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Dein Hundeforum  Der Hund
Katy1971

Und nun? Blöde Begegnung...

Empfohlene Beiträge

Katy1971   

Hallo zusammen,

 

ich brauche mal bitte euren Rat, weil ich so schnell keinen Profi an die Hand kriege....

Vor ein paar Tagen sind wir auf unserem Gassigang indirekt überfallen worden. Wir liefen an einem eingezäunten Grundstück lang, Sammy (6,5 Monate) wie immer mit der Nase auf dem Boden und ich den Blick beim Hund, weil er gerne mal was aufnimmt....Da kommt von dem Grundstück ein großer, dunkler Schäferhund angeschossen und bellt, wie ein Verrückter. Wir waren nicht am Zaun, sicher noch so 5-6 Meter weg.... lange Rede kurzer Sinn: Sammy sich total erschrocken, ich mich erschrocken, entsprechend verwirrt und konnte Sammy ein paar Sekunden nicht so ansprechen, wie es hätte sein sollen.

Nun hat er draußen Angst, ist unsicher, schaut ständig, ob irgendwo ein Feind im Busch sitzt, knurrt alles an, auch im Schlaf und ist nur noch angespannt....

Wie gehe ich nun weiter vor? Suche ich gezielt wieder genau diese Situation mit dem Überfall, oder suche ich die Ruhe und möglichst keine Ablenkung, um ihm erstmal zu zeigen, dass das ein Ausrutscher war und ich die Lage an sich schon im Griff habe? Solche Situationen können ja immer mal wieder vorkommen....

So eine Scheiße....sorry.....danke.....

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KleinEmma   

Mir fällt als Erstes die Frage ein: Wie reagierst denn du nach diesem Vorfall bei den Spaziergängen? 

Ich finde es normal, wenn ein junger Hund nach so einem Schreck erstmal etwas unsicher ist.Aber ein paar Tage lang finde ich ungewöhnlich.

 

Deshalb meine Frage. Vielleicht bist du nun etwas unsicher? Befürchtest vielleicht noch so eine Begegnung? Steckt dir der Vorfall noch in den Knochen?

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Katy1971   

Hallo KleinEmma,

 

für mich war es dann eigentlich erledigt. Das war Donnerstag Vormittag und danach war er etwas hibbelig und etwas unruhig, aber das ist er immer, wenn wir Hunde treffen. Die findet er nur im Freilauf toll. Er lief dann auch wieder ganz entspannt und hat geschnüffelt, wie immer....und abends ging es dann los, mit dauernd Fell aufstellen und anschlagen und grummeln, selbst wenn gar nichts war. Zumindest hab ich nichts gesehen.

 

Jetzt bin ich natürlich angespannter als sonst, schon allein, damit er mir nicht abhaut, wenn er sich erschreckt....

 

Wenn er jetzt grummelt, oder sogar stehen bleibt und Fell aufstellt, dann sag ich ihm, dass alles ok ist und wenn er dann entspannt, dann lob ich ihn, clicker das und belohne das auch....

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gebemeinensenfdazu   

Und wie gehst du mit seiner Vorsichtigkeit um?

Die Pubertät kann auch noch mit heineinspielen, da passiert ohnehin einiges an Verunsicherung. Wahrscheinlich würde ich versuchen mit genügend Abstand den Hund inspizieren zu lassen, nur so nah, wie er sich nicht weiter nähern will. Ist euch etwas ähnliches noch nie passiert? So selten kommt das eigentlich nicht vor und es kam ja zu keiner körperlichen Auseinandersetzung.

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KleinEmma   

Ok, ja, verständlich, dass du jetzt etwas angespannter bist :)

 

Also erstmal kommen Hunde in diesem Alter meistens in eine sensible Phase. Dann finden sie manche Dinge, Situationen wieder verdammt gefährlich :) Das ist halt normal und natürlich und könnte nun dooferweise genau mit diesem Ereignis zusammenkommen. 

 

Er wird deine Anspannung merken,aber ich finde es gut, dass du ihm Rückmeldung gibst,also "alles ok" sagst. Zum Clickern kann ich nix sagen, weil ich das nie gemacht habe. Weiß nicht, ob das hier sinnvoll ist oder nicht (wissen aber bestimmt andere Forenmitglieder).

