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calor

Umstellung der Fütterung auf RFK,Trockenfleisch und - innereien mit Trockenfutter

Empfohlene Beiträge

calor   

Die Aminosäurenverteilung von Muskelfleisch und Lunge weichen unerheblich voneinander ab. 

 

Zum Ziel der Knochen-, Fleisch- und Innereiengabe: Der Hund soll beschäftigt sein, besser verdauen, mehr Geschmacksgenüsse haben und seine Zähne pflegen. Ansonsten könnte er auch Trofu bekommen. Das ist physiologisch schließlich halbwegs ausgewogen.

 

Zur bodyintelligence: gibt es seriöse Quellen dazu, ob der Hund das verschmäht womit er gut versorgt ist? 

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calor   
vor 5 Stunden schrieb Sax:

 

Gut gekaut ist halb verdaut? Du solltest dringend einschlägige Literatur zur Hundeernährung lesen, um überhaupt erstmal zu wissen, was im Verdauungstrakt des Hundes passiert. ich barfe meine Hunde, weil sie Unverträglichkeiten haben und weil ich dadurch gezwungen war, die Verantwortung dessen, was in den Napf kommt, selber zu übernehmen. Aber ich muss niemanden missionieren. Mit einem hochwertigen TroFu können Hunde sicher auch alt werden. Aber hier fehlen die absolut notwendigsten Basics.

Welche Literatur ist zu empfehlen? 

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kareki   

"Hunde richtig füttern" von Zentek. Ist aber kein BARF-Buch, denn die sind mir allesamt zu ideologisch und viele auch schlecht begründet (fehlende Quellen...).

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gast   
vor 6 Stunden schrieb calor:

Die Aminosäurenverteilung von Muskelfleisch und Lunge weichen unerheblich voneinander ab.

 

Es gibt Aminosäuren, die gut verfügbar sind und welche, die nicht zum Aufbau des Körpers genutzt werden können.

Entscheidend ist das Aminosäurenmuster.

Muskelfleisch ist hochverdaulich und sehr gut verwertbar, während Lunge sehr schlecht verwertbares Protein enthält.

Man kann etwas Lunge füttern, aber nicht in so großen Mengen.

 

Zitat

Zum Ziel der Knochen-, Fleisch- und Innereiengabe: Der Hund soll beschäftigt sein, besser verdauen, mehr Geschmacksgenüsse haben und seine Zähne pflegen. Ansonsten könnte er auch Trofu bekommen. Das ist physiologisch schließlich halbwegs ausgewogen.

 

Wenn du dich mit der Ernährung nicht beschäftigen möchtest, wäre ein hochwertiges Trockenfutter tatsächlich besser.

Dann würde ich aber kein Frolic füttern. Man muss sich nur mal die Inhaltsstoffe ansehen.

 

Zusammensetzung
Getreide (u.a. 4% Reis), pflanzliche Nebenerzeugnisse, Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (u.a. 4% frisches Geflügel), Öle und Fette (u.a. 1% Sonnenblumenöl, u.a. 0,25% Fischöl), Gemüse (4% Karotten), Mineralstoffe, pflanzliche Eiweißextrakte, Fisch und Fischnebenerzeugnisse.

 

http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundefutter_trockenfutter/frolic/433662?rrec=true

 

Mengenmäßig muss das Futter in absteigender Reihenfolge deklariert werden. Das bedeutet, dass das Futter hauptsächlich aus Getreide besteht und aus pflanzlichen Nebenerzeugnissen.

 

Die Zähne pflegen......

Dann müßtest du ein getreidefreies Futter füttern. Getreide bzw. Kohlenhydrate verändern den pH-Wert des Speichels, was Zahnstein begünstigt.

Harte Knochen können zum Splittern der Zähne führen. Sie sind also für die Zahnpflege nicht wirklich geeignet.

 

 

 

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Sax   
(bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb calor:

Welche Literatur ist zu empfehlen? 

 

Meine Grundlektüre fürs BARF:

Swanie Simon "BARF"

Dr. Natalie Dillitzer "Das Rezeptbuch für Barfer"

eine wirklich gut recherchierte Internet-Seite: http://mashanga-burhani.blogspot.de/

und ganz allgemein: Hans-Ullrich Grimm "Katzen würden Mäuse kaufen".

Nachdem ich mir wirklich viele Gedanken um meine Barfrationen gemacht habe, ausprobiert habe, was die Hunde gern fressen und vertragen, hab ich eine Rationenberechnung machen lassen. Ich lag nicht so schlecht mit meinen Berechnungen, ein paar wichtige Punkte wurden noch feinjustiert.

 

Zähne: Mit Zahnstein haben wir hier keine Probleme, die Hunde sind jetzt 4 und haben ein strahlend sauberes Gebiss auch ohne Markknochen (sie vertragen kein Rind).

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calor   
vor einer Stunde schrieb Bubuka:

 

Es gibt Aminosäuren, die gut verfügbar sind und welche, die nicht zum Aufbau des Körpers genutzt werden können.

