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Dein Hundeforum  Der Hund
Shonaia

Er fehlt so sehr

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Shonaia   

Hallo zusammen


hier die Geschichte unseres Traumhundes Vito:
Bei Vito wurde am Montag vormittag (15.05) Blut abgenommen, da es ihm nicht gut ging, er war sehr schlapp und wollte weder Gassi gehen noch fressen. Am Nachmittag waren die Ergebnisse da. Diagnose: regenerative Anämie. Das heißt er verliert Blut doch sein Körper produziert fleißig nach, leider zu langsam.
2 Ursachen kämen in Frage: innere Blutungen oder Babesiose. Die Ergebnisse für Babesiose würden aber erst am Dienstag zur Verfügung stehen. Wir bekamen einen Ultraschall-Termin für Dienstag um 16 Uhr. Da würden wir dann auch gleich erfahren ob es sich um Babesiose handelt. Was nicht der Fall war.
Diagnose: wahrscheinlich ein geplatzter Milztumor. Diese Tumore sind in den meisten Fällen bösartig und der Hund hat fast keine Überlebenschance.
Es gab 3 Möglichkeiten:
1. Sofort einschläfern
2. Operieren und schaun ob sich Metastasen gebildet haben, dann wird entschieden ob er eingeschläfert werden soll.
3. Operieren und trotz Metastasen weiterleben lassen. Mit Chemotherapie könnte er lt. Info vom TA noch ca. 1-6 Monate leben.
Wir haben uns für Möglichkeit 2 entschieden, da ich mir nicht sicher war, ob es für Vito noch ein schönes Leben wäre wenn er eine Chemo bekommen würde und ob er schmerzfrei wäre.
Wir sind geblieben bis er die Narkose bekommen hat und eingeschlafen ist. Das war so ca. gegen 19 Uhr. Der TA hat uns noch gesagt, dass er in ca. 15-20 Minuten anruft um uns mitzuteilen, ob es bereits Metastasen gibt.
Der Anruf kam ungefähr gegen 20.30 Uhr. Also nichts mit 20 Minuten.
Und dann die halbwegs gute Nachricht.
KEIN Milztumor. Vermutlich Lebertumor.
Es war ein Lebertumor der geblutet hat. Es wurde ein Teil der Leber entfernt. Es gab noch 3 weitere kleine Tumore, die man leider nicht wegoperieren konnte, da sie sich an der Arterie befanden. Es war nicht klar, wie lange er diese kleinen Tumore schon hatte. Kann 4 Monate sein, kann aber schon mehrere Jahre sein. Lebenserwartung lt. Tierarzt: 3 Wochen oder aber auch 2 Jahre.
Unsere Entscheidung war klar: Nicht einschläfern.
Vito hat die OP gut überstanden. Er war noch 2 Tage in der Tierklinik und durfte dann nach Hause.
Er erholte sich sehr gut und war schon bald wieder der Alte. Lt. Befund aus dem Labor war es kein Krebs, sondern nur eine Entzündung der Leber.

Am 12.06 hatten wir einen Ultraschall-Termin, da wurde festgestellt, dass er Hämatome auf Leber hat. Der Tierarzt meinte das könnte von der OP sein oder es hat sich wieder etwas Neues gebildet. Nächster Kontrolltermin am 08.07. Am 21.06 sollten wir die Antwort erhalten.
Es ging ihm morgens nicht gut. Zuerst dachte ich das ihm vielleicht übel ist, wurde aber beim Gassi gehen eines Besseren belehrt. Er wollte wieder nicht gehen, auch aufs Fressen hatte er keine Lust. Also sofort ab in die Tierklinik und Ultraschall machen.
Leider waren die Hämatome nicht von der OP. Er hat wieder in den Bauchraum geblutet. Der Tierarzt meinte eine OP wäre nicht sinnvoll, da es die letzte OP nur 5 Wochen her ist und es nach der 2ten OP noch schneller wieder gekommen wäre.
Die härteste Entscheidung meines Lebens wurde getroffen: einschläfern.
Zuerst bekam er die Narkose und ist friedlich und schwanzwedelnd in meinen Armen eingeschlafen. Ich hab nicht geweint, da ich ihm nicht das Gefühl geben wollte das etwas nicht stimmt. Dann gab es die letzte Spritze. Er wurde gestreichelt bis nach seinem Tod. Danach gab es für mich kein Halten mehr und ich musste losweinen.
Er wurde 11 Jahre alt

Und jetzt nach fast 2 Wochen kommen die Zweifel.