 

 

 

 

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Juline   
vor 48 Minuten schrieb Katy1971:

Wenn er jetzt grummelt, oder sogar stehen bleibt und Fell aufstellt, dann sag ich ihm, dass alles ok ist und wenn er dann entspannt, dann lob ich ihn, clicker das und belohne das auch....

 

Ich befürchte, dass du ihn damit eher noch mehr verunsicherst :D indem du seine Befindlichkeit so wichtig machst.

Es kann tatsächlich sein, dass er überhaupt nicht versteht , was dieses "alles ist ok" und das Lob und das Clickern genau bedeutet, er merkt nur, Frauchen benimmt sich außerordentlich, vielleicht ohne einen Bezug zum eigenen Verhalten herstellen zu können.

 

Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen ausgehen: einem verunsicherten Hund gut zuzureden und (vermeintliche) "Angstfreiheit" zu belohnen, verunsichert ihn im blödesten Fall noch mehr. Meine wird dann total misstrauisch und macht komplett dicht.

 

Was ich machen würde: weiter wie immer, kein besonderes Augenmerk auf diese bestimmte Stelle. Weder betüdeln noch Entspannung clickern, sondern Normalität leben. Wenn er grummelt und stehen bleibt, ohne viel Aufhebens weitergehen, ihn 10 Meter später mal fragen, ob er Lust auf eine Runde Zerrspiel oder Runde Rennen hat. Oder was er sonst so gut findet.

 

Natürlich ist er in einer sensiblen Phase der Entwicklung, aber er soll darin ja nicht hängenbleiben :)

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KleinEmma   

@Juline da gebe ich dir Recht. Das kann passieren. Dieses Feedback "alles ok" hat bei Emma in dieser Phase geholfen - und in manchen Situationen tut es das heute noch.

Ich bin allerdings mit ihr gemeinsam zum unheimlichen Objekt :D hingegangen. Das waren ja nicht nur Hunde, sondern z.B. Monster-Grashalme im Teich oder ein umgefallener Blumentopf im Garten oder oder oder.

 

Dieses "Alles ok" und dann motivieren,doch mal zum Angstauslöser hinzugehen, hat sie dann mutiger gemacht :)

 

Aber natürlich hast du Recht, wenn der Fokus mit Anspannung statt mit Leichtigkeit oder Normalität auf die Unsicherheit des Hundes gelenkt ist.

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Juline   
vor 2 Minuten schrieb KleinEmma:

zum unheimlichen Objekt :D hingegangen

 

Ja, wenn das möglich ist, wenn der Angstauslöser 100% ungefährlich ist, dann würde ich das dem Hund auch beweisen wollen :)  ...aber zu einem fletschenden Schäferhund ziehst auch du deinen Hund nicht mit der Versicherung, dass alles ok ist :D

 

Ich meine, der Hund hat ja berechtigten Grund, sich in dieser Situation zu fürchten, und jeder Junghund soll auch lernen, dass es Situationen zum Fürchten nun mal gibt. Nur wie  Hund  damit umgeht, darauf kann Mensch versuchen Einfluss zu nehmen -optimalerweise: kurz fürchten, geeignete Maßnahmen ergreifen wie zB Distanz vergrößern, schütteln, vergessen, weiterspielen.

 

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DerOlleHansen   
vor 2 Stunden schrieb Katy1971:

für mich war es dann eigentlich erledigt.

 

Und "un-eigentlich"? ;)

 

vor 2 Stunden schrieb Katy1971:

Jetzt bin ich natürlich angespannter als sonst,

 

Siehste. Das ist der Schlüssel Nr.1 zum Auflösen der Situation.

Nr.2 wäre dann eventuell etwas für den Hund, falls es es braucht.

 

P.S.: Meine Hunde haben außergewöhnliche Situationen abends im Traum "abgearbeitet" , wenn sie neben mir geschlafen haben. Nach Radtouren sind sie den ganzen Weg noch mal abgelaufen, so strampelten die Beine; "böse" Hunde wurden im Traum noch mal ordentlich angeknurrt und ausgebellt und fröhliche Hundebegegnungen wurden noch einmal "nachgespielt".

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gebemeinensenfdazu   
(bearbeitet)

Noch ein Ansatzpunkt wäre einen anderen netten schwarzen DSH zu treffen und damit die allgemeine Scheue etwas abzubauen (obwohl sich das wahrscheinlich von selbst legen wird, aber gute Erfahrungen mit "Gleichem" sind immer gut gegen die schlechten und beschleunigen den "Verdauungsprozess" etwas).

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