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trullentier

Lottchen wird taub – Karsivan ja oder nein?

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trullentier   

Am ersten Advent (letztes Novemberwochenende wenn ihr Euch erinnert) war scheinbar noch alles normal – wir hatten hier ein großes Backevent, viele Leute, kleines Kind zu Besuch. Lotta war immer mittendrin und gutgelaunt.

 

Irgendwann in der Zeit danach wurde sie geräuschempfindlich. Sehr geräuschempfindlich. Spätestens am 3. Advent lief sie nur noch mit hängendem Schwanz durch die Wohnung, lag die meiste Zeit in der hinterletzten Ecke im Kinderzimmer in ihrer Transportkiste. Jedes etwas lautere Geräusch brachte sie zu fluchtartigem Verlassen der Räume. Aber: alles nur drinnen, draußen war sie entspannt, neugierig, aufmerksam wie eh und je.

 

Nach Absprache mit meinem Tierarzt hab ich dann angefangen ihr hochdosiert Vitamin B und zusätzlich noch Sedarom zu geben. Nach einiger Zeit hat sich alles nun ein klein wenig entspannt und es kristalliert sich heraus, das es bestimmte Frequenzen sind, die sie nicht mehr ertragen kann: Geschirrklappern, Gläserklirren: ganz schrecklich. Ein Stuhl der über den Boden geschoben wird – nicht schön. Gleichzeitig hatten wir das entspannteste Sylvester aller Zeiten, mit einem Hund, der fröhlich Leberwurstmampfend bei mir auf dem Bett lag und sich interessiert die bunten Lichter durchs Fenster betrachtet hat – das gab es noch nie. Sie hatte nie Angst vor dem Geböllere, sondern war ob des Krachs immer maßlos empört, hat sich fürchterlich aufgeregt. Langsam wird mir klar: sie scheint es nicht mehr zu hören...

 

Bestätigung fand das ganze nun, als die Pflege-Wüstenrennmaus wieder bei uns einzog. Lotta findet die toll, wohl auch zum fressen toll, daher steht die Maus im Kinderzimmer und die Tür bleibt zu. Jahrelang (wir haben die seit ca 3 Jahren so ca. 2-3x im Jahr in Pflege) wurde sie beim allerleisesten Kinderzimmertürgeräusch zum weißen Blitz. Nun liegt sie entspannt im Nebenzimmer und ich kann bei der Maus bei offener Tür rumräumen. Nur wenn sie sieht das ich in die Richtung der spannenden Tür gehe, dann ist wieder alles so wie immer.

 

Das Lottchen wird alt... *seufz* .... 12,5 Jahre hat sie nun auf dem Buckel...

 

Ich stehe nun vor der Entscheidung: Karsivan oder nicht? Bringt es was, die Durchblutung des Innenohres damit anzukurbeln? Bin etwas verunsichert, da ich grad auch hier im Forum nicht nur Gutes über Karsivan gelesen habe. Aber ich würd ihr so gern diese schreckliche Angst/Furcht vor den hohen Frequenzen nehmen.

Was würdet ihr tun?

Oder hat jemand eine andere gute Idee, wie ich sie da am besten unterstützen kann?

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gast   

Es ist immer schwierig da einen Tipp zu geben.

Louis ging/geht es ja ähnlich. Als wir merkten, dass er langsam taub wird, haben wir ihm Karsivan gegeben, aber verträgt es überhaupt nicht.

So hat er uns die Entscheidung abgenommen, denn für ihn ist es im Grunde viel besser taub zu sein, als ständig Angst zu haben, bei Geräuschen die ihm unheimlich sind.

 

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gast   

Ich würde es mal mit Karsivan versuchen - denn ist es ja auch nicht schön für die Lütte. Aber stimmt schon, es ist immer schwierig, da man sozusagen zwischen Pest und Cholera entscheiden muss. So fühlt es sich zumindest an.

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trullentier   

Ja, genau so fühl ich mich grade - zwischen Pest und Cholera stehend... blöde Entscheidung...

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Juline   

Mich macht das ein wenig stutzig, dass sie in so kurzer Zeit (4 Wochen) taub oder fast taub geworden sein soll. Ich kenne das von älteren Hunden nur als langsamen Prozess.

Gibt es sonst noch irgendwelche Auffälligkeiten?

Orientierungssinn, Geruchsvermögen, Sehkraft, Appetit, Laune, Schlaf, alles wie immer?

 

Zu Karsivan, ob`s ihr hilft, wirst du wohl nur durch einen Versuch herausfinden können.

