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AnjaBla

Erziehung/ Aggression?

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Ferun   

Ich finde nicht das ein Hund zu gehorchen hat. Ich finde es viel schöner wenn er mit mir zusammen arbeiten will. 

Bei jedem Hund , aber grade bei einem Hund mit dieser Vorgeschichte kann das total nach hinten losgehen.

Der braucht erst mal Zeit , viel Zeit und in dieser Zeit , sollte er die Erfahrung sammeln dürfen , daß er euch vertrauen kann.

Also ich würde versuchen beim Freund ein Umdenken zu bewirken.

 

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Freefalling   
(bearbeitet)

Mein Hund kennt gar kein Aus von mir, weil mein Freund das Kommando nämlich auch versaut hat sozusagen. ;) Er benutzt das weiterhin und Femo hat verstanden, dass das sowas heißt wie "Hör auf". Wird beim Bellen oder in die Hände Beißen benutzt. Für letzteres habe ich "Schluss!" und beim Bellen reagiere ich nicht mit Verboten. 

 

Wir haben da ziemlich viel beklopptes.

Wenn er was nicht fressen soll, sage ich Nein. Wenn er mir etwas geben soll, gehe ich hin und sage "Tauschen?", er lässt es fallen und bekommt was tolles anderes dafür. Das muss sich aber lohnen. :D Am besten sind zwei gleichwertige Spielzeuge. Die kann man dann gut hin und her tauschen. Oder Leckerlie für ein Spielzeug. Er muss mir aber nie etwas Essbares geben.

 

Dann haben wir noch "Soll ich nochmal werfen?" Da hat er verstanden, dass ich seinen geliebten Ball nicht haben, sondern nochmal werfen will. Geht auch bei Stöcken o.ä. Da veräppel ich ihn auch nie. Das Spiel geht auf jeden Fall weiter. Wenn ich aufhören will zu spielen, tausche ich gegen ein Leckerlie. 

 

Dann haben wir noch "MEINS!" wenn er meinen Socken geklaut hat. Da gibt's nix für. Den will ich einfach wiederhaben. Funktioniert aber auch wirklich nur bei meinen Sachen. ;)Das respektiert er.

Wenn ich ihm ein neues Spielzeug gebe, knurrt er mich an, wenn ich es wieder wegnehmen will. Finde ich verständlich. Ist ja seins. 

 

Insgesamt klappt das alles sehr gut. Aber nur, weil ich ihm quasi immer sage, warum ich das jetzt haben will und ihm nie einfach so etwas wegnehme, nur weil ich meine, das müsste so. Ich empfehle euch vielleicht einfachere Kommandos. :D

 

Wenn er knurrt, wenn ich ihn bedränge (Zeckensuche o.ä.), respektiere ich seinen Unwillen und gebe ihm Raum. Wenn er auf dem Bett liegt, ich ihn runter schicke und er dann knurrt (war nur einmal), schmeiß ich ihn nicht runter, aber werde etwas lauter und gebe nicht nach bis er aufsteht. Das ist alles sehr situativ bei uns. 

 

Tiere aus dem Auslandstierschutz, die sich teilweise von Welpenalter an auf der Straße zurechtfinden müssen, darf man nicht mit Härte erziehen. Sie sind es gewohnt, Entscheidungen selbständig zu treffen und sind oft sehr sensibel was die Kommunikation angeht. Man sagt gern, die Tiere seien einfach so dankbar und alles. Aber sie sind zunächst einmal unfreiwillig bei uns. Man muss sie überzeugen, zu kooperieren. Das geht vor allem mit Futter und kuscheligen Schlafplätzen. :D Und mit Fairness. Meine ich. 

Ich finde auch jetzt in manchen Situationen erst raus, was er eigentlich will und ob das etwas ist, was unproblematisch ist oder nicht. Man erspart sich viel Ärger, wenn man dem Hund erstmal klar macht "Hey, bei mir ist Wurst und Party" anstatt sofort zu erwarten, dass er gehorcht.

 

 

Edit:

Übrigens werde ich viel belächelt wegen meines Umgangs mit dem Hund. Ich sei nicht streng genug, lasse zu viele Freiheiten. Manchmal stimmt das vielleicht. Da müssen wir dann halt nachjustieren. Aber dafür habe ich einen Hund, der von sich aus gern was mit mir macht und das ist eine enorme Grundlage für alles andere. Habe ich übrigens im Forum gelernt. ;)

 

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NannyPlum   
(bearbeitet)

@Freefalling so ähnlich geht's mir auch manchmal. Bei mir ist heißt es gerne "du stellst dich aber an mit deinem Hund" und die Leute verdrehen die Augen. Ja, tue ich! Und stehe da auch zu. Ich sehe es wie Ferun, mein Hund muss nicht gehorchen, sondern wir sind ein Team. Funktioniert bei uns wunderbar.

