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Smeura Rumänien

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Hasel   

Was mich an diesen Beitrag gestört hat waren zwei Dinge: Einmal die Aufklärung in der Bevölkerung und das Statement vom Weber.

 

42 % wissen vom kostenlosen kastrieren und nur die Hälfte ist kastriert. Das ist keine große Menge nach der langen Zeit der Aufklärung. Ich weiß nicht genau wie deren Aufklärungsarbeit von statten geht aber sie müssten mehr machen. Denn wenn ich im ländlichen Gebieten lebe und der Hund nur die Aufgabe hat Hof und Haus zu schützen, fahre ich nicht mehrere Kilometer irgendwohin, "vergeude"  Zeit in der Klinik und fahre wieder zurück. Die Welpen werden einfach vernachlässigt. Vielleicht wäre es besser mit einem Mobil von Bauernhof zu Bauernhof zu fahren und vor Ort die Hunde kastrieren sowie einmal in der Woche in die Stadt zu fahren und dort auf dem Markt den ganzen Tag Kastrationen anzubieten.

 

Und dann die Sätze vom Weber "Anstatt Rassehunde zu holen lieber Hunde aus der Tötungsstation" oder "Kaufen sie kein Rassehunde wenn es sie viele Hunde im Tierheim warten". Solches Schwarz-Weiß Denken finde ich furchtbar, das Verstärkt nur den Hass zwischen Rassehundehalter und Tierschutzhundhalter. Jeder der beiden Parteien hat Gründe warum es dieser Hund geworden ist und nicht von der "anderen Fraktion". Denn nur weil sich Leute in Osteuropa und Spanien (oder Thailand ...) nicht um ihre Hunde kümmern wollen (oder können) dürfen wir in D keine Rassehunde mehr züchten? Finde ich ein No-Go.

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Wilde Meute   
vor 42 Minuten schrieb Hasel:

 

Und dann die Sätze vom Weber "Anstatt Rassehunde zu holen lieber Hunde aus der Tötungsstation" oder "Kaufen sie kein Rassehunde wenn es sie viele Hunde im Tierheim warten". Solches Schwarz-Weiß Denken finde ich furchtbar, das Verstärkt nur den Hass zwischen Rassehundehalter und Tierschutzhundhalter. Jeder der beiden Parteien hat Gründe warum es dieser Hund geworden ist und nicht von der "anderen Fraktion". Denn nur weil sich Leute in Osteuropa und Spanien (oder Thailand ...) nicht um ihre Hunde kümmern wollen (oder können) dürfen wir in D keine Rassehunde mehr züchten? Finde ich ein No-Go.

 

Ich denke solche Aussagen resultieren schlicht aus dem Leid, was er so zu sehen bekommt.

Wenn man sieht wie unsagbar schlecht es vielen Hunden im nahen Ausland geht, dann kann man sicherlich nicht mehr

ruhigen Gewissens sagen "holen sie sich einen Hund beim Züchter".

Da muss man auch Verständnis für die Menschen haben, die es überhaupt schaffen sich (ernsthaft!) mit diesem Elend auseinanderzusetzen und was zu unternehmen.

 

Den Bericht schaue ich mir nachher mal an.

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Estray   
(bearbeitet)
vor 1 Minute schrieb mikesch0815:

 

Der Bericht ist ja schon sehr lange her und zum Glück hat sich viel getan. Dennoch ist die Verweildauer der Hunde in der Smeura natürlich sehr, sehr lang. :( 

Wie in dem Vox-Bericht erwähnt wurde, dürfen kastrierte Hunde nicht mehr zurück auf die Straße gebracht werden. Das macht es nicht besser.....

