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Dein Hundeforum  Der Hund
Estray

Spielverhalten unter Hunden

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Freefalling   

Femo interagiert viel, aber entspannt ist er dabei selten. Langsam verbessert sich das. Aber wir brauchen da noch ne Weile. Ich denke, das Alter (gerade 2) spielt da noch ne Rolle. 

 

Spielen tut er durch gejagt werden (das liebt er) oder wenn er vorsichtig rauft und sich von sich aus auch mal in die niedrigere Position bringt (durch Hinlegen). Das macht er bei einzelnen Hunden sehr klasse. Das gefällt ihm richtig gut. Eigentlich ist es das, was er auch mit mir gern macht.

 

Wenn er beginnt zu jagen oder zu heftig zu raufen, ist es kein Spiel in dem Sinne. 

Einfacher ist übrigens gemeinsames Schnüffeln und Seite an Seite durch den Wald laufen und mal gemeinsam an einem Ast knabbern. Sowas macht er gern und entspannt. 

Aber direktes Spiel ist echt schwierig. Das funktioniert fast nur mit Hunden, die einen ähnlichen Hintergrund haben wie er und ähnlich kommunizieren und interagieren. 

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Lexx   

Ich denke das ist auch sehr stark rasseabhängig. Gemeinsames Spiel, mit MIR ist für meine Hunde und mich absolut wichtig.

Es stärkt unsere Bindung und wir haben gemeinsam Spaß daran.

Wozu? Spiel ist neben der Übung von "Kompetenzen", lernen für den "Ernst des Lebens"  auch etwas wobei man sich gegenseitig besser einschätzen lernt, Körperkontakt erfährt, gemeinsam interagiert, Vertrauen schafft. Ich liege z.B. auf dem Sofa, mein Hund kommt, geht über mich hinweg oder legt sich auf mich. Ganz große Augen, Frauchen mach etwas :), wir spielen etwas mit meinen Händen (wo sie spielerisch reinbeißen darf) , ich umgreife sie von unten  und wir knuddeln etwas, Hund legt sich  auf meinen Bauch...und oft schläft sie dann irgendwann einfach ein. Das sind genauso Spiele wie wenn wir z.B. mit etwas zergeln. Und oft einfach sehr schöne Momente. 

 Ich genieße das und meine Hunde mindestens genauso.Deshalb hat meine Kleine auch absolut kein Problem damit sich anfassen und manipulieren zu lassen. Einfach da wir spielerisch immer viel Körperkontakt haben.

 Die meisten höher entwickelten sozial lebenden Tiere spielen, ob das nun Delfine, Affen etc. sind. Auch meine Katzen spielen miteinander. Und die sind jetzt 5 und 7. 

 

Aber auch meine Hunde spielen mit anderen Hunden mit fremden Hunden kaum mehr. Ich finde das völlig normal. Und in der "Natur" kommt das Konzept vom Spielen mit Fremden sowieso nicht vor. Genauso wenig das jeder Unbekannte ein "Freund" ist.

 

@kareki ich finde das völlig "normal" das deine Hunde auch nicht mehr mit dir spielen spielen. Das ist glaube ich tatsächlich auch sehr stark rassebedingt. Ihr habt andere Wege gemeinsame Nähe zu finden, das ist bei euch z.b. das gemeinsame "jagen".

Das würde bei meinen Hunden mit ziemlicher Sicherheit nach hinten losgehen.

 

 

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gebemeinensenfdazu   
(bearbeitet)

Habt ihr auch beobachtet, wie sich das Repertoire erweitert bzw. von anderen Rassen bzw. Typen inspiriert wird?

Rennspiele, "Tanzen" und "Raufen" kannte sie von Anfang an

Spiele im Liegen hatte sie von Retrievern gelernt, "Scheinangriffe zum Spaß um dann endlich gemeinsam Rennen und Schnüffeln zu können" von einem notorischen Jacky, dem allein diese Spielweise vorbehalten bleibt (da war sie anfangs etwas ratlos) vom "Fixieren aus Spaß" läßt sie sich immer weniger irritieren.

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Amaterasu   

Oh man, dass erwachsene Hunde am Dauerspielen sein müssten (tun sie es nicht, stimme irgendwas nicht), liest man auch nur in Hundeforen.

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kareki   

@Lexx

wenn das als Spiel mit mir gilt, dann spielen sie ja doch mit mir. Ich habe das als soziales Komfortverhalten verbucht. :)

 

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Brummkreisel   
vor 12 Stunden schrieb Estray:

Die 2 habe ich doch heute schon mal irgendwo gesehen ;) oder? Habe was über die 4 Fs gesucht und bin auf die Seite gestoßen und hatte gerade ein Deja Vu. :) 

 

https://www.querpfoten.de/aber-der-freut-sich-doch-so/

Ja, die Betreiberin von dem Blog, Steffi, ist eine gute Bekannte von uns :wub:

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Shyruka   
vor 7 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Habt ihr auch beobachtet, wie sich das Repertoire erweitert bzw. von anderen Rassen bzw. Typen inspiriert wird?

Rennspiele, "Tanzen" und "Raufen" kannte sie von Anfang an

Spiele im Liegen hatte sie von Retrievern gelernt, "Scheinangriffe zum Spaß um dann endlich gemeinsam Rennen und Schnüffeln zu können" von einem notorischen Jacky, dem allein diese Spielweise vorbehalten bleibt (da war sie anfangs etwas ratlos) vom "Fixieren aus Spaß" läßt sie sich immer weniger irritieren.

