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Enton

Kastration bei Hündin

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Enton   

Hallo. 

Ich weiß leider nicht ob hier über dieses Thema schonmal gesprochen wurde, aber ich habe leider nichts gefunden.

Ich bin im Moment etwas hin-und hergerissen. Vielleicht könnt ihr mir einen Rat geben.

Meine Labradorhündin Sunny ist jetzt 1 Jahr alt und war auch schon einmal läufig. Nun geht es darum ob ich sie kastrieren lassen soll? Meine Tierärztin hat mir dazu geraten wegen dem erhöhten Gesäugetumorrisiko bei nicht kastrierten Hündinnen. Jetzt habe ich aber gelesen das die Kastration andere Tumorerkrankungen begünstigt.

Vielleicht habt ihr Erfahrungen die ihr mir berichten könnt. 

Vielen Dank schonmal.

Lg

 

 

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gebemeinensenfdazu   
(bearbeitet)

Die Kastration verringert statistisch das 2 prozentige Risiko von Gesäugetumoren (bei manchen Rassen ist es etwas erhöhter aber immer noch gering) auf 0,5% , dafür erhöhen sich die Risiken für andere weitaus schlechter therapierbare Tumoren.

Erfahrungen zeigen, daß der Eingriff lukrativ für Tierärzte ist, die ihn als "Gesundheitsvorsorge" empfehlen, und daß sie mitunter deswegen auch noch später am Hund verdienen.

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Enton   
vor einer Stunde schrieb gebemeinensenfdazu:

Die Kastration verringert statistisch das 2 prozentige Risiko von Gesäugetumoren (bei manchen Rassen ist es etwas erhöhter aber immer noch gering) auf 0,5% , dafür erhöhen sich die Risiken für andere weitaus schlechter therapierbare Tumoren.

Erfahrungen zeigen, daß der Eingriff lukrativ für Tierärzte ist, die ihn als "Gesundheitsvorsorge" empfehlen, und daß sie mitunter deswegen auch noch später am Hund verdienen.

Ok vielen Dank für deine Antwort.

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Carlotta48   

Hallo...meine erste Hündin (das war vor 20 Jahren) wurde kastriert wegen Gebärmutterentzündung.Damals war es wohl die Option.

Im Nachgang hat sie dann eine Schildrüsenunterfunktion bekommen ,damit einhergehend alle Möglichen Ängste und häufig Hautentzündungen.Nach Einstellung mit Schildrüsenmedikament (hier werden fehlende Hormone ersetzt) lief sie wieder rund.Die Medikamente musste sie ihr ganzes Leben nehmen.Im Rahmen eines Besuchs in einer TK wurde mir gesagt,daß sich häufig eine Schildrüsenunterfunktion nach Kastration einstellt.

Meine andere Seniorin wurde auch kastriert-damals wegen des vorhandenen Rüden auf unserem Hof und der freilaufenden Rüden auf den benachbarten Höfen.Sie dauerhaft einzusperren war keine Option also wurde sie auch kastriert.Sie ist nun 11 und ist undicht-also wird hier auch wieder mit Medikamenten gedoktert diese Folge der Kastration zu beheben.

Bei beiden Hündinnen war das Fell eine Katastrophe und verfilzt sehr schnell.

Ohne dringenden Grund tät ich es auch weiterhin nicht machen lassen.Ich denke man sollte sehr genau schauen und abwägen.

                           LG

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agatha   

ich frage michimmer,wer wohl die Vorfahren unserer Hunde kastrierte , um sie vor......

Ich meine, wo kommt eigentlich diese Statistik her, unkastrierte Hündinnen erleiden mehr Krebs usw.

 

In meiner Umgebung wollen die HH von Hündinnen ihre Tiere kastrieren lassen, da sie dann weiger Arbeit bereiten.

Und Rüden werden aus dem selben Grund kastriert, lassen sich leichter führen.

 

Meine Hündinnen wurden dick und träge nach der Kastration.

(eine hatte Milchleistentumore, andere vom Tierschutz)

 

Alle unkastrierten Hündinnen waren wie sie waren, eben Hündinnen.

Und wurden eben so alt.

 

 

 

 

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Carlotta48   
(bearbeitet)

Hallo..nochmal, die obengenannte erste Hündin ist auch an Krebs gestorben- Milz und Lebertumor superaggressiv.Die zweite Kastratin hatte vor 2 Jahren einen Perianaltumor und aktuell einen Knoten (hier stehen die Ergenisse noch aus) am Bein.

Durch die Kastration bekommt die Hündin vielleicht keine Gesäugetumore mehr aber der Scheiß Krebs ist eben sehr vielfältig.

Wenn Krebsvorsorge das Argument pro Kastration sein soll wo will man denn da anfangen zu schnippeln.

                                                    LG

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Lemmy   
vor 5 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

und daß sie mitunter deswegen auch noch später am Hund verdienen.

