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Hova

Hundebiss aus dem Nichts heraus

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Lexx   

Das Verhalten erinnert mich stark an das meiner Aussie Hündjn. Sie ging auch nach vorne oder biss von hinten.

Bei den Vorbesitzern wurde auch versucht mit Futter Besuch zu beschönigen was vollkommen ergebnislos blieb.

Sie sollte dann eingeschläfert werden (wegen Beißvorfällen) und landete deshalb bei uns.

Das die Eltern nichts gemacht haben glaube ich sofort. Das nichts war allerdings nicht.

Ein Grillfest ist für einen unsicheren Hund der auch noch der Meinung ist das bestimmte Personen nicht ins Haus gehören extremer Stress. Der Hund ist wohl öfter beim Sitter und fühlt sich dort auch irgendwie xu Hause.

Bei uns war räumliche Trennung die Lösung.

Wir teilten ein Zimmer mit einem Kindergitter ab. Der Hund lernte so dass es einerseits nicht seine Angelegenheit ist sich um Besuch zu kümmern, andererseits auch diesen Druck nicht mehr hat dies zu tun und sicher ist. Gleichzeitig wurde Besuch sehr positiv (aber ruhig) bestärkt und der Besuch hatte jegliches Kontaktverbot. Nicht mal Blickkontakt war erlaubt. Kein Fütteru gsversuch oder Ansprache.

So beruhigte sie sich mit der Zeit und später konnten wir die mit einigen Freundrn laufen lassen. Sie ließ sich dann sogar von einigen streicheln und knûpfte vereinzelt Freundschaften. Ein "alle Menschen sind super" Hund wurde sie aber nie.

Ich wûrde das nicht auf sich beruhen lassen weil es kein "mal eben schnappen weil erschrocken etc" war, sondern dein Hund tatsächlich mit bestimmten Situationen überfordert scheint. Da ich die Steigerung meiner Hündin bzw wohin das führen kann (trotz Hundetrainer..) erlebt habe, würde ich das in jedrm Fall mal von einem Trainer mit langjähriger Erfahrung begutachten lassen. 

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Rosilein   
vor 6 Stunden schrieb Hova:

..... die Eltern (schätzungsweise 70-80 Jahre alt)

 

Glücklicherweise ist die Verletzung nicht allzu schlimm, aber die Mutter hat trotzdem ein kleines Loch und Quetschungen.

 

Darf ich fragen, die ältere Dame war doch mit dem Biss beim Arzt, ist geimpft ... etc. pp..?

 

Hundebisse, auch wenn sie nur "kleine" Löcher machen, können sich extrem stark entzünden ... das wäre kein Spass in dem Alter

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Hova   

@Fricco: Ja, das kann natürlich sein, da ich es selber nicht miterlebt habe. Aber ich gehe schon davon aus, dass die Beteiligten ehrlich waren und nicht bewusst etwas getan haben, was ihn provoziert haben könnte. 

 

@Acerino: Bei dem Problem mit meinem Vater haben wir anfangs nur mit Nichtbeachten und Leckerlis zuwerfen gearbeitet, aber später auch mit Einschränkungsmassnahmen (auf den Platz schicken und auf dem Platz anleinen). Auch dies hatte keinerlei positiven Effekt. Aber du hast sicher recht, dass ich das mit einem Trainer angehen muss. 

 

@Freefalling und Loko: Ich muss meine Hundesitterin da etwas in Schutz nehmen. Sie hat praktisch rund um die Uhr einen oder mehrere Tages- oder Ferienhunde da, die voll ins Familienleben integriert sind. Daher finde ich es legitim, dass sie auch mal Besuch hat oder mal zum Einkaufen wegfährt. In ihrer Abwesenheit ist auch meist die Tochter da, aber halt nicht ganz immer. Aber es ist schon möglich, dass es an dem besagten Wochenende vielleicht nicht optimal gelaufen ist und dass es meinem Hund zu viel war. 

Er geht allerdings sehr gerne zu ihr und profitiert extrem vom Kontakt mit den anderen Hunden, daher würde ich wirklich ungern wechseln. Zumal es mit meinen unregelmässigen und unkonventionellen Arbeitszeiten recht schwierig ist, jemanden zu finden und ich sie ansonsten super finde. Aber ich werde mir das durch den Kopf gehen lassen und nochmals ein Gespräch mit der Sitterin führen. 

