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Dein Hundeforum  Der Hund
Cony

Halbiertes Rudel! Gefühlschaos in mir!

Empfohlene Beiträge

Cony   

Hallo!

 

Leider ist aus meinem 2er Rudel nun ein Einzelhund geworden, da einer meiner Hunde krankheitsbedingt eingeschläfert werden musste. Seine Körbchen, Futternäpfe, Spielzeug sind

weggeräumt.

Es sieht leer aus in der Wohnung weil dieser Herzenshund nun fehlt. Mein verbliebener Rüde kommt im Moment scheinbar ganz gut damit aus nun Einzelprinz zu sein. Mit seinen 12 Jahren ist er auch schon ein ruhiger Senior. Ich habe ihn gestern in der Tierklinik durchchecken lassen, habe einen Ultraschall machen lassen, da es mir keine Ruhe ließ und um nichts zu übersehen ob er im Moment tumorfrei ist. Gott sei Dank war das Ergebnis gut - was aber nicht ausschließen lässt, dass es in einem halben Jahr wieder anders sein kann.

 

Ich kümmere mich viel um meinen Senior und trotzdem fehlt der Hundekumpel immens und ich hadere damit, ob und wann ich einen weiteren Hund einziehen lassen soll.

 

Die Vernunft sagt mir: "Warte bis Dein Senior gegangen ist, es könnte zu stressig sein mit einem Junghund!"

 

Das Herz sagt: " Gib einem weiteren Hund einen guten Platz!"

 

Mein Mann sagt: "Ein Hund reicht - wir werden älter und mit 2 Hunden ist vieles komplizierter im Alltag!"

 

So lebe ich momentan in einem Gefühlschaos und es geht auf und ab mit mir. Ich schaue Tierheimseiten und Züchterseiten an und fühl mich bei all dem Chaos und der Trauer um

meinen verstorbenen Hund einfach nur schlecht.

 

Wer hat Ähnliches erlebt und wie seid Ihr damit umgegangen?

 

Liebe Grüße

 

Cony

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Loko12   

Ich kann dich verstehen. Manchmal will man etwas was man hatte. Obwohl es nun einfacher ist.

 

Hier sind wir Anfang Mai von 3 auf zwei Hunde geschrumpft.

Fast täglich schaue ich nach anderen Hunden. Aber es ist einfacher so wie es jetzt ist. Wir hatten viel Stress und Arbeit und nun viel mehr Freizeit, die für die zwei bleibt.

 

Darum wird hier kein dritter mehr einziehen, obwohl im Herzen einer fehlt.

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marcolino   

Empfinden tut das jede/r anders, und auch die Entscheidung muss jede/r für sich selber treffen.

 

Mir wäre es richtig, richtig schlecht gegangen, wenn nicht nach Marcos Tod noch ein weiterer Hund - unser Vasco - da gewesen wäre.

 

Das habe ich geahnt, und auch wenn die Entscheidung für einen zweiten Hund noch weitere gute Gründe hatte, so war eben auch der Gedanke daran, wie ich die Zeit ohne Hund überleben soll mit ausschlaggebend dafür, dass wir Vasco noch als Welpen zu unserem damals 10-jährigen Marco dazu holten.

 

Die Entscheidung war richtig, aber bei uns haben auch die Umstände gut gepasst.

 

So konnte ich aufgrund meiner Arbeitszeiten (=wenig) sehr gut dafür sorgen, den Welpen für Marco nicht als Last sondern als Bereicherung unserer Familie zu erfahren.

Ich konnte Marco sehr gut "lesen" und habe so immer erkennen können, wann es ihm mit dem Welpen zu lästig wurde. Dabei habe ich es als MEINE Aufgabe angesehen, ihm dann den kleinen Wusel vom Leib zu halten.

Bei vielen Gelegenheiten gab es auch immer Zeit nur für Marco und mich, auch auf den Spaziergängen habe ich darauf geachtet, dass Marco seine Gewohnheiten nicht umstellen musste. 

Marco hat dann auch nach einigen Wochen selber "Aufgaben" beim Umgang mit dem Welpen übernommen, er musste nichts und durfte sich jederzeit entscheiden, wieder sein Ding alleine zu machen. Er ist dabei wieder lebhafter geworden und hatte viel Spaß mit Vasco.

 

Ich habe das wirklich versucht, aus dem Blickwinkel von Marco zu sehen und daraus überlegt, wie dieser Familienzuwachs auch für ihn zu einer Bereicherung werden kann.

Das hat ganz wunderbar geklappt, und ich bin davon überzeugt, Marco hatte nicht das Gefühl nun auf's Abstellgleis geraten zu sein, weil ein junger und agiler Hund nun mit zu unserem Leben gehörte.

