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Gast SwissyArthas

Junghund auf einmal ängstlich

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Gast SwissyArthas   

Hallo ihr Lieben,

 

Arthas ist jetzt 6,5 Monate alt und ist auf einmal viel schreckhafter als vor 6 Wochen. Im Dunklen spazieren gehen ist auf einmal ganz dramatisch, er zuckt vor allem zurück was etwas lauter ist. Er läuft unentspannt an der Leine (tagsüber mittlerweile sehr entspannt), Rute ist eingezogen, Ohren angelegt, ... Er wirkt auch ziemlich gestresst.

 

Kennt Ihr das auch von Euren Lieblingen? Wenn ja legt sich das wieder oder was habt Ihr dagegen gemacht?

 

Vielen Dank für hilfreiche Kommentare.

 

Mareike & Arthas

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velvetypoison   
vor 19 Minuten schrieb SwissyArthas:

Kennt Ihr das auch von Euren Lieblingen? Wenn ja legt sich das wieder oder was habt Ihr dagegen gemacht?

 

Ja. Man (oder ich oder viele oder einige...) nennt es auch "spooky Phasen".

Mein Hund hatte insgesamt 3. Vor allem die Dämmerung war gar nicht sein Freund und jedes Blatt, dass vom Baum fiel, wollte uns umbringen :rolleyes:

 

Dagegen konnte ich schlecht was tun. Was soll man gegen Angst machen. Ich konnte ja nicht sagen: Hör ma jetzt auf, Angst zu haben!

 

Ich konnte ihn eher versuchen zu helfen.

In seinem Fall z. Bsp. indem wir einen Bogen liefen und er den Abstand bekam, den er brauchte um etwas grusliges "zu verkraften".

Zusammen beänstigende Dinge entdecken und Spaß damit haben (Laternen fröhlich begrüßen, mit Müllsäcken im Dunklen reden, sie anstupsen...)

Ihn bestätigen wenn er sich mehr traute, näher traute (ohne Druck, dass er noch weiter sollte).

Dinge immer wieder beim Namen nennen.

Entspannungsignal nutzen (---> "Alles gut!")

 

Manchmal kamen wir zu Tür raus und irgendwas passierte direkt, dass ihn erschreckte.

Ob falsch oder richtig - für ihn war es besser dann direkt abzubrechen, und wieder rein zu gehen.

Und erstmal doch noch einen Moment zu warten und neu zu starten (statt ihn in Angst übern Gehweg zu zerren - er kam eh nicht mehr "zu sich" wenn das gleich so losging)


Er ist jetzt 3 und ziemlich selbstbewußt in seiner Umwelt.

Nicht mehr schreckhaft.

In der Dämmerung gibt es nur noch wenige Situationen, die ihn überfordern (ein nachts abgestelltes Sofa, dass er von weitem nicht einschätzen kann o.ä.)

 

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Lexx   

Ja das ist ganz normal :-)

Dran bleiben und dem Hund (aufs neue) zeigen dass die Dinge nicht gefährlich sind.

Wir hatten z.b. das Thema Brückenangst.

Welpi war schon 100000x über die Fußgängerbrücke gegangen, auf einmal ging nix mehr. Hund legte sich auf den  Boden und erstarrte.

Oder der Standmixer der schon immer da stand wurde eines morgens aufs heftigste verbellt. Spooky!

Da denkt man sich auch nur: Hund den kennst du seit 3 Monaten... :-D Da muss man dran einfach dran arbeiten.

Die meisten Hunde haben mindestens 2 solcher Phasen. Die 1. Beim etwas älteren Welpen, wenn sie in der "Natur" das Nest verlassen wûrden (und nicht gleicj verunfallen oder gefressen werden sollen..) und die 2. In der Pubertät wenn sie selbständiger werden.

Es kann sein dass du Dinge vollkommen neu "entfûrchten" musst ;-)

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Lexx   

Und bitte nie den Hund zwingen. Gehe selbst vor und zeige dass der Gegenstand / Situation ungefährlich ist und bestätige jede noch so kleine Annäherung.

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velvetypoison   
(bearbeitet)

Ich nochmal. Sorry.

Weniger ein Tipp, einfach nur Erfahrung mit meinem Hund:

 

Ich hab am Anfang der 3. Phase gedacht (da war er schon über 1 Jahr)

"Hm...hab ich wohl doch ein unsicheres Model erwischt...."

Wir haben dann bisschen was am Selbstbewußtsein gemacht.