 

@MalamutMica: Ganz am Anfang hat mein Vater selbst meinen Hund gefüttert (im Vorbeigehen oder aus mehreren Metern Abstand Leckerlis zugeworfen). Da das nichts half, habe mit der Zeit ich meinen Hund gefüttert, wenn er nicht bellte oder knurrte (egal, ob er meinen Vater dabei anschaute oder nicht). Entspannt war er dabei allerdings nie. Es war nicht so, dass er meinen Vater die ganze Zeit drohend fixiert hätte, aber er stand immer unter einem gewissen Stress und war in Habacht-Stellung, wenn mein Vater im selben Raum war. Auf den Rat einer Trainerin, die sich die Situation zu Hause angeschaut hatte, haben wir auch gewisse Einschränkungsmassnahmen etabliert (meinen Hund auf seinen Platz in meinem Zimmer schicken, wenn sich mein Vater näherte und der Hund mit Bellen und knurren reagierte, ihn immer wieder für eine Weile auf seinem Platz anleinen).Wenn der Hund frei war, habe ich auf Empfehlung der Trainerin immer darauf geachtet, dass ich mich als "Schutzschild" zwischen ihm und meinem Vater befand, damit er lernt, dass er nicht zu handeln braucht. Das alles hat leider gar nichts gebracht. 

 

Ich dachte lange Zeit, dass sich das Problem ausschliesslich auf meinen Vater beschränkt, da mein Hund auf die allermeisten Leute in meinem Umfeld (auch Besucher, die er nicht kennt) sehr freundlich und positiv reagiert. Im Laufe der Zeit gab es aber gelegentlich einzelne Situationen, in denen er auf ältere Passanten oder Nachbarn mit Fixieren und Bellen reagiert hat. Erst in den letzten paar Monaten, seit wir an einem neuen Ort wohnen, wo es in der Nachbarschaft mehr ältere Leute gibt, fiel mir auf, dass ihm ältere Leute anscheinend generell nicht geheuer sind. 

 

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Hova   

@Lexx: Das klingt wirklich ähnlich mit deiner Aussiehündin. Bei dem Problem mit meinem Vater haben wir mit der Zeit sehr ähnlich gearbeitet (anfangs mit auf den Platz schicken und dort anleinen und in den letzten Wochen dann auch mit Kindergitter, da ich den Eindruck hatte, dass ihn das Anleinen stark stresste). Leider war auch nach mehreren Monaten keine Verbesserung zu beobachten. Bei mir zu Hause hat mein Hund glücklicherweise kein Problem mit Besuch (wobei dies auch meist keine älteren Leute sind). 

 

@Rosilein: Geimpft ist sie, aber beim Arzt war sie nicht. Laut meiner Hundesitterin hat sich bisher nichts entzündet. 

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Lexx   
vor 2 Stunden schrieb Hova:

meinen Hund auf seinen Platz in meinem Zimmer schicken, wenn sich mein Vater näherte und der Hund mit Bellen und knurren reagierte, ihn immer wieder für eine Weile auf seinem Platz anleinen).

 

Das ist falsch bzw NICHT das was ich meine.

In diesem Fall wird der Hund für sein Verhalten bestraft.

Was absolut kontraproduktiv ist.

 

Der Hund sollte BEVOR er sich in der Konfliktsituation befindet räumlich getrennt sein bzw. es sollte nicht zu Situationen kommen wo der Hund denkt er muss mit dem typischen Verhaltensmuster reagieren. 

Und dann wird jedes positive (ruhige) Verhalten bestätigt. 

 

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Hova   

Ja, ich sehe schon den Unterschied. Aber damals mit meinem Vater wäre das praktisch nicht möglich gewesen. Er war ja immer da und ich hätte meinen Hund rund um die Uhr separieren müssen. Die Massnahme war eigentlich auch nicht als Strafe gedacht, sondern sollte ihm eine neue Strategie aufzeigen: "Ich brauche nicht zu drohen, sondern kann mich an einen sicheren Ort zurückziehen." Letzten Endes hat er das aber wohl doch als Strafe aufgefasst, denke ich.

Jetzt, da ich alleine wohne, würde ich ihn auch schon im Vorfeld separieren, wenn mich jemand besuchen würde, der seinem "Feindbild" entsprechen könnte.

