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Dein Hundeforum  Der Hund
MightyLucky

Hund eingeschläfert. Brauche Rat und Meinung.

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Gusar   

Dir ist das passiert, was einige von uns schon hinter uns haben und fast alle vor uns: Die Entscheidung ein Tier töten zu lassen.:( Es ist das Schlimmst in einem Tierhalterleben. Fast gottähnlich über Leben und Tod entscheiden zu müssen. Du hast bestimmt im Sinne deines Hundes entschieden. Mach dir keine Vorwürfe, sondern trauere um ihn und lass dich von uns virtuell in den Arm nehmen.

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DerOlleHansen   
vor 1 Minute schrieb Gusar:

Fast gottähnlich über Leben und Tod entscheiden zu müssen.

 

Ja, das war ein entsetzlicher Moment!

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MightyLucky   

Danke für das ganze Mitgefühl. Ich konnte gestern mit der Assistentin der Tierärztin telefonieren. Sie erklärte mir nochmal alles im Detail. Sie kannte den Hund seit dem ersten Tag.

Letzte Woche bekam er seine erste Spritze gegen die Schmerzen. Da wehrte er sich noch und wollte nicht angefasst werden. Sie sagte, an dem Tag kämpfte er noch.

Als er dann am Dienstag seine zweite Spritze bekam, konnte sie ihn das erste mal in den 15 Jahren anfassen. Er wehrte sich nicht mehr. Das war das Zeichen, dass er nicht mehr kämpfen konnte/wollte. Er stellte auch das fressen ein und konnte aufgrund seiner Lähmung nicht mehr richtig laufen und hatte Schmerzen. Das alles erzählte sie mir unter Tränen. Das hat mich wirklich extrem gerührt. Ich kann jetzt nicht anders als zu glauben, dass es die richtige Entscheidung war, auch wenn es mir extrem schwer fällt. Da muss ich aufhören egoistisch zu denken. Es geht um ihn und nicht um mich.

Dennoch werde ich es nie verstehen können, wie so etwa schrecklichen ohne jeglichen Anzeichen von heute auf morgen passieren kann.

 

Immerhin weiß ich, dass er sich gefreut hat, mich ein letztes mal zu sehen und in meinen Armen einzuschlafen.

 

Danke euch allen für die lieben Worte:wub:

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gast   

Ich bin ehrlich erleichtert das zu lesen. So etwas kann einem zumindest ein beruhigendes Gefühl geben und ich bin froh, dass du mit deiner Entscheidung nun zur Ruhe kommen und deinen Hund betrauern kannst ohne dich fragen zu müssen, ob es nun die richtige Entscheidung war.

 

Fühl dich unbekannterweise herzlich umarmt. Trotz dieser fiesen Zeit wünsche ich Dir ein schönes Wochenende :knutsch

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Aurela   

Hallo,

Es tut mir sehr leid um dein Tierchen. Ich verstehe, wie man sich da fühlt und weinen muß. Für die Tierärzte ist es auch oft schwer, aber sie haben keine andere Wahl. Habe damals meinen Tierarzt unter Tränen geschworen, daß ich keinen Hund mehr haben will und seine Antwort war: ach, da sagen alle !. 3 Monate später hatte ich wieder einen kleinen Frechdachs. An Scherben darf man sich nicht zu lange festhalten, sie tun irgendwann weh. Und wie sagte schon der Graf von Unheilig: der Tod bringt einem die Erinnerung zurück. Man kann in solch einer Situation im Grunde keinen wirklichen Tipp geben, weil jeder anders mit Trauer und Verlust umgeht. Doch immer sollten wir uns bewusst sein, daß der Tod zum Leben gehört.

Wünsche Dir gesegnete Osterfeiertage.

LG, Aurela

 

 

 

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DerOlleHansen   
vor 4 Stunden schrieb MightyLucky:

Da muss ich aufhören egoistisch zu denken. Es geht um ihn und nicht um mich.

Dennoch werde ich es nie verstehen können, wie so etwa schrecklichen ohne jeglichen Anzeichen von heute auf morgen passieren kann.

 

Jein ...

Natürlich denkt Mensch an seinen Schmerz, an seinen Verlust ... Das ist ja nicht anders, wenn wir wissen, dass ein lieber Mensch sterben wird. Diese Reaktion ist aber auch (überlebens)wichtig, denn darin zeigt sich die Suche nach einer Lösung: Wie kann ich mit diesem Verlust und diesem Schmerz trotzdem weiterleben?

 

Und es geht auch um dich, gerade jetzt, denn dein Hund hat sein Leben jetzt hinter sich. Du musst jetzt die Situation überwinden. Achte auf dich, lass deinen Gefühlen Raum und falls du recht bald wieder einen Hund möchtest, lass dich nicht davon beeinflussen, man könne doch nach so kurzer Zeit nicht ... oder welche Gedanken dir dann in den Sinn kommen oder von Andern aufgedrängt werden. Aber wenn du einen neuen Hund suchst, dann ist es tatsächlich wichtig, nicht egoistisch zu denken, sondern die Bedürfnisse des neuen Hundes in den Vordergrund zu stellen. (Das habe ich einst falsch gemacht, auch wenn ich mich ein wenig hinter "falscher Beratung" im Tierheim "verstecken" kann.

Ich hatte es nur mit Mühe geschafft, 1 Woche ohne Hund zu bleiben.

