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NannyPlum

Unbekannte Vorgeschichte - doch kein Argument gegen den Hund vom Tierschutz?

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Lexx   

Es kommt ja immer auf die Umstände an.

Ganz ehrlich, wenn ich ein Kleinkind hätte würde bei mir kein Hund einziehen bei dem ich die Vorgeschichte (mit Kindern) nicht kenne. Da wäre mir das Risiko zu groß.

 

Viele Tierschutzhunde sind ja eigentlich gut bis sehr gut sozialisiert.

Auch Straßenhunde. Die meisten leben locker angeschlossen an Menschen, kennen Menschen, kennen Straßenverkehr und bewegen sich nicht selten  sicher zwischen den fahrenden Autos (meine wäre da sofort tot), leben sie z.B. in der nähe von Hotelanlagen werden sie auch oft gefüttert und Welpen werden gestreichelt - das sind ja keine wilden Hunde.

Klar fehlt ihnen einiges, sie kennen dann keine Häuser, Autofahren etc, aber das sind alles Dinge die man üben kann. Da hätte ich gar keine Bedenken.

 

Anders sieht es mit Hunden aus die wirklich schlecht bis nicht sozialisiert sind.

ich denke da vorallem an irgendwelche Kellervermehrungen. Hunde die reizarm und praktisch ohne menschlichen Kontakt aufgezogen wurden.

Massive Defizite in der Sozialisierung sind schwer bis nicht korrigierbar. Das muss man einfach so sagen.

Es gibt für alles in der Entwicklung einen gewissen Zeitrahmen (z.B. beim Menschen auch für den Spracherwerb) ist da alles verpasst worden, ist das Fenster zu. Ist leider so.

Man kann natürlich die Symptome bekämpfen, mit dem Hund arbeiten etc. aber ein Hund der niemals einen Menschen in der wichtigen Zeit kennen gelernt hat oder irgendwelche Außenreize wird höchstwahrscheinlich nie ein in unruhiger Umgebung selbstsicherer und glücklicher Hund. Und sollte auch nicht dahin vermittelt werden.

das sind Dinge die man bei Hunden aus dem Tierschutz beachten sollte. Und man muss sich das auch zutrauen. Ich kann verstehen wenn sich jemand den 1. Hund kauft oder einfach Bedingungen hat mit denen der Hund klarkommen MUSS (z.B. 3 Kinder und viel Besuch) dass man da lieber einen Hund mit bekannter Vorgeschichte sucht. Und das ist auch oft richtig.  Finde ich zumindest.

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Estray   

Das Wesen sollte ein Auswahlkriterium sein, unabhängig von der Vorgeschichte. 

 

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Lexx   

Klar, aber die Vorgeschichte hat ja Einfluss auf das Wesen und Verhalten. Ganz trennen kann man das nicht. Und wenn ich den Hund nicht kenne kann ich sein Wesen ja auch nur bedingt einschätzen.

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Estray   

Wer redet denn von nicht kennen? Du kannst den Hund doch aussuchen und nimmst natürlich den der passt. 

 

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Lexx   

Also jetzt mal als Beispiel meine Aussihündin. Die kam ja aus einer Familie mit Kindern. Und das hat halt absolut nicht funktioniert. Es wäre zu 100% ein Fehler gewesen diesen Hund in eine Familie mit Kindern zu vermitteln. Kinder waren absolut nicht ihr. Das ist auch bis zu ihrem Tod so geblieben. Und ich bin mir sehr sicher dass sie nie misshandelt wurde etc.

Vom Wesen her war sie ein absoluter Traum.

Wenn ich die Vorgeschichte kenne und weiß was geht - odereben nicht- ist das halt ein Vorteil der einige Dinge einfacher macht.

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Lexx   

Ich kenne den Hund doch nicht nur weil ich den aussuche. Das kann man nur sagen wenn der einige Zeit auf einer Pflegestelle war. Wieviele Hunde werden nur per Foto und einer kurzen Beschreibung vermittelt? Geht ja oft auch einfach nicht anders.

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Estray   

Wir reden aneinander vorbei. :) 

 

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gast   

Per Foto einen Hund zu übernehmen ist natürlich riskant, zumal die Beschreibungen aus dem Ausland oft nicht wirklich stimmen. Aber wenn ich die Möglichkeit habe einen erwachsenen Hund mehrfach in einer Pflegestelle oder dem TH zu besuchen kann ich ihn besser einschätzen als einen Welpen von dem ich nichts weiß ausser wie theoretisch, lt. Rassebeschreibung, sein Verhalten ist. Da hätte ich viel mehr Angst mir einen Hund ins Haus zu holen der mir gar nicht liegt z.B. aufgrund hyperaktivem Verhalten.

 

Von der Pflegehündin die ich jetzt bei mir habe hatte ich nicht mal ein Foto. Mir ist es aber auch egal wie ein Hund aussieht. Nur die Angabe weiblich, ca. 1 Jahr. Als mich dann dieser Herdenschutz-Mix aus der Box anschaute war ich anfangs schon etwas erschrocken zumal ich mit dieser Rasse keinerlei Erfahrung habe. Da sie aber vom ersten Moment an absolut freundlich reagiert hat war mein Vorbehalt sofort weg. Inzwischen frage ich mich ob alle Herdenschutzhunde so einen feinen, sensiblen Charakter haben. Hätte ich gar nicht vermutet.   

 

Ich denke das Problem ist, dass viele Menschen eine so genaue Vorstellung von ihrem künftigen Hund haben dass sie meinen mit einem Rassehund bekommen sie dann einen Hund der all ihren Erwartungen entspricht. Dass das dann oft nicht so ist zeigen viele Beispiele aus dem Alltag.   

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gebemeinensenfdazu   
(bearbeitet)

Die gefühlt 1000000000000000000. Debatte pro Tierschutzhund gegen Züchterhund. Alles schon ausgetauscht, nichts ist neu. Die Position  ist  zum Teil recht undifferenziert und vor allem schade.

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Vhenan   

Ich weiß auch nicht, warum das Thema nun in Richtung "für Zucht gibt's keine Argumente, rettet die Tiere!" verschoben wird.

 

Ich kann mir keinen Hund vom Züchter vorstellen. Dennoch, obwohl ich das Vorleben soweit kenne, sogar einige Welpenbilder meiner Jungs habe, hätte ich gerne "mehr" erlebt (und ich mag Welpen nicht mal so sehr, je erwachsener sie werden, desto mehr mag ich sie, desto schöner werden sie).

 

Aber ich würde auch einen Hund (nicht aus dem Ausland, das hat diverse Gründe, warum ich das nicht unterstütze) nehmen, ohne dessen Vorgeschichte zu kennen (als Pflegehunde hatte ich die schon).

 

 

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