht, dabei wurde festgestellt, dass

er Leberkrebs hat. Wir konnten ihn nicht mehr mit nach Hause nehmen, sondern mussten ihn über die Regenbogenbrücke

gehen lassen.

 

Bei mir streiten sich der Vorstand und das Herz. Ich weiss, dass es jetzt Paddy besser geht und er keine Schmerzen mehr

hat. Aber ich habe eine unheimliche Sehnsucht nach ihm. Wenn wir im Wald spazieren gehen, dann erinnert mich jeder Weg

an ihn, weil wir dort viel mit ihm unterwegs waren. Ich bin eigentlich nicht nah am Wasser gebaut, aber wenn ich an meinen

Schatz denke oder von ihm erzähle, laufen mir die Tränen.

 

Irgendwann wird auch bei uns wieder eine Fellnase einziehen, aber dieses Jahr wahscheinlich nicht.

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