Entscheidend ist das Aminosäurenmuster.

Muskelfleisch ist hochverdaulich und sehr gut verwertbar, während Lunge sehr schlecht verwertbares Protein enthält.

Man kann etwas Lunge füttern, aber nicht in so großen Mengen.

 

 

Wenn du dich mit der Ernährung nicht beschäftigen möchtest, wäre ein hochwertiges Trockenfutter tatsächlich besser.

Dann würde ich aber kein Frolic füttern. Man muss sich nur mal die Inhaltsstoffe ansehen.

 

Zusammensetzung
Getreide (u.a. 4% Reis), pflanzliche Nebenerzeugnisse, Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (u.a. 4% frisches Geflügel), Öle und Fette (u.a. 1% Sonnenblumenöl, u.a. 0,25% Fischöl), Gemüse (4% Karotten), Mineralstoffe, pflanzliche Eiweißextrakte, Fisch und Fischnebenerzeugnisse.

 

http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundefutter_trockenfutter/frolic/433662?rrec=true

 

Mengenmäßig muss das Futter in absteigender Reihenfolge deklariert werden. Das bedeutet, dass das Futter hauptsächlich aus Getreide besteht und aus pflanzlichen Nebenerzeugnissen.

 

Die Zähne pflegen......

Dann müßtest du ein getreidefreies Futter füttern. Getreide bzw. Kohlenhydrate verändern den pH-Wert des Speichels, was Zahnstein begünstigt.

Harte Knochen können zum Splittern der Zähne führen. Sie sind also für die Zahnpflege nicht wirklich geeignet.

 

 

 

1. Fällt roher Kalbsknochen in die Kategorie " weicher Knochen"?

 

2. Von der mineralischen Substanz frisst er fasst nichts, da er sie ausspuckt. Er nagt Fett und Fleisch ab, dann die Gelenkknorpel und manchmal dringt er bis zum Mark vor und leckt es aus. Würde sich zu viel mineralische Substanz NICHT in Form von Knochenkot zeigen?

3. Leidet nicht die Energieversorgung unter Kohlenhydratfreiheit bei einem sehr aktiven Hund?

 

4. Was ist ein Aminosäuremuster? Worin unterscheidet sich dieses von der Aminosäureerteilung? 

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Sax   
vor 1 Stunde schrieb calor:

1. Fällt roher Kalbsknochen in die Kategorie " weicher Knochen"?

 

Für mich nur Kalbsbrustbein. Weiche Knochen gibt's beim Geflügel, Kaninchen, Wild.

 

vor 1 Stunde schrieb calor:

 

2. Von der mineralischen Substanz frisst er fasst nichts, da er sie ausspuckt. Er nagt Fett und Fleisch ab, dann die Gelenkknorpel und manchmal dringt er bis zum Mark vor und leckt es aus. Würde sich zu viel mineralische Substanz NICHT in Form von Knochenkot zeigen?

 

Die Verträglichkeit von Knochen kann bei Hunden ganz unterschiedlich sein. Wo einer schon Probleme bekommt, merkt man beim anderen noch nichts. Den Versorgungsstand allein an der Kotbeschaffenheit festzumachen, halte ich für fahrlässig. Man muss sich einmal den Calziumbedarf des Hundes berechnen. Anhand einer Kalziumtabelle, aus der man entnehmen kann, wieviel Calzium in den einzelnen RFK enthalten sind, kann man dann ausrechnen, dass der Hund seinen Tagesbedarf z.B. mit 55g Hühnerhälsen oder 75g Hühnerflügeln oder 65g Putenhals deckt. Wenn der Hund langsam an eine Knochenfütterung gewöhnt wurde und das auch verträgt, kann man dann zumindest sicher sein, bedarfsgerecht gefüttert zu haben.

Bedarfsgerecht füttern heißt für mich: Der Hund kriegt in den Napf, was er braucht. Das muss dann aber so beschaffen sein, dass er es frisst und auch verträgt. Wenn mein Hund z.B. also keine Knochen verträgt, muss ich mir Gedanken machen, wie er sonst das nötige Kalzium und die nötigen Mineralien bekommt... Wenn er von meiner berechneten Menge die Hälfte wieder ausscheidet, weil die verfütterte Knochensubstanz zu hart und unverdaulich ist, erleidet er perspektivisch einen Mangel ...

 

vor 1 Stunde schrieb calor:

3. Leidet nicht die Energieversorgung unter Kohlenhydratfreiheit bei einem sehr aktiven Hund?

 

Als Energielieferanten kommen beim Hund Kohlenhydrate oder Fett in Frage. Nur weil ein Hund aber Kohlenhydrate verträgt, ist es nicht unbedingt sinnvoll, ihm viel davon zu geben. Kohlenhydrate haben, mengenmäßig gesehen, weniger Energie als Fett. Will man also eher etwas mehr Menge füttern, gibt's halt z.B ne Kartoffel. Ist das ein Hund, der eher kleinere Portionen will, nimmt man Fett. Grundsätzlich sollte der Muskelfleischanteil mindestens 15% Fett enthalten, braucht Hund mehr Energie, dann bis 25%. Kann man aber alles an vielen Stellen nachlesen, wenn man sich mit dem Thema mal befasst.

