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Dein Hundeforum  Der Hund
Miss_Paran0ia

Was tun wenn der Hund zuhause stirbt?

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Blue2002   

Hallo Cat,

ich finde es gut, dass Du Dir vorab Gedanken machst - man weiß, dass die gemeinsame Zeit begrenzt ist, aber man verdrängt es gerne.
Bei meinem Gismo (er war alt und krank) habe ich damals alles im Vorfeld mit meinem Tierarzt besprochen und auch, dass er zu mir nach Hause kommt wenn es soweit ist. Ich hatte auch das Bestattungsunternehmen vorab ausgesucht, welches damals noch mit antares Tierbestattungen in Wien zusammen gearbeitet hat. Gismo wurde dann zu Hause in der Steiermark abgeholt, nach Wien gebracht, dort kremiert und die Asche wurde mir persönlich wieder nach Hause geliefert. Auch war es überhaupt kein Problem, dass ich zum Zeitpunkt der Abholung noch keine Urne hatte und vom Unternehmen auch keine "von der Stange" kaufen wollte.

Meine geliebte Kira ist im November letzten Jahres unerwartet nach einem Krampfanfall zu Hause verstorben. Es ging alles so schnell - es wäre keine Hilfe mehr möglich gewesen. Sie war bis zu diesem Zeitpunkt auch fit für ihr Alter und ich war eigentlich der Überzeugung, dass wir noch einige Zeit gemeinsam verbringen. Ich war total unter Schock, aber man funktioniert in diesem Moment einfach nur. Ich habe mich eine Stunde nach ihrem Tod hingesetzt und die Urne ausgesucht und bestellt, dann habe ich den Ordner mit den Unterlagen geholt und am nächsten Morgen das Bestattungsunternehmen kontaktiert. Allerdings wußte ich leider nicht, dass diese nicht mehr mit antares zusammenarbeiten. Das habe ich erst bei der Abholung von Kira erfahren, wo ich dann die Option hatte, dass mir die Asche entweder per Post geschickt wird oder ich sie im Krematorium selbst abholen müsse. Ich habe mich natürlich für die Selbstabholung entschieden, aber dies würde ich niemals mehr selbst machen, außer ich hätte jemanden, der mich fährt. Wie ich die Strecke nach Hause geschafft habe, weiß ich nicht mehr.

Was ich sagen möchte: Besprich das Thema mit Deinem Tierarzt und klär ab, ob er zu Dir nach Hause kommt wenn es soweit ist. Die wenigsten Tierärzte lehnen das ab. Erkundige Dich im Vorfeld bei den Bestattungsunternehmen - in Wien und Umgebung gibt es ja einige. Gerade in Wien bieten die meisten einen 24-Stunden Service an und holen das Tier zu Hause ab. Möchtest Du die Asche zu Hause aufbewahren oder in einem Kolumbarium, welches von einigen Unternehmen angeboten wird. Möchtest Du eine individuelle Urne haben, oder legst Du eher weniger Wert darauf. Und natürlich sind die Kostenunterschiede von Unternehmen zu Unternehmen auch teilweise enorm. Und wie schon geschrieben, ist eine Kremierung auch nicht gerade günstig.
Ich habe mir zur Sicherheit auch immer aufgeschrieben, wer Wochenend-Notdienst hat. Es hätte theoretisch ja auch passieren können, dass mein Tierarzt gerade zu dem Zeitpunkt telefonisch nicht erreichbar ist.


 

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Nadja1   

Meine Tiere lasse ich vom 'Rosengarten' abholen. Die sind sehr bemüht,

vertrauenswürdig und in D (fast) flächendeckend erreichbar.

Hier kann man selbst begleiten, aber auch eine würdige Bestattung ohne

Anwesenheit veranlassen.

Für Österreich gibt es ähnliches, wenn Du mal `Tierbestattung Österreich'

eingibst, kommt eine Menge Info-Material.

