Lujana

Wann ist genug?

14 Beiträge in diesem Thema

Hey ihr lieben, brauche mal wieder professionelle Einschätzung.

Ranjana und ich begegnen beim Laufen oft Lasko, einem 6jährigen Bordercollie-mix mit viel Energie. Die beiden dürfen dann zusammen spielen und tun das auch sofort. 

Lasko ist natürlich einiges grösser und stärker, und auch wenn er wirklich immer freundlich bleibt, knuddelt er Ranjana schon manchmal sehr feste. Nach ner Weile müssen wir die zwei immer trennen, weils mir dann doch etwas zu wild wird für mein Hundekind, auch wenn sie nicht jault oder sowas.... 

was sind für euch Anzeichen, ab wann ihr das Spiel zwischen zwei unterschiedlichen Hunden zugunsten des Schwächeren unterbrecht öde gar stoppt? 

 

Bis jetzt habe ich eingegriffen, wenn Ranjana längere Zeit nur noch "unten" war, wenn sie öfters die Schnauze leckte oder anders oft beschwichtigte, wenn sie bei einer Pause zu mir gerannt kam und logischerweise bei Rute einklemmen oder Anden Angstzeichen. 

 

Was denkt ihr? 

 

Liebe Grüsse 

Maria

bearbeitet von Lujana

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Klingt der Beschreibung nach für mich nach einem Hund, den ich eher meiden würde, oder nur kurz guten Tag und getrennt weiter gehen. Wenn Spiel mit unten liegen oder eingeklemmter Rute endet, ist es für mich kein passendes Spiel. Passendes Spiel endet für mich mit zwei zufrieden im Gras liegenden Hunden oder entspanntem Schnüffeln gehen oder so. 

 

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Huhu liebe Maria,

 

 

ich schaue immer, ob das Spiel auf Gegenseitigkeit beruht, und beide Parteien Spaß haben.

Wechseln die Rollenverteilungen regelmäßig? (einer ist der Hase, einer der Jäger, und umgekehrt)

Wechseln die Positionen regelmäßig? (einer liegt unten, einer oben, und umgekehrt)

Lässt der Hund in der "stärkeren Position" (also der, der oben ist, bzw der, der der Jäger ist) dem "schwächeren" eine Chance, zu gehen? (festtackern auf dem Boden, festhalten mit den Zähnen oder Pfoten usw ist eben keine Chance)

Geht der Hund, der in der "schwächeren Position" ist, wieder auf den "stärkeren" Hund zu und fordert erneut zu einem Spiel auf, oder bleibt er weg?

Wie ist insgesamt die Körpersprache? Vorderkörpertiefstellung von beiden? Beschwichtigen und ggf mit gekniffener Rute weglaufen? An den Besitzern bremsen und in der Nähe stehen bleiben? Verkriechen?

 

 

Wenn Du das Gefühl hast, es ist für Deine Kleine zu viel, ist es für Deine Kleine zu viel. Vertrau da auf Dein Bauchgefühl und schütze sie lieber vor grobem, übergriffigem Spiel. 

Mein Merksatz ist immer: Spiel ist, wenn BEIDE (/alle) Spaß haben.

 

Ich mische mich in "Spiel" ein, wenn ich sehe, der andere "darf" nicht gehen (dann unterbreche ich nur die Situation, sodass der andere weg kann; bietet er ein neues Spiel daraufhin an, lasse ich es weiter laufen, unterbricht er dankbar das Spiel und möchte was anderes tun, unterbinde ich es komplett).

Ebenso, wenn der andere eigentlich aufhören möchte und keine Spielmimik oder Gestik mehr zeigt (zb indem er einfriert, nur noch abwehrt, usw).

Ein "Spiel" mit (übertriebenem) Rollen unterbreche ich sofort ("rolling" bezeichnet, dass der eine Hund mit Anlauf den anderen im Lauf von den Beinen holt und über den Boden kugelt, sodass dieser sich überschlägt... es sieht manchmal wie wildes Spiel und Toben aus, ist es aber nicht). Diese Art "Spiel" lasse ich nur unter sehr vertrauten Hunden zu (die im gleichen Haushalt leben oder sich mehrmals die Woche sehen zb), und auch dann habe ich da ein Auge drauf. "Rollen" geht GAR nicht.

 

 

Wenn ein "Spiel" immer so endet, dass einer mit eingeklemmter Rute unten liegt, würde ich den Kontakt gar nicht zu lassen, oder nur sehr kurz. Ein "Hallo Spiel" und dann weitergehen, bevor es unlustig für den "schwächeren" wird.