 

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mikesch0815   
(bearbeitet)

Es hat sich in der Tat viel getan. Aber Smeura existiert noch immer - und die Zustände sind einfach nicht okay. Es gibt in Rumänien auch Shelter, die einfach besser laufen - noch meilenweit vom Standard in D. oder AT. entfernt, aber eben besser. Mircurea Ciuc z.B., wo Brunopet aktiv ist sieht um "Welten" besser aus. 

http://www.freundeskreis-bp.de/blog.php

 

Ebenfalls einen Einblick in die Situation der Straßenhunde Rumäniens kann man hier erhalten:

http://www.australian-shepherd.kunstvirus.de/strassenhunde/strassenhunde.html

 

Ich freu mich natürlich für jeden Rums, der hier ein perfektes Zuhause gefunden hat. (Und wem muß ich das schon sagen, das Rumse eh das beste sind, was die Welt zu bieten hat? :wub:)

 

so weit

Maico

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Lissy-und-Missy   
vor 5 Stunden schrieb mikesch0815:

 

 (Und wem muß ich das schon sagen, das Rumse eh das beste sind, was die Welt zu bieten hat? :wub:)

 

Wie wahr :wub:

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Laika2004   
vor 8 Stunden schrieb mikesch0815:

Smeura erzeugt einen hohen moralischen Druck: "Wir müssen denen helfen, guck mal wie die da leben!" und man kann schon dünken, daß dies zum Konzept gehört. Sicherlich nicht auf dem Reißbrett geplant, aber eine Folge der Überforderung von Ute Langenkamp und später auch ihren Nachfolgern. Ich respektiere deren Arbeit, aber ich heiße sie in dieser Form nicht gut. Es gab schon zu Lebzeiten von Langenkampf sehr ernstzunehmende Kritik auch von ehemaligen Mitarbeitern in der Smeura, es wurde dennoch immer größer und gruseliger dort.

 

Kritik an der Smeura ist in der Tat nicht neu ("Smeura ist das Guantanamo für Hunde")

http://www.doggennetz.de/index.php?option=com_content&view=article&id=587:aua421-rumaenien-smeura-und-ute-langenkamp-zwei-erschuetternde-dokumente&catid=37:tier-a-doggen-schutz-kritik&Itemid=117

 

- aber ich bin schockiert über die wachsende Anzahl der Tiere:

 

2010 = 3500 Tiere

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.engagement-die-fromme-hunderetterin.30ac709d-5241-44f1-9231-c551f52ef2ee.html

2017 = 5500 Tiere

 

Wieviele werden es in 10 Jahren sein???

Wer schon mal die Logistik, den Schallpege, Arbeitsaufwand und die Kosten für ein 60 Seelen Tierheim mitbekommen hat ... unvorstellbar.

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Estray   

Die ziehens halt konsequent durch....nehmen nicht nur die kleinen Süßen und schläfern auch behinderte Hunde nicht ein. Da sammelt sich was an...

Würde ich ihnen aber nicht zum Vorwurf machen, lieber konstruktive Ideen äußern, wie man stattdessen mit dem Hundeelend in Rumänien umgehen soll. Hat jemand ne Lösung außer Euthanasie? 

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mikesch0815   

Naja, mit dem "sammelt sich was an" kann man auch letztlich jede Form von Animal Hoarding akzeptieren. :ph34r:

 

Smeura ist für mich nicht die anzustrebende Art von Tierschutz in Rumänien. Es wäre z.B. schön, wenn das mediale Interesse auch den kleinen Shelters gelten würde, die ebenfalls seit Jahren dort aktiv sind und trotz der immer wieder unmöglichen politischen Rahmenbedingungen versuchen das beste in der Situation zu erreichen.

 

Ich hatte oben schon Brunopet erwähnt, auch Karpatenstreuner wäre eine weitere Organisation, die ich sympathisch finde.

 

so weit

Maico

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Estray   
vor 1 Minute schrieb mikesch0815:

Naja, mit dem "sammelt sich was an" kann man auch letztlich jede Form von Animal Hoarding akzeptieren. :ph34r:

 

 

Die Alternative wäre tot. 

 

Bruno Pet und Karpatestreuner kümmern sich um einen verschwindet geringen Teil der rumänischen Hunde. Es gibt aber massives Elend, wer kümmert sich um den Rest? 

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