Ohja,  meine kleine hat seeeeehr lange Zeit nur mit dem Popo vorraus gespielt,  weil sie fast nur mit den Welsh-Terriern der Familie gespielt hat.  Und die waren alle mit dem Popo vorraus.  Als sie dann aber größer wurde gah sich das gelegt,  aber wenn sie nen Welsh sieht,  scheint es bei ihr "Klick"  zu machen.

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marcolino   

@Estray Ich habe das "Flirt" als das 4. F kennengelernt, aber im Grunde genommen ist das doch auch unerheblich, oder ?

 

Flirt/fiddle about nach Bernauer-Münz/Quandt wird als Reaktionsmöglichkeit eines Hundes beschrieben für Situationen, die von dem Hund als Konflikt empfunden werden.

 

Sie haben beschwichtigenden Charakter, sollen also der Deeskalation dienen. Ich beschreibe das gerne als Signale/Interaktionen, die dem Gegenüber vermitteln: "Ich bin nicht dein Gegner!" 

 

Erst gestern bin ich da auf einen Beitrag gestoßen, in dem dies als Übersprungshandlung bezeichnet wurde - und diese Interpretation des Flirt/Fiddle about finde ich falsch.

 

Auch finde ich, es muss unterschieden werden ob Hunde dieses "Fiddlen" aus Unsicherheit zeigen, und was die Ursache für diese Unsicherheit ist, oder ob diese Möglichkeit der Reaktion in konfliktbeladenen Situation selbstbewusst und gezielt gewählt wird vom Hund.

 

Das ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt, der mir oft beim Beschreiben des Verhaltens eines Hundes fehlt, sobald der Aspekt "Fiddlen" ins Spiel kommt.

 

Fiddle about wird übersetzt mit "herumtollen, herumalbern" - aber es ist ein großer Unterschied, ob jemand den Klassenclown spielt weil er aus Unsicherheit nicht weiß, wie er sonst mit der Situation umgehen kann, oder ob mit diesem Verhalten gezielt versucht wird, eine Situation zu entschärfen.

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KleinEmma   

Emma fiddelt ja auch, wobei das von Jahr zu Jahr seltener wird.

 

Bei ihr kommt beides von Marcolino Genanntes vor: Aus Unsicherheit "albern" werden und ebenso Situationen versuchen zu entschärfen.

 

Unsere Freunde haben einen Schäferhund, der Hunde anbellt und runterdrückt. Emma kennt ihn von Anfang an, wobei er das anfangs noch nicht gemacht hat (diese Eigenschaft hat er erst im Laufe der Jahre entwickelt).

Wenn sie ihn sieht, wird sie furchtbar fiddelig. Sie leckt ihn hektisch ab und ihr Verhalten wirkt für Außenstehende so, als würde sie mit ihm spielen wollen. Ist aber überhaupt nicht so. Sie hat Schiss vor ihm, weiß aber bis heute nicht, wie sie mit diesem Hund umgehen soll. So extrem fiddelt sie bei keinem anderen Hund. Das Resultat ist immer, dass der Schäferhund genervt ist und sein Verhalten ebenso extrem wird, wie das von Emma.

 

Anderer Fall von vorgestern. Wir trafen uns mit einigen Leuten am Strand und es waren natürlich Hunde dabei. Unter anderem war ein alter und großer Rüde anwesend, der erstens aufgrund von Arthrose sehr steif ging und zweitens die anderen Hunde anbellte (Emma aber nicht, die mag er ). 

Emma geht auf Abstand, wenn andere Hunde einen Konflikt miteinander haben. Nur: Wir blieben ja dort, zwischen den Hunden sitzen. Kein Weitergehen, wie beim Spaziergang. 

Irgendwann legte Emma sich zu diesem alten Hund, leckte ihm vorsichtig die Schnauze, mit halb geschlossenen Augen und angelegten Ohren (Gesicht wirkt dann ganz weich). Dann drehte sie sich auf den Rücken und zappelt da was rum. 

Sieht nach Spiel aus, ist es aber nicht. Sie will einfach nur Ruhe in die Situation bringen.

 

Beim Spiel sind beispielsweise die Augen geöffnet, nicht halb geschlossen. Sind die Bewegungen hektisch, ists kein Spiel. Dreht sie sich im Spiel auf den Rücken

 

Hier ist ein Beispielfoto vom Fiddeln, wenn Emma aufm Rücken liegt und wie ein Welpe wirkt. Der Berner war ihr zu dieser Zeit noch nicht geheuer, weil auch er Hunde anbellt. Heute fiddelt sie bei ihm so gut wie gar nicht mehr herum, nur noch dann, wenn er wieder bellt - andere Hunde anbellt:

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Lexx   

Meinst du das Jagen? Nein, damit meinte ich nicht das ihr spielt. Sondern dass ihr vielleicht das damit erreicht was andere mit gemeinsamen Spiel erreichen :-) oder meinst du rumalbern? Das ist für much schon spiel. Wenn mein hund much spielerisch beißt und mich auffordert, dann spielt er ja. Und wenn ich mitmache, spielen wir gemeinsam. Ich renne mit meinem junghund (die adere macht es nicht) und mit meiner verstorbendn h. Habe ich das auch gemacht, um den runden kleinrn wohnzimmertisch. Wir spielen fangen. Und dabei wechseln wir uns im spiel auch mit den rollen ab. Spiel hat viele gesichter, das ist ja nocht nur bällchen holen oder tau ziehen.

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