 

Vasco hätte wohl nach Marcos Tod gut auch Einzelprinz bleiben können, hat aber dann ab dem 2. Tag des Einzugs von Amigo mit absoluter Begeisterung den neuen Kameraden aufgenommen. Das war 5 Wochen nach Marcos Tod, und Vasco war da noch keine zwei Jahre alt.

 

Ich denke, das Wichtigste ist: Genug Zeit zu haben und auf die Bedürfnisse aller Hunde zu achten - und selber das Gefühl zu haben, der Althund ist und bleibt immer die Nr 1.

Dann ist es auch nicht schwer, dieses Gefühl dem Hund zu vermitteln :)

 

Marco war übrigens Nr. 1a, Vasco war Nr. 1b ;)

Irgendwie ist jeder Hund etwas Besonderes, und jeder hat seinen Platz in meinem Herzen, der ihm von Niemandem weg genommen werden kann.

 

 

Höre darauf, was dein Herz sagt - physikalisch ist der Platz frei und wartet; Wenn du das Gefühl hast, das Füllen dieses Platzes tut deinem Herzen gut, dann kannst du dies auch so gestalten, dass dein alter Hund davon profitiert :)

 

Alles Gute! 

Moni

 

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Elchifan   

Hallo Cony,

tut mir sehr leid für Euch dass ihr einen Eurer beiden gehen lassen musstet.

wir hatten letztes Jahr im Oktober die selbe Situation. Unser Aaron hat mit knapp 10 J. einen Tumor im Kopf gehabt so dass wir ihn innerhalb von 5 Tagen (nach dem ersten Verdacht) aus der Narkose für das CT nicht mehr aufwachen liessen. Diese Entscheidung war unheimlich schwer, aber für meinen besten Freund - die einzig richtige.

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Seine Schwester Nikita hat doch sehr gelitten und ihren "Großen" gesucht. Anschließend wurde sie ziemlich lethargisch und trauerte merklich.

Wir haben sein Körbchen etc. nie weggeräumt weil wir den leeren Platz nicht sehen konnten.

Nach ein paar Wochen habe ich dann angefangen einen Welpen zu suchen, zum einen weil uns einfach etwas fehlte (obwohl ein Hund weniger anstrengend ist) zum zweiten um Nikita wieder etwas aufzumuntern (obwohl sie inzwischen 10,5 J ist). Wohlwissend dass Aaron unersetzbar ist, denn jeder Hund ist einzigartig.

Nach langer Suche (über 4 Monate)  habe ich dann endlich einen Züchter in Kalifornien gefunden, welcher bereit war den "Zirkus" mitzumachen, der zur Vorbereitung und Überführung eines Welpen nach Deutschland nötig ist.

Mitte März bin ich dann nach LA / USA geflogen und habe "Mexx" abgeholt.

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Im Nachhinein die beste Entscheidung die wir treffen konnten und ich bin sehr froh dass meine Partnerin das auch mitgetragen hat.

Der Kleine verträgt sich super mit "Tante" Nikita und sie leitet ihn in vielen Dingen richtig gut an, so dass die Erziehung deutlich einfacher läuft als bei unserem Geschwisterpaar 2007. Niki hat sich auch wieder mehr gefangen und hängt nicht mehr so durch, obwohl man ihr das fortgeschrittene Alter einfach schon anmerkt.

Inwischen ist der Bursche 7 1/2 Monate und wir haben noch keinen Tag bereut, obwohl wir auch nicht mehr die allerjüngsten sind.

Wir haben nun wieder ein prima Team

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und wenn Niki eines Tages (so in ca. 100 Jahren) auch mal gehen muß, werden wir weitersehen und neu Entscheiden müssen wie es weitergeht. Da kann man sich heute noch nicht festlegen und sollte das auch nicht.

Viele Grüße Dieter

 

 

 

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Lexx   

Wir sind leider innerhalb eines jahres von 3 auf einen hund reduziert worden. Der übriggebliebene hund ist auch noch schwer krank (epilepsie) und nicht mehr ganz jung (9 1/2).

Ich fand es schrecklich... bei uns zog dann wieder ein welpe ein. Das war die beste entscheidung für uns und ich habe es keinen tag bereut. Auch wenn es recht schnell ging (2 monate mach dem tod des 2. Hundes). Fûr uns war es genau richtig. Nach der ganzen Trauer (Hunde waren 12 und 13 gewesen, einer herzkrank, einer krebs) und den sorgen (auch um die noch lebende hündin) war es wirklich balsam für die seele mal wieder einen jungen und gesunden hund zu haben. Einen der zwar viel arbeit macht, aber noch mehr freude. Es war auch gut dass es ein welpe war, wir haben endlich wieder bzgl. Hunde unbeschwert lachen können und waren abgelenkt genug um nicht in der trauer zu zerfließen.

Aber das kannst du leider nur selber wissen. Hör in dich rein. Und es tut mir sehr leid um deinen hund.