 

"Von heute auf morgen" ist es natürlich nicht passiert, aber Hunde sind Weltmeister darin, Schwächen und Schmerzen zu verstecken - denn das sichert ihr Überleben. Ein Mensch hätte eventuell schon gesagt, wo es schmerzt, was plötzlich schwer fällt - ein Hund "beißt die Zähne zusammen" und möchte am liebsten, dass es bloß keiner merkt ...

Der Anfang von Krebsgeschwüren ist ja oft unauffällig. Hast du nicht auch schon von Menschen gehört, bei denen durch eine Routine-Untersuchung festgestellt wurde, dass sie nur noch eine kurze Zeit zu leben haben? Diese Menschen hatten auch keine Symptome oder Anzeichen (selbst Laborwerte liefern oft "schwammige" Ergebnisse: es könnte dieses sein, es könnte jenes sein, oder ist es doch gar nichts?) und doch sind sie bereits lange dem Tode geweiht.

Stell es dir so vor: Die Tumorzellen "umzingeln" gut "getarnt" wichtige Organe, ohne dabei bemerkt zu werden, denn sie drücken auf keine Nerven und schränken keine Funktionen ein. Und dann, ganz plötzlich, wie auf ein geheimes Kommando, fangen sie an, sich zu vermehren und es sind doppelt so viele, 4x so viele, 16 mal so viele ... Plötzlich steht der Körper einer Übermacht gegenüber, bei der jeder Widerstand zwecklos ist.

Das ist das Heimtückische an solchen Krankheiten.

 

Ich wünsche dir für die nächste, schwere Zeit viel Kraft und Trost durch deine dir nahen Menschen und auch Tiere.

Lasse auch Musik zu, wenn sie dir hilft. Ich möchte dir ein Lied von Reinhard Mey mit auf den Weg geben:

 

Die Zeit des Gauklers ist vorbei, verklungen Sang, Schnurrpfeiferei,
Verstummt die Laute, die der Musikant noch in den Händen hält,
Der Tisch verwaist, die Gläser leer, das Fest ist aus. Es bleibt nichts mehr,
Als abzugeh‘n, man sagt: Der Narr ist traurig, wenn der Vorhang fällt.

Und das Fest, das wir endlos wähnen, hat doch wie alles seinen Schluß.
Nun, keine Worte und keine Tränen, alles kommt, wie‘s kommen muß.

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DerOlleHansen   
vor einer Stunde schrieb Aurela:

der Tod bringt einem die Erinnerung zurück

 

Ich habe ein Bilderalbum angelegt, das ich inzwischen auch gerne ab und zu ansehen kann.

Jetzt wärmen diese Erinnerungen mein Herz, wenn es mich zwischendurch fröstelt ...

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Aeby1   

Auch von mir mein Beileid:mellow:

 

 

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Aurela   
vor 46 Minuten schrieb DerOlleHansen:

Jetzt wärmen diese Erinnerungen mein Herz, wenn es mich zwischendurch fröstelt ...

 

In den Bildern bleibt die Erinnerung ewig bestehen.

Trauer oder Freude ... nur Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.

LG, Aurela

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Ravi   

Guten Morgen!

Mein volles Mitgefühl! Ich kann Deine Fragen und Überledungen voll nachvollziehen. Doch, aus meiner Erfahrung, es wird  nichts mehr so sein, wie es war. Ich wünsche Dir viel Kraft! Deinem Hund ein R.I.P. Lass es mich einfach mals so schreiben: Am Ende des Regenbogens werdet Ihr Euch wiedersehen.

Wie man mit Trauer umgeht, ist unterschiedlich.

Ich tue mich sehr, sehr schwer. Denke immer an die Abläufe, was wurde übersehen, war alles zu obeflächlich, habe wir alles berücksichtigt?

Ich habe einige Hunde-Engelchen.

Weil ich einfach über den Tod der Hunde nicht hinwegkomme, stehe ich mit ihnen in Tierkommunikation.

Mal scheint es mir real, weil es passst. Dann kommen wieder die Zweifel, und falle ich  wieder in ein tiefes Loch.

Hasso und Cora waren unsere ersten Hunde, Dobermänner

Cora starb an DCM am 16.02.2006 - die TÄ Dr.med,vet stellte eine Fehldiagnose. Das Sterben von Cora sitzt tief in mir. Das Liebste, das ich hatte erstickte durch die Fehldiagnose in unserem Beisein. Es hat mein Leben verändert, hat mich verändert.

Während sie starb, hatte sie sich von vielen Dingen verabschiedet. Schon vier Wochen vorher musste sie geahnt haben, dass sie da nicht mehr hinkommt.

Das kannn ich auch näher beschreiben, wenn Interesse besteht.

Hasso trauerte sehr. Er starb  genau  - tag- und zeitgleich, an dem Platz, an dem Cora drei Jahre zuvor zum letzten Male ihre lieben Äugelchen schloss.

Ich gehe immer diese Wege der Erinnerung. Sie sitzen Beide tief im Süden meines Herzens.

Nur wenige haben dafür Verständis, dass man um einen Hund trauert.

Weil man wenig Verständnis erfährt, habe ich mich mit entsprechender Literatur eingedeckt. Ziehe daraus meinen Trost. Und jeden Abend zünde ich unter den Photos ein Kerzchen an. Spreche ein paar liebe Worte.

 

Nur wer vergessen wird, ist  tot!

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