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Dein Hundeforum  Der Hund
Kleiner Wolf

Warum macht er das?

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Kleiner Wolf   

Hallo Ihr Lieben!

 

Es gibt gewisse Dinge bei meinem Hund, die ich nicht deuten kann.

 

1. Ich sitze gemütlich auf der Couch, der Hund neben mir. Mein Freund kommt vor die Couch, beugt sich zu mir runter (nicht zum Hund, der liegt daneben mit genügend Abstand) und gibt mir einen Kuss. Was macht mein Hund? Er schnappt nach meinem Freund! Er hat in solchen Situationen auch schon hysterisch gebellt, dass wir uns total erschrocken haben und das Küssen sofort beendet haben. Zur Info: Er mag meinen Freund sehr und er ist zwar nicht so viel da wie ich, aber auch eine wichtige Bezugsperson. Er ist kein Gast, er gehört zu uns. Wieso passt ihm das nicht? Wie soll ich mich da verhalten?

 

2. Zum Thema Alleine sein habe ich schon Threads eröffnet. Das Alleine sein klappt schon sehr gut. Aber: Wenn mein Freund auch daheim ist und ich aufstehe und raus gehe, dann springt er auf und rennt zur Tür. Er steht dann davor und wartet. Wenn es länger dauert, legt er sich wieder hin. Wenn ich dann komme, schießt er gleich wieder zur Tür. Er steht ganz gespannt und aufrecht da und schaut mich an. Da mein Freund da war, kann er mir das immer genau erzählen, wie er sich verhalten hat. Und: Er war nicht alleine! Er lag neben meinem Freund auf der Couch.

Ich muss dazu sagen, dass ich ihn entweder alleine lasse oder mitnehme. Die meiste Zeit bin ich aber da. Ich gehe also generell nicht oft weg ohne ihn. Mein Freund geht jedoch ständig. Wenn mein Freund geht, ist ihm das total egal, er schaut ihm nicht nach und zeigt sonst auch keine Reaktionen darauf. Ich dachte mir jetzt, ich werde auch wenn mein Freund da ist, öfters mal raus gehen. Einfach damit das für ihn auch normal wird. Glaubt ihr, vertraut er vielleicht nicht darauf, dass ich zurück komme? 

 

Was hält ihr davon? Mir geht es nicht um eine Alphatier-Diskussion, aber kann es sein, dass er glaubt, er müsse mich verteidigen? Glaubt er, ich komme draußen nicht zurecht? 

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Mrs.Midnight   

Klingt für mich bei "Fall 1" so als würde er meinen dich vor deinem Freund verteidigen zu müssen. 

 

Beim Fall 2.

 

Meinen Hund interessiert er auch mehr wenn ich den Raum verlasse und er springt auch auf, wenn ich nach Hause komme. Aber das ist doch nichts ungewöhnliches ?

 

Zumal dein Hund ja während deiner Abwesenheit auch relaxed ist und bei deinem Freund in der Nähe ruht. Oder willst du irgendwie nicht das er zur Tür konmt und ich verstehe das gerade nur falsch?

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Kleiner Wolf   
vor 7 Minuten schrieb Mrs.Midnight:

Klingt für mich bei "Fall 1" so als würde er meinen dich vor deinem Freund verteidigen zu müssen. 

 

Beim Fall 2.

 

Meinen Hund interessiert er auch mehr wenn ich den Raum verlasse und er springt auch auf, wenn ich nach Hause komme. Aber das ist doch nichts ungewöhnliches ?

 

Zumal dein Hund ja während deiner Abwesenheit auch relaxed ist und bei deinem Freund in der Nähe ruht. Oder willst du irgendwie nicht das er zur Tür konmt und ich verstehe das gerade nur falsch?

Ich glaube, dass es besser ist, wenn er nicht aufspringen würde. Mir geht es um das Alleine sein, dass wir schon lange üben. Ich denke mir deshalb, dass es doch nicht gut ist, wenn er da gleich zur Tür rennt. Vorher bin ich raus für 5 Minuten. Mein Freund war bei ihm. Als ich wieder kam, lag er vor der Tür am Boden (wie eine Sphinx) und schaute mich an. Er wartet regelrecht auf mich. Er schaut mich dann auch an als würde er denken "Was hast du da draußen zu suchen?" (ich weiß, dass das menschlich gedacht ist)

Ich bin dann nochmal raus, aber als ich gemerkt habe, dass er mir wieder nachgeht, habe ich ihn Platz geschickt und Bleib gesagt (Bleib habe ich beim ersten Mal auch gesagt, er hat es aber nicht befolgt). Beim zweiten Mal hat es dann funktioniert. Er lag auf seinem Platz.

 

Warum will er mich vor meinem Freund verteidigen? Woran kann das liegen? 

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NannyPlum   

Das Herunterbeugen deines Freundes zu dir könnte von deinem Hund als Bedrohung empfunden werden. 

 

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Kleiner Wolf   
vor 6 Minuten schrieb NannyPlum:

Das Herunterbeugen deines Freundes zu dir könnte von deinem Hund als Bedrohung empfunden werden. 

 

Also er denkt, dass mich mein Freund bedroht? Daran dachte ich auch.

