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Dein Hundeforum  Der Hund
Knopfinchen

Welpe knurrt und bellt andere Hunde an - brauche bitte konkrete Tipps

Mark

Test

Notiz hinzugefügt von Mark

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Knopfinchen   

Hallo!

Ich habe einen Malteser-Welpen, der 11 Wochen alt ist. Ganz cooles Kerlchen, im Grunde auch sehr freundlich.

Solange er nichts mit anderen Hunden zu tun hat.

Nun ist es ja so, dass man einfach anderen Hunden unterwegs begegnet. Das lässt sich ja nicht vermeiden. Egal wie groß der andere Hund ist, mein Kleiner zischt sofort drauf los, knurrt, bellt. Es ist m.M.n. absolut keine Spielaufforderung.

Soweit mir bekannt, hat er keine schlechten Vorerfahrungen mit anderen Hunden. Mit seinen Geschwistern kam er augenscheinlich auch gut klar. Auch der Züchter hat diesbzgl. keine Probleme bemerkt.

Also m.M.n. muss er auch gar nicht zwingend was mit anderen Hunden zu tun haben, wenn das denn einfach nicht seins ist. Aber: Ich möchte natürlich, dass er auf Dauer an anderen Hunden vorbeigehen kann ohne völlig auszuflippen.

Meine Frage ist nun: Wie erreiche ich das? Ich brauche wirklich konkrete Tipps... Ich habe so viel im Internet gelesen und auch in Büchern. Aber ich finde nicht den ultimativen Lösungsansatz.

Was ich mir rausgezogen habe ist schonmal, dass er mich als Rudelführer akzeptieren muss und sich an mir orientieren soll. Er soll sich nicht als Beschützer fühlen, sondern sich von mir beschützt fühlen. Also das ist schonmal klar...
Aber wie mache ich ihm das nur in diesen Situationen klar? Oder kommt das doch einfach noch von selbst, wenn sich die Bindung noch stärker aufgebaut hat?

Ich gebe einfach mal ein Beispiel und hoffe, dass mir jemand schreiben kann wie genau er sich verhalten würde:

Ich gehe mit Welpe spazieren, um die Ecke kommt ein anderer Hund, Welpe springt sofort drauf zu, knurrt, bellt, zieht an der Leine. Ich habe also keine Chance von Vornherein durch Ablenkung o.ä. Welpe vorbeizuführen.
Und was ist dann die beste Reaktion? Wenn ich mich schlicht vor ihn stelle, also den Sichtkontakt unterbreche (ob mit oder ohne Ansprache), dann läuft er natürlich an mir vorbei, zurück zum Hund - logisch. Einfach so bleiben (also vor ihm stehend), festhalten und warten bis der andere Hund vorbei ist? Ihn am anderen Hund vorbeiziehen? Nicht so gut, oder? Ich müsste ihn wirklich über den Boden schleifen, um ihn da wegzubekommen und das will ich ihm ja eher nicht antun. Hochnehmen und wegtragen...? Mit-"bellen" durch klare Anrede/Ansage soll ja auch nicht so gut sein... Beruhigend sprechen hingegen auch nicht, weil man ggf. Ängste bestätigt.
Ach, es ist schwierig....

Also es wäre echt toll, wenn jemand da vielleicht die Idee hätte. Ich habe schon mit einigen Hundebesitzern gesprochen, aber der ultimative Tipp war noch nicht dabei. Und es fiel halt alles auch so unterschiedlich aus. Von "aaaaach, das ist ganz normal am Anfang und gibt sich von allein", bis "dem muss man gleich klar machen, wer der Boss ist" war alles dabei. Aber so konkrete Tipps/Handlungsweisen eben nicht...

Danke auf jeden Fall, wer bei dem Roman bis hierher gelesen hat! ;o)

 

LG

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Ann   

Gerade solche Fälle sind nichts für eine internetdiagnostische Fernlösung, sondern für einen kompetenten Trainer vor Ort. Immerhin gehts hier um einen Welpen, da sollte jetzt ein bisschen was richtig laufen, bevor sich das ganze Verhalten festigt.

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Knopfinchen   

Okay, danke Ann!

 

Siehste... und ich dachte gerade weil er eben noch ein Welpe ist, lässt sich da noch leicht(er) selber "gegenarbeiten".

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Ann   
(bearbeitet)

Neeee, was man jetzt durch Experimente versaut (zb, weil wir hier online nicht so viel sehen können, wie ihr interagiert, wie Deine und seine Körpersprache ist, usw), daran hat man sehr schnell im blödesten Fall für immer zu tun.

 

Prägezeit usw...

 

Bei nem erwachsenen Hund kann man eher herumprobieren und auch mal "was falsch machen", aber bei Welpen würd ich direkt "so gut wie möglich" agieren, mit nem kompetenten Trainer, der sich alles anschauen und frühzeitig gegensteuern kann.