 

Na, ich hoffe mal dass die Tierärzte dann wenigstens zu den richtig Reichen der Gesellschaft zählen, bei den unzähligen kastrierten Hunden... Hier jedenfalls sind beide mir bekannten TÄ nun nicht gerade reich, aber vielleicht machen sie was falsch. 5 Angestellte... wer braucht die denn schon! Und so ein Ultraschall-Gerät kann man sicher auch gebraucht kaufen. Röntgengerät tut es vielleicht ja auch ne Kamera... Praxismiete? Ach... Eigentum. Muss man eben erben.  ;)

 

 

Tendenziell bin ich auch eher dagegen, Hunde unnötig (also ohne medizinischen Notfall oder dauerhafte Probleme mit den Geschlechtsorganen) kastrieren zu lassen, sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen. Bei Tierschutzhunden bin ich ein wenig verständiger, wenn die Tiere vor Ort kastriert werden da sie dann oftmals nicht so gut beaufsichtigt werden können, und man nicht immer strikt nach Männlein und Weiblein trennen kann. Aber hier in Deutschland? SOllte man in der Lage sein, seinen Hund zu beaufsichtigen. In der Regel zumindest.

 

Ich kenne eine Boxerhündin, die ist 10 Jahre alt - schon sowieso für die recht krebs-geplagte Rasse nicht schlecht - und unkastriert. Die Dame hatte weder jemals Probleme mit Läufigkeit und Scheinschwangerschaft noch hatte sie je irgendwo Milchleisten-Tumore.

 

Ich denke also, deine Hündin jetzt (mit einem Jahr) zu kastrieren ist weit verfrüht. Oder gibt es in ihren Ahnen vielleicht eine gesammelte Häufigkeit dieser Tumore? 

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Nuka   

Also in Kanada wird einem grundsätzlich zur Frühkastration geraten, genau aus dem genannten Grund der Vorsorge. Auch wird einem gesagt, dass schon nach der ersten Läufigkeit dieser 'positive' Effekt der verringerten Gesäugetumoren rapide sinkt und bei einer Kastra nach der zweiten Läufigkeit nicht mehr vorhanden ist. 

Mein Hund ist unkastriert mit vier Jahren und wird das auch bleiben, solange keine Komplikationen auftreten. Übrigens hatten die Läufigkeiten bei meinem Hund auch positive Effekte...nur so am Rande. 

Gruß Sarah

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Enton   
vor 26 Minuten schrieb Lemmy:

 

Na, ich hoffe mal dass die Tierärzte dann wenigstens zu den richtig Reichen der Gesellschaft zählen, bei den unzähligen kastrierten Hunden... Hier jedenfalls sind beide mir bekannten TÄ nun nicht gerade reich, aber vielleicht machen sie was falsch. 5 Angestellte... wer braucht die denn schon! Und so ein Ultraschall-Gerät kann man sicher auch gebraucht kaufen. Röntgengerät tut es vielleicht ja auch ne Kamera... Praxismiete? Ach... Eigentum. Muss man eben erben.  ;)

 

 

Tendenziell bin ich auch eher dagegen, Hunde unnötig (also ohne medizinischen Notfall oder dauerhafte Probleme mit den Geschlechtsorganen) kastrieren zu lassen, sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen. Bei Tierschutzhunden bin ich ein wenig verständiger, wenn die Tiere vor Ort kastriert werden da sie dann oftmals nicht so gut beaufsichtigt werden können, und man nicht immer strikt nach Männlein und Weiblein trennen kann. Aber hier in Deutschland? SOllte man in der Lage sein, seinen Hund zu beaufsichtigen. In der Regel zumindest.

 

Ich kenne eine Boxerhündin, die ist 10 Jahre alt - schon sowieso für die recht krebs-geplagte Rasse nicht schlecht - und unkastriert. Die Dame hatte weder jemals Probleme mit Läufigkeit und Scheinschwangerschaft noch hatte sie je irgendwo Milchleisten-Tumore.

 

Ich denke also, deine Hündin jetzt (mit einem Jahr) zu kastrieren ist weit verfrüht. Oder gibt es in ihren Ahnen vielleicht eine gesammelte Häufigkeit dieser Tumore? 

Danke für deine Antwort. Ist mir nicht bekannt das ihre Ahnen diesbezüglich irgendwelche Krankheiten hatten

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gebemeinensenfdazu   
vor 17 Minuten schrieb Lemmy:

 

vor 5 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

und daß sie mitunter deswegen auch noch später am Hund verdienen.

 

Na, ich hoffe mal dass die Tierärzte dann wenigstens zu den richtig Reichen der Gesellschaft zählen, bei den unzähligen kastrierten Hunden.

 

Deshalb stand da ein Relativsatz "die ihn als Gesundheitsvorsorge empfehlen", genauer als "Krebsgesundheitsvorsorge". Echte medizinische Indikationen sind etwas ganz anderes.

 

Soviel sollte sich ein Tierarzt heutzutage doch weiterbilden, daß er das nicht pauschal empfiehlt.

Wenn man mal im Netz guckt findet man leider durchaus Seiten ( auch von Tierarztpraxen), die mit den relativen Zahlen werben (nur noch 25% Risiko) und die Risikoerhöhung für andere Krebsarten nicht erwähnen und oft fehlt auch der kleine Hinweis mit eben Schilddrüsenunterfunktion, Gelenkproblemen und Inkontinenz etc., die bei größeren Hündinnen sehr häufig vorkommt (frühere Pflegehündin war nach der pyometrabedingten Kastration inkontinent) Da unterstelle ich einfach betriebswirtschaftliche Interessen.

 

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