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Dein Hundeforum  Der Hund
acerino

Schreckgespenst Erlernte Hilflosigkeit

Empfohlene Beiträge

Gast   

Stimmt, war ne Abschweifung von mir.

Aber sagt  nicht der gesunde Menschenverstand auch, dass ein Tier, das seinen Qualen nicht entkommen kann, hilflos wird? Wie jedes Lebewesen? Wer führt bitte einen solchen Versuch durch? Wie pervers und gestört muss ein Mensch sein, um Hunden ( Tieren) Stromschläge zu verabreichen und nicht aufzuhören? Genau diese Fragen stelle ich mir immer wieder, wenn ich von diesem Experiment lese. OT Ende

 

Zur erlernten Hilflosigkeit. Ich denke auch nicht, dass jede Art von aversivem Stimulus in die erlernte Hilflosigkeit führt. Wenn allerdings willkürlich und nicht vorhersehbar fürden Hund, dann kann es passieren. Bestes Beispiel ist Cesar Millan und viele seiner "Techniken", die schwere Quälerei beinhalten.

Dieser Hund hier zum Beispiel gibt auf und ist nach minutenlangem Aufhängen welches Erstickungssymptome verursacht, in der Erlernten Hilflosigkeit.

https://www.youtube.com/watch?v=Z-eXoKt2irs

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KleinEmma   

Boh furchtbar. Das kann ich mir nicht vollständig ansehen. Der A... gibt dem Hund nen Tritt und spielt sich dann "Hundeflüsterer" (????) auf, der dem Hund die Luft abwürgt. Aber ok, nu sind wir wieder bei Milan. 

 

Erlernte Hilflosigkeit kann ja nicht nur durch solche brutalen, schmerzhaften Erfahrungen entstehen. Sondern z.B. auch dadurch, dass der Welpe und Junghund wie ein rohes Ei behandelt wird und ihm nicht die Möglichkeit gegeben wird, die Welt zu entdecken und sich selbst ausprobieren zu können.

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gast   

Eben, der interessante Teil ist ja auch der, dass positive Beeinflussung den gleichen Effekt haben KANN ... wenn ich lerne, dass ich keinen Einfluss darauf nehmen kann, ob es Kekse regnet, verlerne ich unter Umständen eben auch, mir Wege einfallen zu lassen, diese Kekse zu erreichen (oder irgendein anderes Bedürfnis zu stillen oder Problem zu lösen). Dann klebe ich also an meinem "Herrchen", weil der ja alles entscheidet und beeinflussen kann, im Gegensatz zu mir.

Da geht dann die von Kareki so oft benannte Kreativität verloren, denn wenn ich sowieso nichts beeinflussen kann, ist es ja Zeit- und Energieverschwendung, kreativ zu werden.

Es gibt sie, diese resigniert wirkenden Hunde, die nur so hinterher trotten, obwohl man den Eindruck hat, dass sie gut behandelt werden. Also nicht aus Angst hinterherschleichend, sondern irgendwie so ohne Eigeninitiative.

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Lexx   

Nein, natürlich führt nicht jede Art aversiver Korrektur zur erlernten Hilflosigkeit.

Ich sage ja auch ganz klar: ich arbeite auch aversiv. Ich stehe dazu.

Aber nur dann wenn ich finde das es sein muss. Ich arbeite sonst überwiegend  positiv.

Erlernen über Meideverhalten lehne ich z.B. gundsätzlich ab. Das erlernte muss (positiv) verstanden worden sein. Wenn dann allerdings "gefragt" wird, habe ich kein Problem damit zu sagen dass es jetzt ein "Muss" kein "Kann" ist.

Da müssen schon noch ein paar andere Dinge zusammenkommen damit der Hund erlernt hilflos wird. Die praktisch nicht bestehende Bindung zum Hundehalter zum Beispiel.

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Lexx   

Erlernte Hilflosigkeit wird grundsätzlich gelernt wenn "ich" merke dass ich durch mein Handeln die Umwelt nicht beeinflussen kann. 

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Gast   

Es gibt sie, diese resigniert wirkenden Hunde, die nur so hinterher trotten, obwohl man den Eindruck hat, dass sie gut behandelt werden. Also nicht aus Angst hinterherschleichend, sondern irgendwie so ohne Eigeninitiative.

Und nicht nur ein scheinbar apathisches Dahinschleichen zeigt erlernte Hilfosigkeit.

Die hat viel mehr "Gesichter".

Auch Hunde, die ununterbrochen versuchen, dem Menschen alles Recht zu machen und sich nicht mehr trauen, auch mal richtig abzuschalten und Hund zu sein, damit sie ja nicht verpassen, wenn dieser "unmutig" wird, wenn der Mensch anwesend ist, können sogar durch oberflächlich betrachtet, "aufmerksames, fröhliches Will to Please-Verhalten" eine erlernte Hilflosigkeit ausdrücken. 

Du tun dann nämlich tatsächlich NUR noch das, worauf sie Einfluss nehmen können und wissen, wie sie das machen können, indem sie alles vermeiden, was den Menschen "sauer" machen KÖNNTE und alles dafür tun, ihm zu gefallen, was sie davon abhält, sich mit den Umweltreizen zu befassen, wie es ein normaler, nicht hilfloser Hund , auf hündische Art und Weise tun würde.

Vielfach zB früher am Schäferhundepatz gesehen....leider auch heute noch verbreitet.

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gast   

Das stimmt ... auch furchtbar, aber von Laien oft sehr positiv bewertet: "Guck mal, wie freudig der ist, der lässt sein Herrchen nicht aus den Augen, dafür lässt der jeden anderen Hund stehen und selbst die Katze vorhin hat er gar nicht bemerkt! Toll!"

Hmmmm, nö, nicht unbedingt.

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Gast   

Ja - und diesen Effekt kann man AUCH mit falschem Einsatz der Bekeksung erreichen.

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Lexx   

Da möchte ich jetzt mal ganz klar mein Veto einlegen. Es gibt Hunderassen und individuelle Hundpersönlichkeiten die das von sich aus machen. Das hat mit erlernter Hilflosigkeit nichts zu tun. Ein Hund der erlernt HILFLOS ist, verhält sich passiv. Er denkt er kann seine Umwelt nicht beeinflussen.

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Gast   
(bearbeitet)

@Lex: ich schrieb: "damit sie ja nicht verpassen, wenn dieser "unmutig" wird, wenn der Mensch anwesend ist,"

 

Das ist etwas ganz anderes, als der Will to Please , den manche Hunde(rassen)  haben.

Ein ununterbrochenes Hundehalter fixieren IST passiv gegenüber der kompletten Umwelt und auch gegenüber dem Hundehalter.

Der fordert damit den Hundehalter nicht aktiv zu etwas aus, versucht nicht mit kreativem Verhalten etwas hervorzurufen/beeinflussen, sondern befindet sich lediglich was seine Körperspannung betrifft, in einer anderen Ausgangslage, als der "alles hängen lassende" Hund.

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