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Wünsche mir Einblick in die Psyche von Haltern mit großen Hunden

709 Beiträge

Heute ist sie mir mal wieder passiert, die blöde Situation . Mein kleiner Bolonka und ich schlendern am Fluss und da sitzt er, der Angler mit dem ( Jagd) hund am Ufer. Sehr interessant, denkt der Hund, als er meine Kleine sieht. Und bewegt sich zielstrebig auf uns zu....meine Kleine findet es nicht cool- und ich auch nicht. Ich sage laut STOP! zu dem anderen Hund und wehre ihn ab, was ihn nicht übermäßig beeindruckt, im Gegenteil. Der Halter steht gemütlich da und macht keine Anstalten, seinen Hund zurück zu rufen. 

Und jetzt kommts-- ich werde in diese idiotische Diskussion verwickelt...'wovor hat denn ihr Hund Angst?' ' Meiner tut nix, will doch nur spielen'...und dann die Belehrung. Folgendermaßen: mein Hund hat nur Angst, weil ICH Angst habe, und er muss das doch lernen. ( Nicht das erstemal werde ich so belehrt, aber anstatt dem Halter klipp und klar zu machen, dass ich einfach diese Art von 'spielen' nicht möchte, und dass er seinem Hund einen gescheiten Rückruf beibringen soll, bevor er mich so anmassend belehrt, lasse ich mich immer wieder auf Diskussionen ein.)

Meine Frage an Euch: gibt es tatsächlich kein ungeschriebenes Gesetz, wonach der Halter eines (unangeleinten) Hundes , der 4mal so groß ist, wie der daran vorbeigehende kleine angeleinte, seinen zurück ruft, wenn es offensichtlich ist, dass der andere Halter den Kontakt nicht will?   Provoziere ich mit meinem Verhalten vielleicht einen Halter, der unter Umständen weiss, dass sein Hund tatsächlich 'nur spielen' will mit meiner Vorsicht? Macht es Halter von großen Hunden nervös, wenn ich - oder mein Hund- nervös werden? 

Reagieren Menschen mit großen Hunden womöglich ähnlich wie ihre Hunde? ( Angst spüren- erregt werden, bzw. drüber lachen?)

Den Halter des kleinen Hundes belächeln? 

Ein Gefühl von Macht verspüren? 

Ich wünsche mir, dass ich einen Weg finde, diesen Haltern klarzumachen, dass dies ein Übergriff ist.

Oder lieg ich ganz falsch?

Was sagt ihr?

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Um es kurz und knapp zu beantworten: Nein, du liegst nicht falsch. Wenn du (oder dein Hund) keinen Kontakt möchtest, dann hast du alles Recht deser Welt dazu. Mit Bolle (mit 62 cm ist der ja groß) erlebe ich das leider ja auch, aber nur weil Bolle ab und zu immer noch zu anderen Hunden hindüst, obschon ich das nicht möchte. Die Reaktion der anderen ist aber in den allermeisten Fällen "ist doch ok, der ist ja lieb/noch jung/...". Ich entschuldige mich ja dann auch.

Wenn 's passt, dürfen die Hunde gerne zusammen laufen, wenn nicht - Bolle anleinen und weitergehen.

Rücksichtname ist das Zauberwort. Wenn es rein nach mir ginge, könnte Bolle hinlaufen wohin er möchte - aber ich lebe ja nicht alleine in dieser Welt. :)

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Ja das Thema Klein- u. Kleinsthunde gegen große Hunde wird wohl nicht enden. Wie Taringa schon sagte, Rücksichtnahme ist das Zauberwort. Fehler gibt es wohl oft auf beiden Seiten. Einmal die die ihre Hunde ums Verrechen nicht ran rufen aber auch die die schon von weitem schreien man soll den Hund ja anleinen. Ist ein wenig so wie Fahrradfahrer gegen Autofahrer und umgekehrt. ;)

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Hmm, ich hab ja nun nicht wirklich einen großen Hund, aber wenn ich jemanden mit Kleinhund sehe, rufe ich Ferun immer zu mir und Leine erstmal an.

(Bin dafür allerdings auch schon belehrt worden, daß ich einen Windhund habe und der rennen muß.):huh:

Ferun will tatsächlich nur spielen, aber sie ist eben schnell , mir ist das Risiko zu groß das sie einen kleinen einfach überrennt.

Wenn die Hunde sich beschnüffeln konnten und der HH einverstanden ist , kann man immer noch ableinen.

Ich finde das Verhalten das du da beschreibst unmöglich und würde mich da auch drüber aufregen.

Wenn ein mir entgegenkommender Hund angeleint ist , (egal wie groß oder klein) nehm ich meine Hund zu mir.

Gegenseitige Rücksichtnahme scheint nicht In zu sein. Leider

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Interessante Frage.

 

Hm, ich vermute mal, Halter von großen Hunden können es sich eher erlauben, gegenüber Haltern mit kleinen Hunden gedankenlos / unachtsam / rücksichtslos zu sein, weil idR keine Gefahr für ihren Hund besteht, wenn der einfach machen darf. Zu einem fletschenden Rottweiler würden sie den ihrigen sicher nicht so unbedarft hintraben lassen - wenn der das überhaupt wollte- wie zu einem wuscheligen Bolonka, auch wenn der Kleine tobt oder zittert.

 

Hunde können Gefahr ziemlich gut einschätzen und verhalten sich dementsprechend -Menschen eben auch.

 

Das sind jetzt theoretische Überlegungen, ich erlebe solche Situationen nicht.

Und selbst gucke ich bei Kleinhunden doppelt und dreifach hin, ob es ok ist, wenn Tschuli da hingeht.

