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Rezension „The Inner Carnivore“ von Jennifer Lee

Empfohlene Beiträge

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Die Technischen Daten:
Das Buch wird im „Print on Demand“ Verfahren hergestellt.
Format: 150 x 227 mm
142 Seiten Inhalt
Farbe: s/w
 

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Das Buch ist in 16 Kapitel aufgeteilt:
Foreword by Dr. Patricia Jordan, DVM
1 Anatomy Dictates Diet
2 The Early Days of Feeding Cats and Dogs
3 Evolution of Pet Food
4 Processed Pet Foods Impair Health
5 Sourcing & Storing Raw Foods
6 What & Where to Feed
7 How Much & How Often to Feed
8 Making the Switch
9 Feeding Puppies and Kittens
10 Supplements
11 Knowing the Risks & Dispelling Myths’s
12 Reaping the Benefits of Raw Feeding
13 F.A.Q.’S
14 Animal Naturopathy
15 Veterinarian Visits
16 Your Path
References
About the Author

Kapitel 1 befasst sich mit der Anatomie von Hund und Katze. Es wird betrachtet, für welche Art der Nahrung Gebiss und Verdauungstrakt geschaffen sind.
Interessant ist u.a. der Vergleich, wie lange der Verdauungstrakt im Vergleich zum Körper der unterschiedlichen Tiere ist:
Der von Katzen ist ungefähr 4x so lang wie das Tier.
Hunde und Wölfe 5-6x so lang,
Menschen 10-12x so lang,
Schafe 27x so lang.

Kapitel 2 und 3 befassen sich, wie man in früheren Zeiten gefüttert hat und wie die Anfänge der Haustiernahrung waren.

Kapitel 4 widmet sich der Herstellung von Fertigfutter.
Hier muss man als hiesiger Leser beachten, dass es sich hier um die Herstellung von Futter für den amerikanischen Markt handelt.
Die Standards sind für den europäischen Markt etwas anders. Aber auch noch nicht so lange.
Weiter wird erläutert, wie verarbeitetes Futter einen Einfluss auf die Gesundheit hat.

Es wird das Experiment von Dr. Francis Pottinger von 1932 genannt, welcher an 900 Katzen über 10 Jahren die verschiedenen Ernährungsformen (roh, rohes gekocht, Fertigfutter) beobachtete.

Die weiteren Kapitel 5 und 6 sind zumindest für uns Europäer dank der Menge an Roh-Shops eher weniger interessant.

Hier geht es um die Bezugsmöglichkeiten von Fleisch und Co.

In Kapitel 7 wird die Fütterung im Prey Model vorgestellt.
Es wird die Rechnung 80% | 10% | 5% | 5% genannt (80% Fleisch, 10% reiner Knochen, 5% Leber, 5% Niere/Milz/Pankreas/Lunge/Hirn) genannt.
Ich persönlich finde die Rechnung mit reinem Knochenanteil eher ungeschickt, sollte am Knochen doch noch möglichstetwas Fleisch hängen.
Hier fände ich die Rechnung 70% | 20% | 5% | 5% besser (70% Fleisch, 20% RFK, 5% Leber, 5% Niere und Co) und auch einfacher in der Praxis umzusetzen.

Kapitel 8 erklärt, wie man die Umstellung auf die rohe Ernährung angehen kann.

Die restlichen Kapitel befassen sich mit den üblichen Mythen und Problemen, welche bei der rohen Fütterung Auftreten ;) zum Beispiel beim Tierarzt.
 

Die Literaturnachweise ziehen sich über 12 Seiten und es werden noch einige weitere Bücher als weiterführende Literatur genannt.

Das eine oder andere werde ich mir bestimmt noch ansehen und evtl in mein Bücherregal aufnehmen.

 

Alles in Allem ist das Buch trotz englischer Sprache gut verständlich. Die recht kurzen Kapitel ermöglichen es, es auch in kleinen Happen zu lesen.
Man fühlt sich als Leser nicht „gemaßregelt“, wie man evtl sein Tier noch mit industriell gefertigtem Futter nur ernähren kann.

Es zeigt sachlich die Vor- und Nachteile auf und welchen Einfluss die Werbung auf uns Halter, aber auch auf die Veterinärmediziner hat.

Auch geht das Buch nicht zu sehr in die Tiefe, dass es einen Laien nicht abhängt, kratzt aber auch nicht nur an der Oberfläche.

Das Buch ist sowohl als gedruckte Variante (Print on demand) erhältlich, als auch in eBook Form (als eBook um einiges günstiger).

Negativ ist die Druckqualität der Fotos. Diese ist eher schlecht und das Inhaltsverzeichnis der gedruckten Form stimmt nicht mit dem Inhalt überein (ist um ein paar Seiten verschoben).

 

Empfehlen kann ich das Buch auch Leuten, die mit dem Gedanken der Umstellung auf die Rohfütterung spielen.

Es erklärt einfach wie es geht, es nimmt einem die Angst, etwas falsch zu machen.

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