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Nebelfrei   

Was ich auch noch sagen möchte, es ist kein Zeichen von mangelnder Fürsorge, wenn man Tier nicht beerdigt oder kremiert.

Wir haben das nie gemacht und ich bin froh darüber. Die Erinnerung an ein Tier lebt für mich in Bildern, Geschichten oder Orten, wo man mit ihm war.

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Antrina   
(bearbeitet)
vor 15 Minuten schrieb Nebelfrei:

Was ich auch noch sagen möchte, es ist kein Zeichen von mangelnder Fürsorge, wenn man Tier nicht beerdigt oder kremiert.

Wir haben das nie gemacht und ich bin froh darüber. Die Erinnerung an ein Tier lebt für mich in Bildern, Geschichten oder Orten, wo man mit ihm war.

 

 

Ich habe das auch nicht gemacht, aus Kostengründen. Mein Hund ist ja sehr plötzlich und noch jung (8 Jahre) eingeschläfert worden. Noch dazu während ich im KRankengeld war und der Umzug vor der Tür steht. Die Tierarztkosten waren schon sehr hoch, so war das dann einfach "nicht drin".

Ein Hund dieser Größe ist auch nicht so leicht zu vergraben (im Winter) und hier ist Wasserschutzgebiet und das deshalb auch nicht erlaubt.

Wichtig ist aber sich Erinnerungsstücke zu behalten. Fotos, Videos, das Halsband oder ein wenig Fell. Ich hab sein Lieblingsspielzeug und behalte das in Ehren..

 

Besagte Freundin hat die Asche übrigens in ihrem Lieblingspark verstreut, damit sie einen Ort hat zu dem sie hingehen kann. Ob das erlaubt ist war ihr herzlich egal ;)

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Nadja1   
vor 11 Minuten schrieb Nebelfrei:

Was ich auch noch sagen möchte, es ist kein Zeichen von mangelnder Fürsorge, wenn man Tier nicht beerdigt oder kremiert.

Wir haben das nie gemacht und ich bin froh darüber. Die Erinnerung an ein Tier lebt für mich in Bildern, Geschichten oder Orten, wo man mit ihm war.

 

Von der Sache her hast Du recht, aber es muss jeder selbst verantworten, wie

er "diese Art von sog. Beerdigung" bewältigt und wegsteckt.

Für mich ist es ein Unterschied, ob mein geliebtes Tier im Hof des TA zunächst

in der Tonne bei all den anderen Tieren landet und als Seife endet, oder ob ich

ihn ein würdige Bestattung ermögliche. Das ist doch der eigentliche Punkt, den

mit mir viele andere über eine "würdige Bestattung" bewältigen und eben nicht

den Weg des geringsten Widerstands gehen. Der Trend geht eindeutig über

die normale Bestattung, sonst gäbe es diese nicht.

*ChaPeau* vor allen, die ihr Tier über den Tod hinaus begleiten und in Ehren

bewahren.

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Flusentrude   
vor 39 Minuten schrieb Nebelfrei:

Die Erinnerung an ein Tier lebt für mich in Bildern, Geschichten oder Orten, wo man mit ihm war.

Für mich ist das auch so.

Der tote Körper ist nicht mehr mein Tier.

Das Flusentrudchen hätte ich auch im Garten begraben können oder auf der Wiese am Stall - aber der Boden war gefroren,und ich hätte es nicht geschafft,den Körper irgenwo "zwischenzulagern".

Ich kenn das ja aber auch von den Pferden - ich bleibe immer dabei bis zum Schluß - aber mehr geht nicht.

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Antrina   
(bearbeitet)
vor 27 Minuten schrieb Nadja1:

in der Tonne bei all den anderen Tieren landet und als Seife endet,

 

Haustiere gelten in den sog. Tierkörperverwertungsanlagen als Kategorie 1 und dürfen nicht weiterverarbeitet werden. Das heißt der Hund wird verbrannt und endet nicht als "Seife".