Der Tierarzt meinte am 21.06 noch wir könnten ihn mit nach Hause nehmen, da er keine Schmerzen hat. Ich hab ihn dann gefragt, wie lange er noch überlebt mit den inneren Blutungen. Er meinte es kann noch einige Tage sein, es kann aber auch sein, dass er in der Nacht auf den 22.06 stirbt.

Ich frage mich jetzt, ob das einschläfern richtig war, oder ob wir ihn noch mit nach Hause hätten nehmen sollen und warten sollen bis er von allein einschlaft. Er wollte ja nicht mehr fressen und auch spazieren gehen wollte er nicht mehr.

Hätten wir ihn nochmal operieren lassen sollen oder wäre das nur ein Hinauszögern gewesen?

Ich vermisse ihn ganz wahnsinnig.

 

Jetzt waren wir am Freitag (30.06) Welpen aus der Welpennothilfe anschaun. Mein Mann hat sich sofort in einen der Kleinen verliebt. Er möchte gerne diesen Hund haben.

Ich hab noch Zweifel. Der Kleine ist wirklich zuckersüß. Aber ich weiß nicht ob einem neuen Hund schon gerecht werde, da ich Vito noch immer so sehr vermisse.

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asti   

Das tut mir sehr leid, Shonaia. Es ist immer sehr schlimm, einen treuen Gefährten gehen lassen zu müssen.

 

Hättest du anders gehandelt, dann wäre das sicher mit Schmerzen für den Hund gewesen. Selbst mit Schmerzmitteln wäre die Zeit für Vito sicher nicht schön gewesen. Ich bin mir sicher, du hast richtig entschieden. Bitte zweifel nicht so stark daran. Du hast ihm den letzten Freundschaftsdienst erwiesen, den du ihm erweisen konntest.

 

Mit dem neuen Hund musst du entscheiden, ob du schon so weit bist. Da reagiert jeder anders, daher kann ich dir nichts raten. Der eine sieht den Hund als Ablenkung und sagt, dass er eine andere Ecke in seinem Herz bekommt. Andere sagen, für sie ist ein anderer Hund zu beschwerlich, da sie alles lernen müssen, was der bisherige Hund schon kannte und sie würden immer vergleichen.

Daher musst du da für dich entscheiden.

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marcolino   

Mein herzliches Beileid :(

 

Diese Entscheidung gehört schon bei der Anschaffung eines Hundes mit dazu, und wird immer zu den schlimmsten Entscheidungen gehören, die wir im Leben treffen müssen.

Deinen Schilderungen nach stimme ich der Argumentation des TA zu, so weh das auch tut :(

 

Es geht nicht um Lebensverlängerung, sondern um Lebensqualität. Diese hat durch die Erkrankung von Vito sehr gelitten, und mit Sicherheit hast du ihm noch längeres Leiden erspart.

 

Ein neuer Hund nimmt Vito nichts weg, und der Platz in deinem Herzen wird immer ihm gehören.

 

Du wirst doch von deinem Mann unterstützt bei dem neuen Hund, und vielleicht ist genau dieser Welpe zu diesem Zeitpunkt in euer Leben gekommen, um den Platz, den Vito nun körperlich nicht mehr einnimmt, zu belegen und ihm die Fürsorge zuteil werden zu lassen, die auch Vito bei euch genießen konnte.

 

Für mich war vor 6 Jahren, als mein Ersthund Marco starb, unser zweiter Hund Vasco unglaublich wichtig. Er hat mir zwischen all die Tränen auch immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, einfach weil er DA war, und auch meiner Fürsorge und Zuwendung bedurfte. Als 5 Wochen später unser Amigo als Welpe zu uns kam, gab es noch mehr Sonnenschein in meinem Leben. Das hat die Trauer bei mir weder verdrängt, noch geschmälert - aber mir überaus lebendig gezeigt, dass das Leben trotz meines Verlustes nichts an seiner Schönheit verloren hat.

