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Dein Hundeforum  Der Hund
Malyssimo2912

Junghund, Entwicklung insbesondere Pubertät

Empfohlene Beiträge

Malyssimo2912   
(bearbeitet)

Guten Tag liebe Nutzer,

ich habe ein Problem mit meinem Junghund Marley...

 

Steckbrief: (erster Hund)

Name: Marley

Alter: 9 Monate

Rasse: Golden Retriever 

 

Steckbrief: (zweiter Hund)

Name: Tiago

Alter: 7 Jahre 

Rasse: Labrador Retriever 

 

Nun zum Problem..

Ich habe Marley von klein auf kennengelernt, mit 4-5 Wochen hatten wir unsere erste Begegnung und seit seiner 9ten Lebenswoche lebt er mit mir, meinem Freund und unseren zwei Katzen zusammen. Am Wochenende besuchen wir immer meine Eltern an einem anderen Standort, wo sich mein Zweithund befindet. 

Bisher hat alles im Großen und Ganzen in der Erziehung soweit gut funktioniert. Auch mit den Katzen und meinem anderen Hund versteht er sich super.

Von Anfang an hat Marley neben meinen Katzen sein fressen bekommen und auch mit meinem Zweithund immer zusammen in einem Raum fressen bekommen. Da gab's bisher nie Probleme!

Nun befindet er sich in der Pubertät und letztes Wochenende hat er meinen Zweithund angegriffen als ich sie wie immer zusammen füttern wollte, er hat geknurrt die Zähne gefletscht und dann angegriffen. Mein Zweithund hat sich nicht gewehrt und geht im Haus meistens den Streitereien die Marley anfängt aus dem Weg und ist regelrecht genervt, draußen jagt mein Zweithund Marley aber auch manchmal.. Allerdings meidet mein Zweithund den Raum jetzt und hat "Angst" bzw verhält sich so.. Ich kann eigentlich gar nicht genau sagen wer der "Boss" von beiden ist..

Ich habe beim füttern alles wie sonst auch gemacht. Dasselbe hat er bereits bei meinen Katzen versucht, sobald er am fressen war und die Katzen nur hinter im vorbei gehen wollen hat er sich einfach umgedreht um sie zu verjagen und hat dabei auch geknurrt. 

Am nächsten Tag hat mein Vater, der beide Hunde am Wochenende meistens füttert, sie gefüttert und es ist Nichts vorgefallen! Am Tag danach als er sie gefüttert hat genauso nichts passiert. 

Bei uns Menschen hat Marley bisher kein aggressives Verhalten gezeigt wir können das Fressen wegnehmen und er bekommt immer erst wenn er was dafür macht sein fressen, er verhält sich bei uns sehr unterwürfig. Das Fehlverhalten zeigte er bisher auch nur im Zusammenhang mit Futter sonst "noch" nicht..

 

Meine Fragen:

 

Wie muss ich mich als souveräner Rudelführer nun verhalten? Wenn ich Marley nach solch einem verhalten "nur" maßregele ist es damit ja nicht getan ich muss ihm ja ein alternatives besseres verhalten zeigen, aber wie? 

Wie erkenne ich wer von beiden der Boss ist? Was macht einen guten Rudelführer aus?

Wie sind eure Erfahrungen und was habt ihr für Tipps für mich?

 

Vielen Dank im Voraus!!

 

Malyssimo2912 :)

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Freefalling   

Hallo,

Es ist spät und deshalb eine kurze Antwort:

Ab jetzt sorgst du dafür, dass Marley... 

a) in Ruhe fressen kann. Also Katzen und Zweithund in der Zeit raus aus dem Zimmer.

b) nichts mehr tun muss für sein normales Futter. Ab jetzt stellt ihr ihm das hin und lasst ihn in Ruhe. Nicht mehr wegnehmen. Euer bisheriges Verhalten hat vermutlich seine Sorge ums Futter ausgelöst. 

 

Maßregeln ist nicht nötig. Gebt ihm einfach keinen Grund zur Ressourcenverteidigung. Er scheint ja nicht übergriffig zu sein und an fremdes Futter zu wollen. Gebt ihm Raum und Ruhe. 

