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Dein Hundeforum  Der Hund
Blue2002

Innerlich zerrissen und leer

Empfohlene Beiträge

NannyPlum   

Liebe Blue2002,

ich verfolge deinen Weg der Trauer schon von Anfang an. Du durchlebst gerade eine furchtbare Zeit, der Verlust deines Hundes hat dich zutiefst erschüttert. In so einer Zeit ist kann die Unterstützung von anderen Menschen sehr hilfreich sein. Gibt es Menschen in deinem näheren Umfeld, mit denen du über deine Trauer und deine Empfindungen sprechen kannst? Oder bist du allein mit deinem Kummer? Oftmals hilft der Austausch mit ebenfalls Betroffenen. Falls du wirklich sehr allein bist mit deiner Trauer, und das lassen einige deiner Bemerkungen vermuten,  möchte ich dir die professionelle Hilfe in Form von therapeutischer Unterstützung sehr ans Herz legen.

Ich wünsche dir viel Kraft auf deinem Weg.

 

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Blue2002   

Guten Morgen Ihr Lieben,

ich habe Eure einfühlsamen Worte und auch gut gemeinten Ratschläge gestern schon gelesen, aber der Tag war schwierig für mich und ich konnte einfach nicht darauf antworten.

Ja, man setzt sich selbst unter Druck, weil Außenstehende mit meiner Trauer nicht umgehen können und es auch nicht verstehen, dass es mir nach 5 Monaten immer noch schlecht geht. Aber auch ich habe eben dieses schlechte Gewissen meinen beiden anderen Hunden gegenüber. Cuki braucht momentan einiges an Training, da sie an der Leine aggressiv reagiert (ausgelöst durch Unsicherheit). Ich bin da dran, weil ich ihr ja helfen möchte - aber ich ertappe mich dabei, dass ich oftmals vom Kopf und Herzen her nicht bei der Sache bin und natürlich merkt sie das auch. Da gibt es dann auch Tage, wo ich einfach nur genervt von ihr bin. Und vielleicht fängt da ja auch ein unbewußtes Vergleichen an ... wer weiß. Abgesehen davon überträgt sich dies auf Luna, für die Kira ja der "stabile Fels in der Brandung" war.
Hinzu kommt, dass Cuki wie eine Klette an mir hängt - das ist emotional gesehen im Moment eine riesen Belastung für mich.

Da kommen dann eben Gedanken wie: hätte sie nicht ein besseres Zuhause verdient, vielleicht eines wo sie auch jemandes Seelenhund sein könnte?

 

Und weil Nadja1 schrieb, neu Gas geben - es ist nicht so, dass ich das schon mehrmals versucht habe .... es ist wie mit einem Motor, der beim ersten Start sofort anspringt, aber nach einiger Zeit wieder ins Stottern kommt. 

 

Vielleicht sollte ich über therapeutische Hilfe nachdenken, obwohl ich es wie Lexx sehe - 5 Monate sind eigentlich noch keine lange Zeit, besonders wenn es eine so intensive Bindung war. Leider versteht das nur niemand in meinem näheren Umfeld oder sie wissen nicht, wie sie mit meiner Trauer umgehen sollen. Natürlich wünschte ich mir, der Stachel würde nicht mehr so tief sitzen.

 

@Pascha Danke für Deinen Zuspruch, obwohl Du Dich selbst inmitten einer Trauerphase befindest. Ich fühle mit Dir! Deine Beschreibung, dass man vor sich selbst davon laufen möchte - das trifft es auf den Punkt. Wenn ich genug zu tun habe und nicht Zuhause bin, habe ich keine Zeit nachzudenken ... aber Zuhause warten die beiden, für die ich die Verantwortung habe ....

 

 

 

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agatha   
(bearbeitet)

seid mir bitte nicht zu böse, aber die Trauer sollte doch so sein, dass sie uns (den Betreffenen) nicht zerstört.

Ich meine damit folgenes:

Eine Kollegin von mir hat durch einen Motorradunfall ihren Sohn verloren.

Sie sagte mir, dass ihr Sohn von ihr verlangen würde,soviel Glück wie ihr nur möglich wäre ,einzufangen und sich nicht in der Trauer auf zu geben.

Ich fühle mich glücklich,  mit so einem Hund ein Stück meines Lebensweges gehen zu dürfen.

Und dieses Glück erfüllt mich, macht mich für andere Tiere, die mich brauchen, stark.

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Blue2002   

@agatha Ich respektiere deine Meinung und es ist schön, wenn Du so fühlen und agieren kannst. Ich kann es - im Moment - noch nicht. Ja, ich bin froh und dankbar, dass sie ein Teil meines Lebens war und ich setze mich nach wie vor für andere Tiere ein.
Aber hier habe ich eben den Knackpunkt: ich könnte meine Freizeit komplett mit meiner ehrenamtlichen Tätigkeit ausfüllen - weil es mich ablenkt und weil ich nicht Zuhause sein müsste. Ich schaffe es jedoch noch nicht dauerhaft, die Nähe meiner beiden anderen Hunde zuzulassen. Daraus ergeben sich wiederum Selbstvorwürfe und ein schlechtes Gewissen, weil ich für sie nicht das sein kann, was sie meiner Meinung nach brauchen. Glaube mir, ich wünschte mir auch, ich könnte ab sofort den Schock über ihren unerwarteten Tod, die wiederkehrenden Erinnerungen daran einfach abschalten und ausblenden und mir einreden, sie hätte meinen jetzigen Zustand nicht gewollt.

Es funktioniert halt nur nicht so einfach.

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Flusentrude   

Nein,das funktioniert nicht so einfach.

Und vermutlich findest du in deiner Umgebung nicht allzuviel Verständnis - es ist ja "nur" ein Hund...

Wir hier wissen,daß es egal ist,ob es ein Tier oder ein Mensch ist - Trauer ist Trauer.

Und natürlich ist es auch nach 5 Monaten nicht einfach wieder gut - der Hund ist ja immer noch tot....

Nur: ich habe den Eindruck,daß du deine Trauer gar nicht "sortiert" kriegst - jedenfalls hört sich das nach deinen Beschreibungen so an - und ich denke auch,daß du Hilfe brauchst bei der Bewältigung.Das würde ich jetzt genauso schreiben,wenn es sich um einen Menschen handeln würde.

Gibt es bei euch nicht jemanden,der professionell helfen kann?

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