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Enton

Kastration bei Hündin

Empfohlene Beiträge

Freefalling   

Ich habe ja keine Hündin, aber ich habe sehr oft schon gelesen, dass die erste und zweite Läufigkeit hormonell wirklich wichtig sind für die geistige Reife des Hundes. Wenn es medizinisch nicht notwendig ist und kein intakter Rüde im Haushalt lebt, würde ich das nicht einfach so machen lassen. 

Mein Rüde wurde sehr früh kastriert (vermutlich unter einem Jahr) und ich glaube, dass das nicht gerade zu seinem Vorteil war.

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gatil   
(bearbeitet)

Meine erste Hündin habe ich erst mit 8, die zweite zeitgleich mit 4 Jahren kastrieren lassen (Zuchthündin).

Die erste bekam dann mit 12 Gesäugetumore, die ich mitsamt der Milchleiste entfernen liess. Diese Op war für den Hund kein Problem. Sie starb mit 16.

Die jetzige Hündin wurde mit 7 kastriert. Vor fast 4 Jahren.

Ich hatte nicht weiter drüber nachgedacht und fand es halt praktisch.

Heute habe ich hier einen seit fast 4 Jahren tröpfelnden Hund, der, nimmt er seine Inkontinenzpille nicht, ausläuft. Und eine stets braun verfärbte Stelle am Schwanz hat.

Sehr wahrscheinlich eine Folge der Kastration. Durchaus üblich.

 

Ich würde es heute sehr viel mehr abwägen und auch mich eher gegen eine Kastration entscheiden.

 

Die Kastration ist eine OP, die die Hunde normalerweise gut wegstecken. Aber auch die OP aufgrund Gesäugetumor war hier kein Problem, früh genug. Lässt sich auch leicht feststellen.

 

Die eventuellen Komplikationen der Kastration wie Inkontinenz sind schwerwiegender.

 

......unabhängig, was hormonell mit ihm passiert und wie es sich durchaus negativ auf seine Psyche auswirkt.

Hündinnen werden z.B. nicht "milder"

im Wesen, eher im Gegenteil, weil das ausgleichende Östrogen wegfällt.

 

 

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Laikas   

Ich würde meine eigenen Hunde niemals ohne echte Notwendigkeit am Körper verletzen und verstümmeln lassen, nicht mal wenn man mir Geld dafür geben würde. Jede OP tut weh und hat immer auch ein Risiko, auch in der Nachbehandlung (hier im Forum war vor kurzem jemand, dessen Hündin das Nahtmaterial nicht vertragen hat und die Wunde hat sich komplett geöffnet).

 

Einen so radikalen Eingriff ins Hormonsystem, was wieder neue Probleme verursacht, nur zur Vorsorge gegen eine der vielen Krebsarten? Dr. McCoy vom Raumschiff Enterprise im Jahre 2200 würde sagen: "Das ist Steinzeit!" ;) Da hoffe ich lieber auf Fortschritte in der Human- und Tiermedizin als mich solchen Verfahren anzuvertrauen und gehe das Risiko lieber ein (das Immunsystem und Allergien sind auch so ein Trauerspiel). Ich denke so und handle danach, obwohl ich auch schon eine unkastrierte Hündin hatte, die mit 11 Jahren einen erbsgroßen Knubbel am Gesäuge hatte mit der Prognose, dass es ziemlich sicher zu Krebs werden wird. Den habe ich dann sofort entfernen lassen. Sie war aber auch noch nicht herzkrank, konnte narkotisiert werden und hat es dann sehr gut weg gesteckt.

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fifu   
vor 4 Stunden schrieb Freefalling:

...., dass die erste und zweite Läufigkeit hormonell wirklich wichtig sind für die geistige Reife des Hundes.

 

Ich habe ja erst vor kurzem die 1. Läufigkeit mit Zaza erlebt. Zaza hat in dieser Zeit einen wahnsinnigen Entwicklungssprung

gemacht. Die draufgängerische, teils sehr unkonzentrierte und distanzlose Junghündin wurde dabei merklich ruhiger, ist nun "mehr bei sich",

startet kaum noch unkontrolliert durch und arbeitet viel konzentrierter mit mir.