Ich bin jetzt keine, die irgendwelche gezielten Sachen trainiert oder so oder Tricks lernt (dem Hund... und mir auch nicht ^^)

Aber ich hab ihn weniger kontrolliert.  Er durfte sich weiter entfernen, mehr selbstständig entdecken (am Tage mein ich, vor allem, auf Spaziergängen)

Ich hab ihn animiert, sich vieles näher anzugucken, mal  in eine "Höhle"/Buddelloch zu gucken (nichts gefährliches), oder auf Baumstämme zu klettern oder mal irgendwo  runterzuspringen oder draufzuspringen (nochmal: keine waghalsigen, gefährlichen Sachen) . Nicht jetzt mit Signal oder Aufforderung oder Druck. Einfach ermuntert und bisschen gezeigt. Dinge auch, die er so von selbst nicht gemacht hätte. Und hinterher haben wir das halt "gefeiert".

 

Ich weiß nicht,ob es viel dazu beigetragen hat.

Sag ich einfach so: Ich denke ja. ich glaube, es hat sein Selbstbewußtsein gestärkt.

 

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Mia2017   

Ich habe meine Hündin ja erst als Erwachsene bekommen. Aber mein Hundetrainer hat letzte Woche in der Gruppe etwas angesprochen was in diese Richtung geht. Ermeinte man solle Welpen ja in der Prägephase mit vielen unterschiedlichen Dingen konfrontieren (wir haben im Hauptbahnhof trainiert), damit diese möglichst normal für sie werden. In der Pubertät baut sich das Gehirn jedoch nochmals um und genau dann muss man ggf. wieder das gleiche Training absolvieren, da der Hund es schlichtweg "Vergessen" hat.

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Gast SwissyArthas   

Vielen lieben Dank für euren bereits interessanten Tipps und Kommentare. Als "Jungwelpe" war auch sehr selbstbewusst. Und jetzt ist alles gruselig. Selbst die Personen die er schon ewig kennt sind jetzt auch mit sehr sehr viel Respekt anzunehmen.

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velvetypoison   
vor 26 Minuten schrieb Mia2017:

Ermeinte man solle Welpen ja in der Prägephase mit vielen unterschiedlichen Dingen konfrontieren (wir haben im Hauptbahnhof trainiert), damit diese möglichst normal für sie werden.

 

Mal davon abgesehen, dass ich grundsätzlich befürworte, dass Hunde viel kennenlernen: Aber bitte mit Bedacht.

Man nimmt ("man" in dem Fall ich) einfach mal keinen ängstlichen Hund mit auf den vollen Bahnhof einfach so, mal eben so.

Weder Erwachsene, noch Welpen.

 

Ich wohne mitten in der Stadt.

Mein Welpe ist damals damit aufgewachsen und hatte trotzdem spooky-Phasen.

Allein das Kennenlernen aller Situationen die es eben in unserem Alltag gibt, hat ihn nicht vor spooky Phasen beschützt.

Im Gegenteil - er hatte wochenlang Angst vor Dingen, die er schon ewig kannte. (wie äh...Blätter...)

Damit einfach so konfrontiert - hätte ich ihn trotzdem nicht.

 

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Sozey   
vor 2 Stunden schrieb velvetypoison:

Dinge immer wieder beim Namen nennen.

 

Meine Erfahrung war, dass das ganz viel hilft. Gerade zum Beispiel bei komischen Geräuschen sage ich immer: "Das ist nur der Wind" und ich habe das Gefühl, dass sie inzwischen mit "Wind" schon verbindet, dass das jetzt nicht schlimm ist.

 

Und natürlich die Gelegenheit geben die Dinge, vor denen sie "Angst" hat zu untersuchen, meistens muss ich da voraus und wenn sie sieht, dass ich keine Angst habe, geht sie zögerlich drauf zu und schnuffelt es am Ende ab (Mülltonne oder Baumstumpf in der Dämmerung und so :P ). Und dann halt wieder benennen, in der Hoffnung sie kann irgendwann etwas mit den Begriffen anfangen und weiss "Das ist nichts schlimmes.".

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Gast SwissyArthas   

Okay also mache ich soweit schon alles richtig. Ich gehe dann auch auf die Dinge zu und berühre sie und zeige ihm, dass es nicht schlimm ist ...

Ich hoffe es normalisiert sich bald wieder :unsure: Und er lernt wieder genauso schnell, dass die Dinge ihm nichts tun.

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