 

Alles Gute und viel Kraft für die kommende Zeit :knuddel

 

Lieber Gruß

Moni

 

 

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Cony   

Hallo Shonaia,

 

ich befinde mich gerade im ähnlichen Auf-und-ab-Trauma was die Gefühle für meinen Hund angeht. Nur dass unser 12,5jähriger Hund mehrere Tumore auf der Milz hatte und diese schon aufgebrochen in den Bauchraum bluteten. Ich kann mich also gut in Dich hineinfühlen und habe ebenfalls diese Verunsicherung, ob man denn alles richtig entschieden hat.

Letzendlich habt ihr genau wie wir für den Hund entschieden und ihn bei so einer Diagnose gehen zu lassen ist einfach nur richtig, denn man erspart dem geliebten Tier weiteres Leid. So eine Entscheidung ist nie leicht und Du mußt auf Dein Bauchgefühl hören, ob es schon richtig ist, einen neuen Hund in Dein Leben zu lassen. Es warten ja so viele

Hunde im Tierheim auf ein neues Zuhause. Doch man sollte auch bereit dazu sein und das Herz sollte offen sein und Platz haben für den neuen Hund.

 

Wenn Du noch nicht bereit dazu bist, dann warte noch ab, denn es ist nicht schön für den neuen Hund, wenn er in ein Haus voller Trauer kommt. Hunde spüren instinktiv wenn

noch Trauer im Haus ist. Mein Hund reagierte z. B. auf jede Ängstlichkeit, die andere Menschen zeigten - er hatte dafür eine sensible Ader.

 

Lass noch etwas Zeit verstreichen und besprich Dich mit Deinem Mann ganz offen wie Deine Gefühle zu diesem Thema sind.  Sonst kann es Dir passieren, dass er auf einmal mit dem Hund ankommt und denkt, er könnte Dich damit trösten.

Ähnliches ist bei meinen Bekannten passiert und der Welpe ist nun schon 6 Monate im Haus und die Besitzerin sagt, dass sie sich nun erst langsam für den neuen Hund begeistern kann. Schade für den Welpen in so einer wichtigen Entwicklungsphase.

 

Unsere Wegbegleiter werden wir nie vergessen - auch wenn ein Nachfolger einzieht, wird dieser nie den vorherigen Hund ersetzen, denn er wird einen anderen Charakter haben und seine eigenen Wege aufzeigen.

 

Alles Gute

 

Cony

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Initcha   
(bearbeitet)

Liebe Shonaia,

oh ich kann dich so gut verstehen....

ich habe am 31 April meinen größten Schatz verloren den ich je gehabt habe.

Ich kam aus der Reha nach Hause, sonst kam er mir immer entgegen, diesmal nicht. Ich kannte ihn und wusste das da was war.

Also bin ich zum TA gefahren, Alles wurde gemacht um einiges festzustellen, bis zum Ultraschall....da wurde festgestellt das er Blut im Bauchraum hatte.

Sofort in die Klinik, da hat man einen Tumor 3 cm an der Milz festgestellt der wohl geplatzt war.Leber wurde auch per Ultraschall untersucht....aber nichts zu sehen.Auch ich hatte 3 Möglichkeiten und habe mich für die Notop entschieden.Als ich mich von ihm verabschiedete schaute er mich an...ich hatte geahnt das ich ihn nicht wieder sehen würde.Nachts kam der erste Anruf....Milz mit Tumor entfernt, 1 1/2 Liter Blut abgesaugt, In der Leber der Tumor war geplatzt.....man hat um ihn gekämpft. 2 Stunden später der nächste Anruf in der Aufwachpf.- hat er nicht mehr gewollt und ist gegangen, ich vermisse ihn auch sehr,Du hast alles richtig gemacht.....Wir lieben unsere Fellnasen und möchten nicht das sie leiden

 

IMG-20140912-WA0003~2.jpg

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black jack   
(bearbeitet)

 Vor 3Wochen unser wundervoller Spock gestorben. 

 

Wir haben den TA vor Ort um den Ultraschall  (Notdienst)gebeten obwohl er uns in die TK schicken wollte. 

Wir wussten nichts vom Krebs aber ich hatte seit Tagen das Gefühl das etwas nicht stimmt. 

Beim US sah man einen Milz,Blasen usw.Tumor. 

Er blutete in den Bauchraum.War stark aufgegast, hechelt verstärkt. 

Spock War in Narkose und unsere Entscheidung war klar wir wecken ihn nichtmehr. 

Theoretisch hätte er den nächsten Tag erleben können, kann man nicht sagen. 