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gebemeinensenfdazu   

Auch wenn diverse Fernsehpseudohundekenner es immer wieder anders behaupten: Hunde brauchen keine Rudelführer, es gibt sie noch nicht einmal, genausowenig wie "Bosse" unter den Hunden. Diese völlig überholte Meinung beruht auf kynologisch längst widerlegten Thesen, die auf der Basis von Gehegewolfsbeobachtungen gemacht wurden- also zwangsweise vergesellschafteten Wölfen, die sich in Gefangenschaft befanden. Die Thesen haben keinen Bestand, da

- Hunde keine Wölfe sind

-Hunde mit menschen keine Rudel, sondern Sozialgemeinschaften bilden, weil Hunde sehr wohl zwischen Mensch und Hund unterscheiden können

- Menschen keine Wölfe sind (s. Sozialgmeinschaft)

- sie nicht in Gefangenschaft bei dir leben

 

Der Mensch schafft idealerweise eine Vertrauensgrundlage, die Konkurrenzverhalten unnötig macht. Das Vertrauen wird zerstört, indem man z.B. dem Hund regelmäßig aus "Rangordnungsdemonstration" das lebenswichtige Futter wegnimmt, also fängt er an, es zu verteidigen. Maßnahme: s. voriger Beitrag.

Mehr Vertrauen in faire Gleichbehandlung wirkt Konkurrenzverhalten entgegen.

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Elchifan   

Erst mal:

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Wie Du siehst, haben wir auch zwei - Nikita links fast 11J. + Mexx rechts 10 Mon.

Futterneid od. Ressourcenverteidigung gibt es bei den beiden nicht, da jeder einfach sein Futter gleichzeitig und ohne irgendwelche Gegenleistung bekommt.

Auch bei Leckerchen + Belohnungen achten wir darauf dass es wir nicht splitten. Wenn z.B.: einer etwas gut gemacht hat und dafür belohnt wird, kriegt der zweite ebenfalls eine Belohnung - obwohl er nichts gemacht hat - Ergebnis = keinerlei Neid - auch dann nicht wenn tatsächlich mal nur einer was kriegt.

Selbst mit den Katzen (3 Stück) gibt es kein Futterproblem. Natürlich versucht mal einer den Katzen zuvorzukommen und was wegzunaschen aber diese werden meist im Stall gefüttert wo die Hunde normalerweise nicht dran kommen.

Schmickt euch das mit dem Rudelführer ab. Jeder Hund sucht sich seine Bezugsperson selbst aus und das kann auch mal der/die vermeintlich Schwächere sein.

Auch unter den Hunden selbst wechselt die "Führerschaft od. Rangordnung" in unterschiedlichen Situationen, so dass es "den Rudelführer" eigentlich nicht gibt.

I.d.R. wird zwar meistens (aber nicht immer) der ältere Hund den Ton angeben - so ist das jedenfalls bei uns - aber der Jungspund wird mit zunehmendem Alter sein eigenes Standing entwickeln und unabhängiger von der Führung des Älteren.

Fazit: mehr auf Vertrauen und Zusammenarbeit setzen als auf Bevormunden und maßregeln.

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Freefalling   

@Elchifan Ich finde es schön, dass es bei euch so gut klappt. Und ihr tut sicher euren Teil dazu. 

 

Es gibt aber auch Hunde, die beim Futter keinen Spaß verstehen ohne dass was anderes schief läuft. In diesem Fall wohnt der Hund nichtmal mit den anderen Tieren zusammen. Das finde ich einen großen Unterschied. Der sollte allein essen dürfen, wie zu Hause. Finde ich. 

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Elchifan   

@Freefalling Passt schon, ich bin ja auch froh dass es bei uns so gut klappt - aber wir sind da sicher nicht das Maß aller Dinge.

Der Hund und die Katzen leben beim TE wohl ständig zusammen, der Zweithund nur zeitweilig.

Durch Abtrennung der Fütterung hat "Marley" sicher mehr Ruhe beim Fressen da er nichts verteidigen muss - dann muß man aber zumind. die erste Zeit drauf achten, dass die anderen Tiere nicht zeitversetzt quasi vor seiner Nase was zu fressen kriegen.

Mir geht's auch mehr darum ob sich ein Hund sein Fressen "verdienen" muß - wodurch sich die Anspannung eher steigert und um das allgemeinverständnis zur Hundehaltung.

 

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