Letztlich muss man immer nur dran denken, dass Druck Gegendruck erzeugt. 

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gebemeinensenfdazu   
vor 49 Minuten schrieb Freefalling:

 

Tiere aus dem Auslandstierschutz, die sich teilweise von Welpenalter an auf der Straße zurechtfinden müssen, darf man nicht mit Härte erziehen. Sie sind es gewohnt, Entscheidungen selbständig zu treffen und sind oft sehr sensibel was die Kommunikation angeht.

Da glaube ich ja, daß das auf alle zutrifft. Es ist immer für alle besser mit der Motivation zu arbeiten als dagegen.  Aversivler, die uns beim Training zugucken staunen manchmal (komischerweise).

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Freefalling   

Das stimmt sicher. Ich glaube nur manchmal, dass es für Straßenhunde noch komischer sein muss einfach zu "hören". Denen kann man ja nix vormachen, was das Leben angeht. Aber vermutlich hast du Recht und es gilt für alle.

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recao   

Ich find's übrigens den totalen Hammer, wie die Hunde das von sich aus, von HalterInnenseite erstmal unerwartet, mit dem Tauschen machen... 

habe mich das vorhin nicht zu schreiben getraut, wegen off topic, aber das muß mal raus :D Das älteste und immer benutzt werden werdende Handelssystem in Windeseile geblickt... 

Paßt nun sogar zum Thema, weil es sooo zeigt, WIE unvorstellbar willig zu und gut in Kommunikation mit uns fremder Spezies sie sind.

(Wenn man ihnen die Chance gibt, ihnen auch entgegenkommt.)

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AnjaBla   

Ich möchte mit unserem Kleinen auch als Team funktionieren :) Das wäre natürlich optimal!

Und mir ist auch klar, das sowas Zeit braucht... meinem Freund scheinbar nicht so... aber er hatte auch bisher keine Hunde aus dem Tierschutz. Meine Familie schon... der letzte war aus Spanien, allerdings ein eher ängstliches Tier. Joker war nachher soooo ein toller Hund, der alles immer gemacht hat und mit dem man alles machen konnte. Peanut hingegen ist deutlich selbstbewusster und eigenständiger... wurde uns auch bei der Anschaffung gesagt: konsequent erziehen!

Das versuche ich auch... aber eben ohne dabei "böse" oder gar handgreiflich zu sein... ich wiederhole Kommandos auch einfach bis er sie ausführt, geh ihm eben so lang damit auf die Nerven bis er es tut... klappt dann auch. Und wird immer besser.

Gestern z.B. war er das erste mal abends mit im Extrablatt als wir noch einen Kaffee getrunken haben. Ich fand, dass es sehr gut geklappt hat. Mein Freund nicht. Klar schnupperte er um unseren Tisch herum und als sich ein paar Tische weiter ein älteres Pärchen mit Hund (ganz alter Labbi, sah exakt so aus wie Herrchen :D) hingesetzt hat, hat er auch Laut gegeben... was ja vollkommen normal ist, vorallem wenn man bedenkt, dass es das erste Mal war...

Hab meinem Freund dann auch noch mal gesagt "Wir haben ihn zwar jetzt schon so und so lang, aber das ist eben ERST so und so lang! Wenn du einen ruhigen, "fertigen" Hund haben wolltest hätten wir so einen Labbi wie vorhin im Extrablatt aussuchen müssen!" Ich hoffe das er auch mal so langsam versteht was da bei uns eingezogen ist ^^

Allerdings hab ich gestern auch noch kurz Panik bekommen... ich war nachher noch mit Peanut auf der Hundewiese, die liebt er ja :) Tja... die ist nun leider "undicht" geworden... er ist mal eben unter dem Zaun durchgeflutscht und abgehauen (die Stadt bekommt deswegen heute auch noch einen Anruf von mir)... zum Glück haben im Park nebenan ein paar Jugendliche Fußball gespielt und er wollte mitspielen, da hab ich ihn dann leicht wieder anleinen können als er freudig mit dem Ball auf mich zukam.

@recao

Nehm ich dir nicht krumm :) Seh ich eher genauso!

Ich sag ja auch das er (in jeglicher Hinsicht) noch erzogen werden muss :P

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