 

Im Spiel darf es keinen "Schwächeren" geben, ein richtiges Spiel ist immer ausgewogen/gleichberechtigt. Zumeist macht der körperlich überlegene Hund langsam, sowohl beim Gejagt werden, als auch beim Jagen. Er zieht auch nicht mit aller Kraft an der Beute (so eine im Spiel ist) und beißt auch nicht (absichtlich/oft) so feste, dass der andere Quieken muss.

bearbeitet von Ann
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Im Wachstum würde ich den Knochen meines Hundekindes sowas nicht zumuten. Zu schnell ist was abgesplittert und die Folgen sind weitreichend. 

 

 

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Spiel ist immer gleichberechtigt. Wenn sich das Gleichgewicht verschiebt, der eine öfter unten liegt dann reicht es. Empfindet Ranja das denn überhaupt als Spiel? Ist sie auch mal derjenige der den anderen jagt? Oder ist sie nur der Hund der reagiert?

Wenn sie schon die Rute einklemmt und zu dir kommt finde ich es schon etwas spät...

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Eigentlich immer dann unterbrechen, wenn sich das Bauchgefühl meldet.

 

Jetzt müsste man sehen, ob das zwischen den beiden Spiel ist; oder nur ein "Spiel" wo nur einer seinen Spaß hat und der andere nur untergebuttert wird.

 

Sieh genau hin. Vielleicht machst du mit deinem Handy ein Slow Mo Video (hat mir sehr geholfen um zu sehen, was da eigentlich alles passiert) und sieh es dir Zuhause an.

Vielleicht entdeckst du schon früher Anzeichen, ab wann es deinem Hund reicht :)

 

Auf jeden Fall Daumen hoch, dass du unterbrichst  :)

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vor einer Stunde schrieb Ann:

Im Spiel darf es keinen "Schwächeren" geben, ein richtiges Spiel ist immer ausgewogen/gleichberechtigt. Zumeist macht der körperlich überlegene Hund langsam, sowohl beim Gejagt werden, als auch beim Jagen. Er zieht auch nicht mit aller Kraft an der Beute (so eine im Spiel ist) und beißt auch nicht (absichtlich/oft) so feste, dass der andere Quieken muss.

Hab' ich neulich auch erfreulicherweise festgestellt. Sie ist zwar schon deutlich größer als der Mops (der selber nicht mit kleinen Hunden spielt) und einem wilden Spiel nicht abgeneigt, aber dieses "Vorsichtig", das ich da geflüstert hatte, hätte ich mir echt sparen können. Sie hat sogar die Hinterbeine nicht ausgestreckt, um beim Vorderbeinrangeln auf gleicher Schulterhöhe zu bleiben und war dem Mopsspiel angepaßt wild.

bearbeitet von gebemeinensenfdazu

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Bolle ist tagsüber auf dem Hof mit einem Hund zusammen (etwas gleich groß). Im Normalfall toben die beiden wie 2 Jungrüden über den Hof und ruhen und fressen auch zusammen. Aber manchmal kippen die Raufereien und Bolle sieht unglücklich aus und möchte gerne weg. Dann trennen wir und ermahnen den anderen Hund. Der steigert sich je nach Frustgrad in den Kampf - eine Zurechtweisung hilft aber. Umgekehrt genauso - wenn Bolle zu blöd wird gibt es auch einen Rüffel von uns.

Die beiden müssen miteinander klar kommen - der andere Hund gehört zum Hof und Bolle ist nur Gast. Zu 95% klappt das auch. Wir greifen natürlich nicht bei jeder Kleinigkeit ein - die Hunde müssen immer noch einen entspannten Gesamteindruck machen. Den Blick dafür muss man aber auch lernen, glaube ich. Manches sieht schlimmer aus als es ist. Eingeklemmte Ruten sollte es dabei auch nicht geben, ist aber schon vorgekommen.

 

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Ich denke den körperlichen Faktor sollte man aber hier beachten. 2 Jungrüden, gleich groß, sind sich ebenbürtig. Da ist dann auch ma eine kur eingeklemmte Rute nicht schlimm. Ein Welpe/Junghund (wie alt ist die Kleine überhaupt?) und ein erwachsener, deutlich größerer Hund,  ist noch mal etwas anderes. Da wäre ich wesentlich vorsichtiger. 

 

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Die sind weder gleich alt, noch gleich groß, noch gleich stark ... ;) und zwei Rüden sind es auch nicht. 

 

Oder ich habe alles falsch verstanden :D 

 

(bezog sich auf Lexx)

bearbeitet von Cartolina
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