 

Es gibt aber sicherlich noch viel mehr Motivationen ...Überlegenheitsgefühl, Verachtung nach dem Motto Kleinhund = kein richtiger Hund // allgemeine Naivität: die machen das unter sich aus // Vertuschung der Unerzogenheit des eigenen Hundes // unangebrachte Missionarstätigkeit etc.

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Ich glaube nicht, dass dich der Angler gross Gedanken gemacht hat. Auch kein Überlegenheitsgefühl oder so. Fùr ihn ist es wohl eher: 'Mein Hund ist zwar gross, aber tut ja nichts, also ist es doch gut"

 

 

Ehrlich gesagt nervt es mich zT auch eher, wenn Leute grundlos, wir kennen einander ja sogar, Zustände bekommen, weil Wega freilàuft, und ja zu ihnen kommen könnte. Was sie ja sowieso nicht macht und nicht mal gross ist.

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vor 12 Minuten schrieb cosmiz:

 

 Provoziere ich mit meinem Verhalten vielleicht einen Halter, der unter Umständen weiss, dass sein Hund tatsächlich 'nur spielen' will mit meiner Vorsicht? Macht es Halter von großen Hunden nervös, wenn ich - oder mein Hund- nervös werden? 

Reagieren Menschen mit großen Hunden womöglich ähnlich wie ihre Hunde? ( Angst spüren- erregt werden, bzw. drüber lachen?)

Den Halter des kleinen Hundes belächeln? 

Ein Gefühl von Macht verspüren?

 

Es gibt lieder immer wieder die Hlater die gerne ihre Überlegenheit und ihr Alles im Griff haben demonstrieren müssen. Ich habe die Erfahrung auch gemacht als Leon noch ein Zwerg war. Und tatsächlich, es hat etwas mit der Größe und dem Aussehen zu tun. Seit er über 70 cm hat, nehmen ihn genau diese Halter schon aus der Ferne anders wahr und rufen ihre Hunde ran.

Ein bisschen was kannst du ändern. Deine Energie. Diskussionen fallen aus. Wenn du das nächste Mal einen solchen Halter mit Hund siehst, der unangeleint ist, bittest du schon bei Sichtung, dass er seinen Hund ranruft. Du möchtest keinen Kontakt und damit hat sich`s. Das Problem ist nämlich nicht nur, dass eine gewisse Klientel von meist männlichen Hundehaltern einer kleinen Frau gerne mal so richtig zeigen möchte, wo es langgeht. Das Problem ist auch, dass sich deine Unsicherheit auf deinen Hund überträgt.

Wenn Hund und Halter sympathisch, kann man es ja dann doch evt auf einen netten Kontakt hinauslaufen lassen.

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Ich hatte auch schon den Fall, dass ein Kleinhund meine Hündin nerven (und beißen) wollte und die HH den Hund nicht zurückholte an der Flexi. Irgendwann waren auch die Leinen verwickelt... Da half nur Hundchen auf Seite schieben - was mir dann als treten ausgelegt wurde. Als Großhundebesitzer hat man dann schnell die A*schkarte, wenn sich der Hund dann mal wehrt/wehren muß.

Aber toitoitoi - Bolle kommt mit allen Hunden klar, hauptsache Hund. :)

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Man sollte generell seinen Hund nicht zu anderen angeleinten Hunden laufen lassen,egal,wie groß die Hunde sind.

Aber Erregung,Lachen und Macht verspüren?Bestimmt nicht ;) ,jedenfalls nicht bei mir,und ich kenne keine Besitzer größerer Hunde ,bei denen das so ist.

Wobei Jagdhunde u.ä. ja nur beliebig "größere" Hunde sind,und keine Riesen oder Rassen,die vielleicht tatsächlich aus einem gewissen Machtgefühl heraus angeschafft wurden.

Dein Beitrag insgesamt klingt für mich aber - bitte nicht mißverstehen - so,als wärest du tatsächlich sehr nervös und überbesorgt mit deinem Zwerg.

Was jetzt ausdrücklich NICHT heißt,daß ein größerer Hund in deinen reinbrettern darf.

Kennst du nicht Halter "gößerer" Hunde,die mit deinem ohne Leine tatsächlich mal Kontakt aufnehmen können?

Viele Hunde spielen tatsächlich sehr zart und vorsichtig mit den Kleinen - und diese sind übrigens meistens gar nicht so zerbrechlich,wie man glaubt....;)

Mir ist es übrigens schon umgekehrt passiert,daß jemand seinen Kleinsthund auf meinen relativ großen Dalmi zubrettern ließ.

Weil der Herr das gar nicht so mag,bat ich die Halter,den HUnd zurückzuhalten.

Da kriegte ich die strahlende Antwort:"Der tut nix!Echt!Sie brauchen keine Angst zu haben....":lol:

Oh Mann....

 

 

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Ich lasse Fino nicht ungefragt zu kleinen Hunden , wenn der Kontakt gewünscht ist darf er hin. Bei Naikey kämpfe ich immer gegen die Kleinsthundehalter, ich weiß das er kleine Hunde gut leiden kann ich weiß aber auch das er ein oller Tollpatsch ist der mit Vorliebe über seine eigenen Beine fliegt oder auch gern mal mit der Pfote patscht. Sind immer wieder Lustig die Diskussionen warum mein 25 Kg Kalb nicht mal ohne Leine mit einem 2,5 Kg Chi Gas geben darf, schließlich kann der sich selbst wehren.... Idioten gibt es überall um so schneller man sich damit abfindet um so entspannter lebt es sich.

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