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Dein Hundeforum  Der Hund
Kleiner Wolf

Warum macht er das?

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Kleiner Wolf   
vor 10 Minuten schrieb Juline:

Da fällt mir das Buch von Bloch ein: Affe trifft Wolf.

 

Umarmung, Annäherung, Körperkontakt sind für uns Affenartige ganz anders belegt als für Caniden. Für uns Zuneigung, Schutz, Vertrauen, für Caniden Gerangel, Provokation, Bedrohung, Angriff (mit Ausnahme des "Rudelkuschelns"  -wie zB Kontaktliegen-  im engsten und vertrauten Familien- und Freundeskreis)

 

Ich würde mir an deiner Stelle vor allem Gedanken über das Verhältnis des Hundes zu deinem Freund machen.

Warum stuft er ihn als potentielle Gefahr für dich ein. Warum vertraut er ihm nicht 100%ig. Hier liegen wahrscheinlich die Antworten zu beiden Fragen.

 

Mit "Kontrolle" hat das mMn nichts zu tun.

Das ist das Nächste. Seit ein paar Tagen liegt er lieber bei ihm??? Bis dahin hat er sich immer zu mir gelegt, so, dass ich mich kaum bewegen konnte. Jetzt scheint er ihn zu bevorzugen.

 

Das Verhältnis der beiden scheint für mich gut. Einzig seine Frechheiten wie anspringen und sich aufführen beim zB Anleinen lässt ihn mein Freund durchgehen. Das gibt es bei mir nicht. Ich verlange, dass er sich beruhigt, eher wird er nicht angeleint.

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Vhenan   

Das ist keine Kontrolle im Sinne, dass der Hund dir die Erlaubnis erteilen musst. Bitte nicht drauf hören.
Es wirkt, zusammen mit den anderen Baustellen, dass dein Hund keine große Sicherheiten hat. Meiner Meinung nach ist deine Strenge daran mitschuldig. Der Hund braucht keine Strenge, sondern einen sicheren Hafen, um Souveränität zu lernen.

Dein küssender Freund wird ihm unheimlich sein. Das kann man sanft desensibilisieren, sodass er merkt: Das ist was Normales unter Menschen und ist eben kein Angriff auf deine Person.

Anspringen muss auch gar keine Frechheit sein bzw. ist es in den allerwenigsten Fällen.............

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DerOlleHansen   
vor 5 Stunden schrieb kareki:

Das ist keine Kontrolle im Sinne, ...

 

Letztlich völlig egal, was es ist: Hund vorher wegschicken als Signal "Das ist nichts, was du zu bewerten/regeln brauchst."

 

vor 5 Stunden schrieb kareki:

zusammen mit den anderen Baustellen,

 

Daher wird es wenig bringen, einzelne Situationen zu betrachten.

Schreibe für dich einmal alle einzelnen "Baustellen" auf eine Liste und überlege, wie alles zusammenhängen könnte.

Frage auch deinen Freund nach seiner Bewertung. Mir scheint, er sieht manches lockerer. Könnte es sein, dass er damit richtiger liegt?

 

vor 6 Stunden schrieb Kleiner Wolf:

Aber er starrt die Tür an wenn ich weg bin.

 

Was ist so schlimm daran, dass er auf dich wartet?  Hinter der Tür bist du ja verschwunden, dann wirst du an der Stelle vermutlich auch wieder erscheinen ...

 

vor 6 Stunden schrieb Kleiner Wolf:

 Und seine Blicke wenn ich wieder komme...

 

Bist du sicher, dass du seine Blicke richtig bewertest? Interpretierst du eventuell etwas zu viel in deinen Hund hinein?

Wie bewertet dein Freund die gleiche Situation?

 

Ich habe inzwischen schon einige Male erlebt, dass ein Hundehalter mir seinen Hund "vorführte", der angeblich alles falsch machte. Ein Problem nach den anderen ... Dieses macht er falsch und jenes macht er falsch ... Ich fand jedoch, das sei ein toller Hund, der alles richtig macht. Oder ,eom Eindruck war "Ja ok, aber dann braucht man ja nur ... und dann ist gut."

 

vor 5 Stunden schrieb kareki:

Der Hund braucht keine Strenge, sondern einen sicheren Hafen

 

Feste Regeln und Rituale geben auch Sicherheit. Wenn man Dinge einfordert (Sofa verlassen, wenn sich der Freund nähert; Ruhe vor dem Anleinen, ...) braucht man nicht "streng" sein. Das geht auch alles "lieb", locker und mit einem wohlwollenden Lächeln und viel Lob. Braucht nur wenige Sekunden mehr Zeit und sorgt für entspannte Atmosphäre.