Natürlich ist es für den ein oder anderen doch ein Unterschied wie das abläuft. Für mich war mein Hund in dem Moment nicht mehr "da" als er tot war. Aber jeder hat einen anderen Umgang mit dem Tod und Abschied, wshalb es gut ist, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt.

Aber kein Hund endet als Seife, wenn man ihn beim Tierarzt lässt..das hat nichts mehr mit "Verantwortung" gegenüber seinem Hund zu tun..

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Flusentrude   
vor 21 Minuten schrieb Nadja1:

Das ist doch der eigentliche Punkt, den

mit mir viele andere über eine "würdige Bestattung" bewältigen und eben nicht

den Weg des geringsten Widerstands gehen.

Das hat nichts mit dem Weg des geringsten Widerstands zu tun

Jeder Mensch tickt da anders.

Ich persönlich möchte auch für mich,wenn ich tot bin,nicht unbedingt ein Grab.

Es reicht mir,wenn wenigstens die engsten Freunde/Familie ab und zu an mich denken.

Meine Tiere sind in meinem Herzen.Das reicht.

Ich mag auch in der ersten  Zeit danach weder Erinnerungsstücke noch Fotos anschauen.

 

 

 

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Nebelfrei   
vor 31 Minuten schrieb Nadja1:

....den mit mir viele andere über eine "würdige Bestattung" bewältigen und eben nicht

den Weg des geringsten Widerstands gehen.

 

Nein, die Würde ist in den Gedanken, nicht in Zeremonien!

 

Ich wollte das nur sagen, weil bei dem Thread, von aussen gelesen, das Gefühl bekommen könnte, man 'sei es dem Tier schuldig'. Nein, ist man nicht, im Leben ist man ihm Hege und Pflege schuldig, nicht im Tod. 

Wenn einem eine Zeremonie selbst gut tut, soll man sie machen, für sich selbst.

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DerOlleHansen   
vor 38 Minuten schrieb Flusentrude:

Für mich ist das auch so.

Der tote Körper ist nicht mehr mein Tier. ...

 

Damit habe ich mich auch getröstet, denn mehr ging finanziell auch nicht. Die Klinik, in die ich wegen Samstag gehen musste, hat den 5-fachen (!!!) Preis von der Gebühr meines Tieraztes (der sowieso im Urlaub war) genommen.

 

Ich bin sofort nach dem Einschläfern sehr "in mich" gegangen und habe nichts mehr gespürt. Normalerweilse fühle ich dann, wie ich mich verhalten sollte bzw. was ich nicht tun sollte. Das habe ich als Zeichen meines Hundes gedeutet, als würde er sagen: "Ich bin dann mal weg, mach dir keine Sorgen mehr."

Klar ... total gefühlsduselig vermenschlicht ... aber wenn's hilft? ;)

 

Eine Erinnerung habe ich in meiner Signatur und ich habe ein digitales Bilderalbum angelegt:

  • für Nutzer von Google+ hier
  • für Nutzer von Fatzebuck hier

Wer es erträgt, kann dazu diese Musik laufen lassen.

Da ich Faltbootfahrer bin, habe ich quasi eine Todesanzeige im entsprechenden Forum gepostet, in dem mein Hund durch etliche Fotos (meist unbekannterweise) sehr beliebt war. Das Internet vergisst ja (in diesem Fall zum Glück) nichts, denn ich habe grad den Thread dort nochmal nachgelesen und war wieder sehr gerührt von den lieben Antworten. Das hat mir sehr geholfen und tröstet mich noch heute.

 

Also, wenn's so weit ist, nicht verkriechen, sondern sich mitteilen - der Trost der Anderen hilft. Und mir hat es - wie bereits weiter oben geschrieben - auch geholfen, dass ich mir immer wieder vergegenwärtigt habe, dass dieses Hundeleben nach viel zu kurzer Zeit ein Ende nehmen wird.

Nein, die Zeit heilt keine Wunden, aber sie schmerzen irgendwann nicht mehr so unerträglich.

Und - anders geht es nicht; der Tod gehört zum Leben.

 

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