 

 

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gast   
vor 1 Stunde schrieb calor:

1. Fällt roher Kalbsknochen in die Kategorie " weicher Knochen"?

 

2. Von der mineralischen Substanz frisst er fasst nichts, da er sie ausspuckt. Er nagt Fett und Fleisch ab, dann die Gelenkknorpel und manchmal dringt er bis zum Mark vor und leckt es aus. Würde sich zu viel mineralische Substanz NICHT in Form von Knochenkot zeigen?

3. Leidet nicht die Energieversorgung unter Kohlenhydratfreiheit bei einem sehr aktiven Hund?

 

4. Was ist ein Aminosäuremuster? Worin unterscheidet sich dieses von der Aminosäureerteilung? 

 

1. Kalbsknochen sind weiche Knochen, allerdings nicht die tragenden Knochen wie z. B. Wirbelsäule und Beine.

Weich sind Rippen und Brustbein.

2. Knorpel enthält nicht ausreichend Calcium. Wieviel Calcium das Mark hat, weiß ich nicht. Da müßtest du mal nach Tabellen suchen.

3. Ein Hund braucht keine Kohlenhydrate. Er bezieht seine Energie aus dem Fett des Beutetiers. Fett kann er sehr effektiv für die Energiegewinnung nutzen.

4. Zum Lesen:

"Damit eine Körperproteinsynthese stattfinden kann, d.h. die Aminosäuren tatsächlich als Bausteine für den Zellstoffwechsel verwendet werden können, müssen alle 8 essentiellen Aminosäuren gleichzeitig und exakt gemäß der Zusammensetzung des spezifischen Aminosäurenmusters des Organismus vorhanden sein."

 

https://www.drreinwald.de/dr-reinwald-vital/ernaehrungswissen/das-menschliche-aminosaeuremuster.html

 

 

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calor   
(bearbeitet)
vor 4 Stunden schrieb Bubuka:

 

"Damit eine Körperproteinsynthese stattfinden kann, d.h. die Aminosäuren tatsächlich als Bausteine für den Zellstoffwechsel verwendet werden können, müssen alle 8 essentiellen Aminosäuren gleichzeitig und exakt gemäß der Zusammensetzung des spezifischen Aminosäurenmusters des Organismus vorhanden sein."

 

https://www.drreinwald.de/dr-reinwald-vital/ernaehrungswissen/das-menschliche-aminosaeuremuster.html

 

 

Besten Dank für die anderen Infos. Das Zitat muss ich leider kritisieren. Es wird nur ein Bruchteil der Proteine in Form der essentiellen Aminosäuren in dieser Form für die Herstellung von Körperprotein verwendet. Der größte Teil wird verbrannt und selbst aus anderen synthetisiert. Mit Aminosäuremuster ist genau das gleiche wie mit Aminosäureverteilung gemeint und hier variieren die verschiedenen Gewebe des Körpers hinsichtlich ihrer Proteinmuster bzw. Verteilung nicht sehr wesentlich. Die Lunge beispielsweise weicht nicht sehr wesentlich vom Muskelfleisch ab, was nicht bedeutet, dass die Verdauung wesentlich länger dauern kann. Selbst Vögel weißen keine großen Unterschiede auf. Lediglich pflanzliche Proteine haben eine völlig andere Zusammensetzung z.B. wenig Tryptophan was neurologische und psychologische Folgen haben kann.

Zur Verdauungstrakt: In Zeiten grassierenden Hundefettleibigkeit dürfte eine langsame Verdauung doch nur vorteilhaft sein. Mein Hund bekommt tagsüber seine Frolic als Leckerlie und aus sozialen Gründen wenn wir essen und am frühen Abend nachdem er ausgeliefert ist langsamer zu Verdauendes. Danach gehts nur nicht mehr zum toben raus, sondern auch draussen nur geruhsam zu.

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kareki   

Alleine die Aussage, dass ein Hund keine KH braucht, weil Fett des Beutetieres genügen würde, ist ideologisch verblendet. Es gibt einige, gar nicht so wenige Hunde, die dieses Dogma Lügen strafen.

 

So sind einige gebarfte Hunde notorisch zu dünn, selbst wenn die Fetthöhe angepasst wird. Irgendwann leidet die Verträglichkeit. Es ist gar gruselig, wenn man die Unterhaltungen in Barfgruppen liest (gepaart mit Aussagen, wochenlange Durchfälle seien "Entgiftungen").

 

Mittlerweile ist ja zumindest ein 10%iger KH-Anteil geduldet, auch wenn das lächerlich gering ist, damit nicht zu viele BARF den Rücken kehren.

KH sind eben nicht nur Energielieferanten, in den Quellen stecken noch jede Menge anderer Nährstoffe.

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