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marcolino   

Deinen Beschreibungen nach vermute ich, die Reaktion deines Hundes kam nicht aus dem Nichts.

Es hört sich eher so an, als hätten sich - trotz deiner Versuche der Gegenkonditionierung - die Konflikte mit mittleweile nicht nur älteren Menschen verstärkt statt abgeschwächt.

 

Warum deine Gegenkonditionierung nicht gefruchtet hat, weiß ich nicht - aber ich finde es sehr schade, für deinen Hund, aber auch für dich.

 

Du schreibst, er ist ein DSH-Malinois-Mix - heißt das, ein Mix aus DSH und Malinois, oder ein Schäferhundmix, bei dem unklar ist, ob der Schäferhundanteil vom deutschen oder belgischen Schäferhund ist?

Ersteres fände ich hochbrisant, aber auch wenn "nur" deutscher oder belgischer Schäferhundanteil vermutet wird, würde ich von einem rassetypisch ausgeprägtem Wehrverhalten ausgehen. Ob deine Assoziationen bei der Beschreibung "forsch" mit meinen übereinstimmen, weiß ich nicht; Ist damit gemeint, dass dein Hund auch in unbekannten Situationen eher die Auseinandersetzung/Kontakt sucht statt zunächst abzuwarten oder zu meiden?

Ich meine, auch hier ein rassetypisches Merkmal zu erkennen, weshalb bei Hunden mit dieser Merkmalsausprägung sehr schnell übersehen wird, dass diese Forschheit vor Allem Unsicherheiten überdeckt. Dazu passt auch deine Beschreibung der Situationen, bei denen du selber Unsicherheit und Angstaggressivität erkennst. 

Allerdings vermute ich, die Unsicherheit deines Hundes ist viel größer als bisher offensichtlich zu erkennen ist :(

 

Dein Hund hat nun die Verhaltensstrategie des Nach-Vorne-Gehens in Konfliktsituationen als bewährt für sich abgespeichert, und ist dabei leider taktil geworden.

Ob dies nun ausgelöst wurde durch Überforderung oder durch eine unbewusste/unbedachte Aktion eines Menschen, ist dabei unerheblich.

 

Zu deiner und deines Hundes Sicherheit halte ich einen (positiv belegten) Maulkorb für dringend notwendig.

 

Was deinem Hund fehlt sind Alternativen zu seiner ausgeprägten "Fight"-Strategie (von den 4 F), und um ihn da rauszuholen, bedarf er zum einen der Fähigkeit, unterscheiden zu lernen wann etwas für ihn gefährlich ist, und wann nicht. Zum Anderen benötigt er Selbstsicherheit bei seinen Entscheidungen, weil seine Unsicherheit die für ihn bewährte Strategie des "Fight" triggert.

 

Eine Unterdrückung seines Verhaltens halte ich für grundsätzlich verkehrt, weil damit seine Unsicherheit nicht beseitigt wird. Angebracht halte ich eine positive Unterbrechung bei den ersten Anzeichen dieses Verhaltens, die dann dazu genutzt werden sollte, ein Alternativverhalten zu etablieren. Das Alternativverhalten kann dann z. B. sein, dass dein Hund zu dir kommt, sobald er Unsicherheit verspürt, und du begibst dich dann gemeinsam mit ihm auf eine für deinen Hund ausreichende Distanz zu dem Auslöser.

 

Welche Beschäftigungen/Aktivitäten machst du mit deinem Hund in deiner Freizeit?

 

Einen Trainer vor Ort, der weniger mit einer Methode, sondern mehr individuell über Bindung und Verhalten arbeitet, halte ich für sehr angebracht.

 

 

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gebemeinensenfdazu   

Zeigen und Benennen sehe ich da a) gar nicht groß angewandt,  und b)braucht esdas auch nicht auf Dauer, er weiß ja daß es dein Vater ist, höchstens bei den Tätigkeiten, die er gerade ausführt- wenn er da aber schlicht nur vorbeigegangen ist, birgt das auch keine neue Information. Wenn er dadurch aber ruhig beobachten aus Abstand hätte entwickeln können als Alternativverhalten wäre viel gewonnen gewesen.