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Freefalling   

Genau das habe ich schon so oft gehört und das macht ja auch Sinn. Das ist super für euch. Ich warte auch noch verzweifelt auf Femos 1. Läufigkeit. :rolleyes: (Scherz)

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Zyramaus   

Zyra wurde im Juni vier Jahre und im August läufig, danach behaupte ich, wurde sie wirklich (endlich) standfester und selbstsicherer. Sie hat (hatte) so viele Ängstlichkeiten,  die nun tatsächlich besser geworden, aber nicht beseitigt, geworden sind.

Warum sollte ich den Hund unter das Messer legen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist und sie von mal zu mal reift? Zumal sie während ihrer Läufigigkeit ein sehr reinlicher Hund ist?

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Nadja1   
(bearbeitet)
vor 22 Stunden schrieb Enton:

Hallo. 

Ich weiß leider nicht ob hier über dieses Thema schonmal gesprochen wurde, aber ich habe leider nichts gefunden.

Ich bin im Moment etwas hin-und hergerissen. Vielleicht könnt ihr mir einen Rat geben.

Meine Labradorhündin Sunny ist jetzt 1 Jahr alt und war auch schon einmal läufig. Nun geht es darum ob ich sie kastrieren lassen soll? Meine Tierärztin hat mir dazu geraten wegen dem erhöhten Gesäugetumorrisiko bei nicht kastrierten Hündinnen. Jetzt habe ich aber gelesen das die Kastration andere Tumorerkrankungen begünstigt.

Vielleicht habt ihr Erfahrungen die ihr mir berichten könnt. 

Vielen Dank schonmal.

Lg

 

 

 

Die TÄ ist natürlich der 'Oberhammer'.  Sie sollte wissen, dass dazu eine medizinische

Indikation vorliegen muss. Nur aus Angst, es könnte da und dort ein Krebs auftreten,

ist verboten, auch wenn ich TA bin.

Wenn es eine Hündin ist, die vom seriösen Züchter kommt, würde ich da  mal fragen,

ob in der Linie vermehrt 'Gesäugetumor' vorliegt. Wenn ja, wäre das eine Überlegung wert.

Ansonsten muss man sehen, dass Millionen Hündinnen auch ohne Kastration alt werden

und ein solcher tiefe Eingriff mehr Negatives hervorbringt, oder willst Du einen Baby-Hund 

for ever ? Hier:

http://www.hund-unterwegs.de/hunde-blog/kastration-lasst-eure-hunde-ganz/

 

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Enton   

Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Bin jetzt auch zu dem Entschluss gekommen Sunny nicht kastrieren zu lassen. Hatte auch nicht so ein gutes Gefühl dabei. 

Lg 

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Vhenan   
(bearbeitet)
Am 3.9.2017 um 12:44 schrieb agatha:

Und Rüden werden aus dem selben Grund kastriert, lassen sich leichter führen.

 

Sie sind dann nicht per se leichter führbar, das ist ein Gerücht.

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Mark   
vor 27 Minuten schrieb kareki:

Sie sind dann nicht per se leichter führbar, das ist ein Gerücht.

 

Ich stehe Kastration auch äußerst kritisch gegenüber, aber eines ist auch klar: Vielfach entfällt dann die den Besitzern immer äußerst unangenehme Problematik, dass unkastrierte Rüden auf andere unkastrierte Rüden mitunter mit Kommentkämpfen reagieren. Die Hormone bestimmen dort das Verhalten. Getreu dem Motto: Weg mit gleichgeschlechtlicher Konkurrenz.

 

Hundebesitzer können das alles vielfach nicht unterscheiden, haben keinen Blick dafür, was tatsächlich abläuft, schätzen Situation falsch ein und genau das entspannt sich bei der Kastration ... meist.

 

Rüde kastriert und ruckzuck reagieren anderer unkastrierte Rüden ganz anders auf diesen Hund. Genau deswegen ist die Kastration bei Rüden ja so beliebt. Wenn man Pech hat, verändert sich der Geruch des kastrierten Rüden dann so stark, dass er wie eine läufige Hündin riecht und wird von anderen Rüden bestiegen. 

 

 

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