Es ist eventuell/vermutlich leichter von der Arbeit her, weil das Verhalten noch nicht so fest sitzt, aber man muss es halt richtig machen.

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velvetypoison   

Hauptsache erstmal:  Weg von der Rudelführertheorie. :)

 

Sonst: Was Ann sagt.

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Knopfinchen   

Danke, ihr 2!

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gebemeinensenfdazu   

Magst du trotzdem noch etwas mehr erzählen (das mit dem GUTEN Trainer ist sicher eine gute Idee)? Wie verhält er sich denn im Freilauf? Hat er andere Hundetypen und-rassen überhaupt schon kennegelernt? Nur an der Leine zu führen und keinen Kontakt zu erlauben mündet oft in Leinenaggression und Berührungsängsten, dazu darf man es nicht kommen lassen.

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Knopfinchen   

Freilauf ist ähnlich... er saust hin, bellt, knurrt, geduckte aber gerade nach vorn gelehnte Haltung (sieht in meinen Augen bedrohlich aus...), wendet sich dann aber auch manchmal wieder ab (auch wenn er an der Leine ist)... das sind dann aber mehr Pausen und es geht nach kurzer Zeit weiter.

 

Dass es einfach noch an anderen, unbekannten Hunderassen liegen könnte, hatte ich natürlich noch gar nicht bedacht! Das macht total Sinn! Nur einen "andersrassigen" Hund kannte er von seinem ersten zu Hause, also vom Züchter.

 

Das mit den Berührungsängsten war auch meine Befürchtung, wenn man ihn immer nur vorbeiführt...

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Hundekuchen   

Das beste wird wirklich sein dir einen guten Trainer in der Nähe zu suchen.. Die bieten in der Regel auch Welpenstunden an.. Grade wenn es dein erster Hund ist halte ich das für wichtig.. Ich denke dadurch wirst auch du dir im Umgang mit deinem kleinen sicherer und er hat Kontakt zu anderen Hunden, und den braucht er.. Immer aus allem raus halten wenn man noch eine Chance hat ist meiner Meinung nach unfair dem Hund gegenüber.. Ist schließlich ein soziales Tier und der Kontakt zu anderen Hunden ist immer noch auf eine andere Art Befriedigend als der zu "seinem Menschen" 

Hundetrainer und ab dafür.. Dann wird das alles schon :)

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2010   
(bearbeitet)
vor 14 Stunden schrieb Knopfinchen:

Meine Frage ist nun: Wie erreiche ich das? Ich brauche wirklich konkrete Tipps... Ich habe so viel im Internet gelesen und auch in Büchern. Aber ich finde nicht den ultimativen Lösungsansatz.

 

Der Lösungsansatz ist : Hunde verstehen lernen und ihre Sprache, um ihr Verhalten interpretieren zu können.

 

Zitat

Also es wäre echt toll, wenn jemand da vielleicht die Idee hätte. Ich habe schon mit einigen Hundebesitzern gesprochen, aber der ultimative Tipp war noch nicht dabei.

 

Siehe oben.

 

 

Ich versuche mal das von dir geschriebene zu interpretieren.

Der Hund hat gelernt auf jeden anderen Hund zuzustürmen und diesen zu verbellen und anzuknurren.  Die Ursache beschreibst du nicht, aber es wird eine geben zu dieser Fehlentwicklung.

Welpen haben ja keine grosse Auswahl an Verhaltensrepertoire. Sie können mit Flucht reagieren, sie können mit Angriff reagieren und sie können einfrieren und sie können versuchen mit spielen die Situation zu meistern.

 

Je nach Charackter und schon evt. erlerntem Verhalten, zeigt der Hund dieses oder jenes.

Das sieht ein geübter Züchter früh und ein geübter Hundehalter und auch ein Trainer.

 

Du suchst eine Lösung, beschreibst aber dein ZIEL nicht. Versuche mal dein ZIEL zu formulieren. Was soll der Hund zeigen, wenn ihr anderen Hunden begegnet.

 

Heute?

Morgen?

Und nächstes Jahr.

Wie stellst du dir das angemessene Verhalten deines Hundes vor?

 

Wenn du das dann mit dem jetzigen Verhalten abgleichst und überlegst, wie du deinem Hund JETZT helfen kannst, sich anders zu verhalten, als er das jetzt kann und es ihm jetzt hilf. Dann bist du einer Lösung näher. Und dann kannst du nach Trainingsmethoden suchen.

 

Und mein ganz konkreter Tipp: man ist beim eigenen Hund ech auch noch betriebsblind. Geh und such dir einen freundlichen modernen Trainer, der dir jetzt hilft. Das schont deinen Hund, dich und deinen Geldbeutel auf lange Sicht enorm.

 

LG

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