In deinem Thread damals hieß es, daß Leckerlies zuwerfen Wirkung zeige, das geht auch schon in Richtung Gegenkonditionierung.

Die funktioniert meines Erachtens auch, wenn der Leckerlieregen die ganze Zeit über fällt, selbst wenn da ein Knurren dabei ist.

Den Raum begrenzen usw. halte ich auch für Unsicherheit verstärkend.

 

Was mit Schäferhunden (belgischen wie deutschen) wohl allgemein recht gut funktioniert ist ins Fuß nehmen und aus der Situation raus- bzw. an ihr vorbeigehen, wenn er mit dem reinen Beobachten nicht viel anfangen kann. Also eine UO-Sequenz abspielen. Da damals hundesportliche Aktivität erwähnt wurde, könnte sich das vielleicht als situative Maßnahme eignen.

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KäptnKörk   

Ja, wie sage ich es nur ganz höflich?

Man stelle sich meinen  Text bitte von Blumen umrankt und mit Vogelgezwitscher untermalt vor,

aber nach den gelesenen Beiträgen, der etwas nebulösen Vergangenheit des Hundes,

tja, und eigentlich generell, finde ich, dass die Überschrift dem Hund richtig Unrecht tut,

 

Ich denke nicht, dass der Biss aus dem Nichts kam.

 

Für den Hund gab es augenscheinlich Gründe.

Leider wird ein Hund, der aus seiner Sicht ganz logisch handelt, für sein Tun vom Großteil der 

Umwelt stigmatsiert. Mein roter Cattle Dog hat sich mal von meiner Stiefmutter 

mit dem Einsatz seiner Zähne Distanz und Ruhe erbeten, was ganz alleine meine Schuld war.

Aber ich musste dringend pinkeln, und statt den Hund mitzunehmen, lasse ich ihn bei 

völlig Hunde-unkundigen und obendrein auch noch aufdringlichen Menschen. Schön blöd.

Dieser Biss kam auch nicht aus dem Nichts.

 

Wie man ältere Menschen positiv(er) besetzt, wurde ja schon geschrieben,

und etwas mehr Frustationstoleranz und Gelassenheit zu üben, ist nie verkehrt.

 

Und sei Deinem Hund nicht allzu böse,

ich jedenfalls kann ihn gut verstehen,

was man sich manchmal von der lieben Verwandtschaft so alles gefallen lassen und anhören muss.............

 

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marcolino   
(bearbeitet)

Ich rieche die Blumen und höre das Gezwitscher :D - und deinen Hinweis, dem Hund nicht böse zu sein, finde ich gut und richtig!

 

Bei mir entsteht aber auch der Eindruck, du bagatellisierst das Geschehene? Ist das so gemeint?

 

Es ist sicher richtig, das Verhalten jetzt nicht über zu bewerten, in der Form, in Panik zu verfallen und dem Hund jetzt den Stempel "gemeingefährlich" aufzudrücken.

 

Trotzdem ist es hier nicht mit etwas Frustrationstoleranz- und Gelassenheitstraining getan, finde ich.

 

Ich meine, hier wurde schon in der bekannten Vergangenheit die Entwicklung einer Verhaltensstrategie übersehen, und da ist schon ein umfassenderes Programm nötig, um sowohl Hund als auch Mensch den nötigen Rahmen und die erforderliche Sicherheit zu geben, die es braucht um Hund und Mensch ein entspannteres (Er-)Leben zu ermöglichen.

 

 

Edit: Schon wieder vergessen, aber: Bitte den Hinweis von @Rosilein unbedingt beachten - mal nachfragen, welche medizinischen Maßnahmen für die Bisswunde vorgenommen wurden, mit Entzündungen einer Bisswunde ist immer zu rechnen und nicht zu spaßen.

Normalerweise wird ja bei einer ärztlichen Behandlung angegeben, wie es zu dieser Verletzung kam. Dann gibt es versicherungstechnische Konsequenzen - die bisher nicht erwähnt wurden, weshalb die Wahrscheinlichkeit vorliegt, dass keine ärztliche Behandlung in Anspruch genommen wurde. Das könnte mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit fatal sein und die Komplikationen verstärken, sowohl für die gebissene Frau, als auch für den Hund :( Also bitte unbedingt auf einer ärztlichen Versorgung bestehen!

 

 

 

 

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