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Jensylon   

Hallo Cony. Es tut mir sehr leid das Euer Hund die Reise antreten musste.

Ich verstehe den Wunsch nach einem neuen Freund dem ihr ein schönes Plätzchen bieten könntet aber auch die Bedenken deines Mannes. Wäre für Euch eine Option statt einem Jüngling eventuell einen etwas älteren Hund (so 5 aufwärts?) die Chance zu geben eure Familie zu bereichern? 

Vielleicht wäre das auch ein Argument für deinen Mann bezüglich das ihr auch älter werdet. 

 

Ihr werdet zusammen schon eine Option finden für Euch und einem möglichen Familienzuwachs :)

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esther-01   
(bearbeitet)

hallo cony

ich fuehle mit dir, und ich weiss dass das eine echt schwierige entscheidung ist. Vor drei jahren war ich in einer aehnlichen situation, und zwar ist meine geliebte sandy(goldenretriever mischling) erst an einer gebaermutter entzuendung erkrankt, und als sie halbwegs gesund war, sind wir zu TA zur kontrolle gegangen, und dort hat der Tierartzt einen boesartigen tumor festgestellt, da sie schonn 12 Jahre alt war kamm eine risikoreiche operation nicht infrage, und wir haben beschlossen sie bei uns zu behalte, bis sie schmerzen hat. Da sie immer schwaecher wurde und unsere andere hundedamen damals 6 jahre alt sich langweilte, bescholossen wir eine welpen aus dem Tierheim zuholen. sandy schloss ihn gleich ins Herz und chica und er sind auch heute noch unzertraenlich, ein paar tage danach hatte Sandy so starke scherzen dass wir schweresherzens den TA zu uns nachhause kommen liessen, und sie ihn meinen armen einschlaefen konnte.

Bis heute denke ich dass es die beste entscheidung war den kleinen podenco mischling Lenox zu uns zu holen, er hat uns und auch Chica in der trauerfase segr geholfen, und ein leben ohne ihn koennte ich mir nicht mehr vorstellen.

Viel Glueck bei deiner Entscheidung

Lg: Esther

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Cony   
(bearbeitet)

Hallo zusammen,

 

komme erst heute zum Antworten. Ich hatte am Dienstag einen Sturz im Garten. Resultat: angeschwollenes Augenlid mit Bluterguss, kaputte Brille, gestauchtes Handegelenk mit Bluterguß, geprellte Rippen, Blutergüsse an den Knien. Gott sei Dank ist nichts gebrochen.  Die Rippenprellung ist aber bei jeder Bewegung schmerzhaft!!!

 

Danke für Eure aufmunternden Beiträge. Einen älteren Hund hatte ich im Tierheim im "Auge". Der ist allerdings schon 8 Jahre alt und hätte bei mittlerer Größe auch nur eine Lebenswartung von ca. 5 Jahren, dann steht man wieder vor dem selben Dilemma.

 

Ich habe ehrlich gesagt, noch nicht mit meinem Mann darüber geredet und werde das angehen, sobald ich gesundheitlich wieder fitter bin. Dieser Sturz kam aus heiterem Himmel und ich bin schon froh, dass nix gebrochen ist und ich meine Hand noch einigermaßen benützen kann. Zeit für einen Welpen habe ich und Platz etc. genug, das ist kein Problem.

 

Somit bleibt mehr Zeit, die Gedanken zu sortieren.

 

Danke und liebe Grüße an alle

 

Cony

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Jensylon   

Du machst ja Sachen.:o

Gute besserung. 

Naja, 8 ist ja noch kein Alter. ;)

Vielleicht gibt's ja nicht nur entweder oder sondern beides?(ein Körbchen für den ausm Tierheim und für einen kleinen) Wenn Platz und Zeit genug ist... :whistle;)

 

Wichtig ist nun erstmal gesund werden und dann das Gespräch mit dem Mann. Und wenn der richtige Moment gekommen ist sucht sich ein Hund schon den weg euer Herz zu erobern :)

 

 

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Cony   

Hallo,

 

so blöd kann es laufen - mit dem Sturz! Hatte noch Glück, mein Schutzengel ist wohl neben mir mitgeflogen, sonst hätte es schlimmer ausgehen können.

 

Vom Herz aus, hätte ich hier ein ganzes Hunderudel. Mein Mann ist aber der Ansicht, dass 2 Hunde schon genug sind. Bei meinem verstorbenen Hund waren ja

schon die Kosten für die Medikamente in den letzten 2 Jahren bei gut 3000 € mit TIerarztkosten. Das kann sich auch nicht jeder einfach so leisten.

 

Und einen Hund wieder weggeben, weil man sich das nicht leisten kann, wäre der Horror für mich.

 

Nun muss ich erst mal wieder ganz fit werden und dann kann ich weiter sehen, welche Entscheidung gefällt wird.

 

Liebe Grüße

 

Cony

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