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trullentier   

Orientierungssinn: normal soweit ich das so sehen kann

Geruchssinn: Hm, wie kann man das am besten testen? Immerhin findet sie immer noch tolle Stinkestellen im Park um sich zu parfümieren. Schnüffelt draussen viel und begeistert herum.

Appetit wie immer

Laune: unterschiedlich. Vor ein paar Tagen war sie wieder wie ein Junghund, hatte den ganzen Tag nur Blödsinn im Kopf, hat mit der Nase Pingpong mit den Christbaumkugeln gespielt, andere Tage find ich sie etwas gedrückt... nichts was man erklären kann. Sie schläft viel, aber das Schlafen hat in den lezten 1,5 Jahren kontinuierlich zugenommen und ist auch tiefer geworden. Draussen ist die Laune gut, heute hat sie Krähen gejagt - das hat sie seit Jahren nicht mehr getan - und kam mit nem fetten Strahlen im Gesicht zu mir zurück.

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NannyPlum   

Linus wurde so mit 13 auch relativ kurzfristig schwerhörig - bei ihm hat Karsivan geholfen und er hatte auch keine Nebenwirkungen. Das scheint aber nicht bei allen so problemlos zu wirken, irgendwo gab es mal nen Thread über die Nebenwirkungen. Wie gesagt, uns hat es gut geholfen.

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Fiona01   

Unser Lucky sollte nach seinem Vestibular Syndrom auch Karsivan kriegen. Bei ihm hatte ich dann das Gefühl, er wird mit dem Mittel deutlich unruhiger. Unsere Ärztin empfahl uns dann Gingko Biloba https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjC_bbs_KjRAhUIIsAKHYvgBQQQFghBMAE&url=http%3A%2F%2Fwww.ginkgo-ratgeber.info%2F&usg=AFQjCNHi3gs0o5TLMMX_MF6SnCr-lrGnFA

Vielleicht fragst du da mal bei deinem Arzt nach? 

Nebenwirkungen konnte ich mit dem Mittel nicht feststellen, allerdings erinnere ich mich grad auch nicht mehr so wirklich, inwiefern es eine Wirkung zeigte, weil sich dann bei Lucky die Riesenbaustelle mit den Nieren auftat (Insuffizienz), so dass ich auch dieses Mittel wieder abgesetzt habe.

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Fusselnase   

Ich habe ja schlechte Erfahrungen mit Karsivan gemacht, aber ich würde es ggf. bei einem anderen Hund auch wieder damit versuchen, wenn auch vorsichtig. Es ist ja nicht so, dass es keinem Hund hilft. Man sollte eben wissen, dass es auch nach hinten losgehen kann und entsprechend wachsam sein.

Aber ob das nun bei Lotta das Mittel der Wahl ist, weiß ich natürlich auch nicht! Vielleicht gibt es etwas, das man da gezielter einsetzen kann?

 

Es war bei Berta im Alter übrigens auch so, sie konnte z. B. Kinder überhaupt nicht mehr ertragen.

 

Die Lotta! Als ich die mal im Wald getroffen habe, war sie 6 oder so. Die Zeit rast dahin...

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trullentier   
vor 2 Stunden schrieb Juline:

Mich macht das ein wenig stutzig, dass sie in so kurzer Zeit (4 Wochen) taub oder fast taub geworden sein soll. Ich kenne das von älteren Hunden nur als langsamen Prozess.

 

Wie das Leben es so will hab ich grad länger mit einer guten Freundin telefoniert und wir haben auch über Lotta geredet. Beim erzählen ist mir klar geworden, das sie vielleicht schon länger schlecht hört, das aber ganz gut kompensiert hat... Vor einiger Zeit war doch mal dieser Thread hier "Mein Hund kann...". Da hatte Nici ein Video eingestellt, bei dem das Kieselchen aus großer Entfernung voll Tempo auf Ruf zu ihr geflizt kommt. Das wollte ich mit Lotta auch machen und bin also mit Handy bewaffnet in einen Park hier in der Gegend, den sie sehr mag. Nur: ich konnte das nicht filmen, das sie mich nie aus den Augen gelassen hat und sich keinesfalls weiter als vielleicht 20 meter von mir entfernt hat. Ich konnte mich auch nicht davon stehlen, sie hat sehr genau aufgepasst wo ich bin. Hm.

Dann ist mir auch noch klargeworden, das sie seit einiger Zeit nicht mehr wie sonst immer 10 meter voraus gelaufen ist (und sich ständig umgedreht hat, um zu sehen, ob ich noch da bin), sondern immer neben oder leicht hinter mir. 

 

Wenn ich mir das so überlege scheint sie doch schon länger nicht mehr so gut zu hören.

 

Das mit dem Ginkgo hört sich auch gut an... werd mich mal mit unserem Tierarzt beraten.

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