Es war so ein Schock aber wir haben uns geschworen leiden muss hier kein Tier .

Ich glaube ich habe 5 Tage nur geheult :(

 

Eigentlich kann ich Dir nur Kraft wünschen 

 

 

 

 

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Freefalling   

Mir tut das auch wahnsinnig Leid. 

Ich finde, du hast absolut richtig gehandelt. In beiden Fällen. Die Entscheidung für die erste OP hätte ich ebenso getroffen und auch dann dafür, ihn gehen zu lassen. Hunde leben im Hier und Jetzt. Du hast ihm Leiden erspart und das ist richtig gewesen.

 

Mit dem neuen Hund... Das ist individuell. Ihr solltet beide dafür bereit sein. Wenn es noch zu früh für dich ist, nimm dir die Zeit. 

 

Mir würde es leichter fallen (aber auch da ist jeder anders), einen anderen Hundetyp zu wählen. Ich bin mit einem Zwergschnauzerrüden aufgewachsen. Er ist jetzt 16 Jahre tot und ich habe mich sogar letztes Jahr noch für einen ganz anderen Hund (Wesen, Aussehen etc) entschieden und das sehr bewusst. Ich konnte sogar einige Jahre nichts mit Hunden anfangen, die ganz anders waren als mein erster. Also verspielt, kuschelbedürfrig etc. Jetzt muss ich mich völlig neu einlassen und tue das mit ganzem Herzen. 

Wenn du das noch nicht kannst, ist das völlig okay. Lass dir da nicht reinreden. 

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Shonaia   

Ich danke euch für die Anteilnahme. Ich wünsche allen denen es im Moment auch so geht, und auch jenen die diese schlimmen Erfahren bereits vor längerer Zeit machen mussten mein tiefstes Mitgefühl und viel Kraft.

Es tut gut zu lesen, dass man damit nicht alleine ist. Obwohl ich natürlich niemandem so etwas wünsche. Aber leider lässt sich der Abschied nicht vermeiden wenn man sich ein Haustier nimmt.

Es ist schlimm bei wie vielen so in etwa das gleiche passiert ist wie bei mir und meinem Schatz. Krebs ist ein Arschloch.

Was mich nur so geschockt hat war, dass Vito 11 Jahre völlig gesund war. Wir waren wirklich nur zum impfen beim TA. Auch die Bluttests die ich jedes Jahr machen ließ waren hervorragend. Unser TA meinte immer er hat Werte wie ein Junghund.

Ich denk mir jetzt seit einiger Zeit: Hätte man da nicht vielleicht etwas sehen müssen beim letzten Test (wurde im Oktober 2016 gemacht)? Oder hätte man beim Ultraschall was sehen können und früher handeln können? Wir haben in den 11 Jahren nie einen Ultraschall machen lassen, da ich ja an sowas gar nicht gedacht habe.

Ich hab viel nachgedacht und denke mittlerweile, dass ich bereit bin für einen neuen Hund. Allerdings mache ich mir vermehrt Gedanken darüber, dass irgendetwas mit ihm sein könnte. Was wahrscheinlich mit den Erlebnissen der letzten Wochen zusammenhängt. Ich denke ich werde die erste Zeit noch übersensibel sein.

 

LG

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Initcha   

Liebe Shonaia,

man hätte vorher nichts sehen können. Ich war mit meinem Teddy Juli 2016 beim Tierarzt (er war auch nie krank) weil ich merkte das irgendwas nicht ok war.

Er wurde gründlich auf den Kopf gestellt...große Blutuntersuchung....Röntgen US....das ganze Programm....aber nichts festzustellen.

Im Januar 2017 habe ich ihn noch einmal ganz unersuchen lassen weil ich immer noch merkte das da was war. Man stellte eine leichte uf der Schilddrüse fest( heute weiß ich das das eine reaktion auf den Lebertumor war.Weder an den Leberwerten noch beim US war irgendwas zu sehen. Da war die Leber schon von Tumoren belegt.

Es ist eine schleichende Krankheit.Sie ist vorher nicht zu bemerken, auch wenn man sich bemüht. Ich wollte auch gleich keinen neuen Hund zu groß war der Schmerz, ich denke auch das Teddy mir den Spyke geschickt hat....er wäre sonst ins TH gekommen.....wenn die Zeit reif ist....wirst du es merken

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