 

Wir haben daraufhin die Positionen gewechselt. Er saß und ich beugte mich über meinen Freund. Das ist ihm egal.

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NannyPlum   

Aber Hunde unterscheiden ja zwischen Menschen und ich denke schon, dass es ein Unterschied ist, wer welche Geste macht, selbst wenn sie gleich ist. 

War dein Freund nicht anfangs strenger/vehementer im Umgang mit eurem Hund? Vielleicht traut er ihm deshalb auch eher eine Bedrohung dir gegenüber zu als umgekehrt?

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DerOlleHansen   

Ganz klar: Der Hund kontrolliert dich. :o

  • Er kontrolliert den Kontakt zu deinem Freund "Finger weg, ich hab' dir das nicht erlaubt!"
    Wenn die Bewegung deines Freundes von oben und nach vorn auf den Hund bedrohlich wirken sollte, weil er zu nah dran ist, dann würde er sich selbst verteidigen, aber nicht dich. Wäre abzuklären.
  • Er blockiert die Tür und kontrolliert deine Anwesenheit bzw. Abwesenheit: "Du verlässt die Wohnung nicht ohne meine Erlaubnis!"

Da musst du dir wohl "in mühsamer Kleinarbeit" ein paar Freiräume in deinem Leben zurückerobern ... ;)

Biete dem Hund Alternativen - bzw. ordne sie an und setze sie durch!

 

  • zu 1.: Wenn dein Freund sich dir nähert, schick den Hund auf einen anderen Platz.
  • zu 2.: Schick den  Hund auf eine geeignete "Warteposition", von der aus er dich sehen kann. Dort hat er auszuharren, bis du ihn aufforderst, mit dir die Wohnung zu verlassen. Alternative, wenn er nicht mitkommen soll: Auf einen geeigneten Platz schicken (Körbchen, Sofa, zu deinem Freund, ...), an dem er auf deine Rückkehr warten soll. (Natürlich darf er den Platz in deiner Abwesenheit verlassen.)

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Kleiner Wolf   
vor einer Stunde schrieb NannyPlum:

Aber Hunde unterscheiden ja zwischen Menschen und ich denke schon, dass es ein Unterschied ist, wer welche Geste macht, selbst wenn sie gleich ist. 

War dein Freund nicht anfangs strenger/vehementer im Umgang mit eurem Hund? Vielleicht traut er ihm deshalb auch eher eine Bedrohung dir gegenüber zu als umgekehrt?

Nein, im Gegenteil. Ich bin die Strenge.

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Kleiner Wolf   
vor einer Stunde schrieb DerOlleHansen:

Ganz klar: Der Hund kontrolliert dich. :o

  • Er kontrolliert den Kontakt zu deinem Freund "Finger weg, ich hab' dir das nicht erlaubt!"
    Wenn die Bewegung deines Freundes von oben und nach vorn auf den Hund bedrohlich wirken sollte, weil er zu nah dran ist, dann würde er sich selbst verteidigen, aber nicht dich. Wäre abzuklären.
  • Er blockiert die Tür und kontrolliert deine Anwesenheit bzw. Abwesenheit: "Du verlässt die Wohnung nicht ohne meine Erlaubnis!"

Da musst du dir wohl "in mühsamer Kleinarbeit" ein paar Freiräume in deinem Leben zurückerobern ... ;)

Biete dem Hund Alternativen - bzw. ordne sie an und setze sie durch!

 

  • zu 1.: Wenn dein Freund sich dir nähert, schick den Hund auf einen anderen Platz.
  • zu 2.: Schick den  Hund auf eine geeignete "Warteposition", von der aus er dich sehen kann. Dort hat er auszuharren, bis du ihn aufforderst, mit dir die Wohnung zu verlassen. Alternative, wenn er nicht mitkommen soll: Auf einen geeigneten Platz schicken (Körbchen, Sofa, zu deinem Freund, ...), an dem er auf deine Rückkehr warten soll. (Natürlich darf er den Platz in deiner Abwesenheit verlassen.)

Den Weg hat er mir nicht versperrt. Er weicht auch zurück wenn er mir in der Wohnung zufällig im Weg steht.

 

Aber er starrt die Tür an wenn ich weg bin. Und seine Blicke wenn ich wieder komme...

 

Ich habe ihn heute dann mit der Hand am Hals gehalten, als mir mein Freund nochmal einen Kuss gab. Das kann es ja nicht sein. Das hat dann funktioniert.

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Juline   

Da fällt mir das Buch von Bloch ein: Affe trifft Wolf.

 

Umarmung, Annäherung, Körperkontakt sind für uns Affenartige ganz anders belegt als für Caniden. Für uns Zuneigung, Schutz, Vertrauen, für Caniden Gerangel, Provokation, Bedrohung, Angriff (mit Ausnahme des "Rudelkuschelns"  -wie zB Kontaktliegen-  im engsten und vertrauten Familien- und Freundeskreis)

 

Ich würde mir an deiner Stelle vor allem Gedanken über das Verhältnis des Hundes zu deinem Freund machen.

Warum stuft er ihn als potentielle Gefahr für dich ein. Warum vertraut er ihm nicht 100%ig. Hier liegen wahrscheinlich die Antworten zu beiden Fragen.

 

Mit "Kontrolle" hat das mMn nichts zu tun.

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