Wichtig ist die eigene innere Einstellung: Nicht "Ich korrigiere das Fehlverhalten.", sondern "Ich helfe meinem Hund, alles richtig zu machen." Das erste vermittelt dem Hund "Alles mache ich falsch." und verunsichert ihn. Das zweite stärkt das Selbstvertrauen des Hundes, denn er bekommt Lob für alles, das er richtig macht. Und er macht letztlich alles richtig, auch wenn sein erster Ansatz falsch war - Mensch führt den Hund zum "richtigen" Verhalten.

Beides kann nach außen auf den ersten Blick ziemlich ähnlich aussehen, aber der Hund merkt den Unterschied.

 

vor 8 Stunden schrieb Kleiner Wolf:

(Bleib habe ich beim ersten Mal auch gesagt, er hat es aber nicht befolgt)

 

Wenn du etwas vom Hund forderst, musst du es auch durchsetzen. Sonst lass es bleiben. Manchmal ist weniger auch mehr ... ;)

 

vor 6 Stunden schrieb Kleiner Wolf:

Ich habe ihn heute dann mit der Hand am Hals gehalten, als mir mein Freund nochmal einen Kuss gab. Das kann es ja nicht sein.

 

Richtig! Wie wirkt das auf deinen Hund? Was vermittelst du ihm damit?

Daher besser: Hund muss aus der Situation raus, also wegschicken (z.B. ins Körbchen) und dafür loben. Kontrollieren, dass der Hund den zugewiesenen Platz nicht verlässt. Das ist nur die ersten paar mal etwas umständlich, wird dann automatisch ablaufen. (trotzdem immer dafür loben)

 

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Vhenan   

Kleiner Wolf hat geschrieben, dass sie die " Strenge" sei. 

 

Du hattest geschrieben, es sei klar, der Hund kontrolliere sie. Das seh ich anders.

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Shyruka   

Mir kommt es so vor als hättest du dich noch nicht wirklich mit hündischer Sprache befasst,  was Bewegungen angeht die bedrohend wirken. 

Auch das Anspringen,  welches du aus menschlicher Sicht als Frechheit bezeichnest,  ist in hündischer Absicht das komplette Gegenteil.

Für mich klingt das eher danach,  dass dein Hund und du aneinander vorbeiredet. 

Ich würde übrigens mit den Worten strenge auch mal aufhören und stattdessen Konsequent sein.  Das geht auch nett und funktioniert bei einem ängstlichen Hund auch.

Mir scheint es auch so,  als würdest du versuchen in jede Reaktion deines Hundes etwas reinzuinterpretieren.

Mein Hund liegt auch wochenlang immer im Bett in meiner Kniekehle,  letzte Woche bei meinem Freund,  heute wieder bei mir.  Ist halt so.  Ist schließlich ein Lebewesen und keine Maschine.

Ich würde auch das aufstehen als normal bezeichnen,  solang es da keine Probleme gibt. Du hast oder machst es vielleicht immernoch,  längere Zeit mit der Box gearbeitet um das allein sein zu üben.  Vielleicht findet er es einfach ungewohnt nicht in der Box zu sein,  wenn du aus dem Zimmer bist?

 

 

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DerOlleHansen   
vor 14 Minuten schrieb Shyruka:

Mir kommt es so vor als hättest du dich noch nicht wirklich mit hündischer Sprache befasst,  was Bewegungen angeht die bedrohend wirken. 

[...]

Für mich klingt das eher danach,  dass dein Hund und du aneinander vorbeiredet. 

Ich würde übrigens mit den Worten strenge auch mal aufhören und stattdessen Konsequent sein.  Das geht auch nett und funktioniert bei einem ängstlichen Hund auch.

Mir scheint es auch so,  als würdest du versuchen in jede Reaktion deines Hundes etwas reinzuinterpretieren.

[...]

 

 

:danke

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Kleiner Wolf   
(bearbeitet)

Mit "streng" meinte ich konsequent. Das sind jetzt nur Wortklaubereien. Ich verlange nur Dinge, die nötig sind.

Wenn er mich anspringt, drehe ich mich weg und ignoriere ihn. Deshalb macht er es auch nur im ärgsten Übermut bei mir. Meinen Freund springt er aber, zB. wenn es gerade zum Gassi gehen ist, extrem an. Ich sage ihm dann auch, er soll ihn nicht beachten. Er tut es halt doch.

 

Beim Anleinen: Er knabbert an den Händen, wälzt sich am Rücken, kaspert nur rum... Man kann ihn gar nicht ordentlich anhängen. Mein Freund macht es trotzdem irgendwie, ich verlange erst, dass er sich ruhig hinstellt (beim Geschirr anziehen) bzw. sitzt. Wenn er vor der Tür nochmal ausflippt, dann muss er sich nochmal setzen und ruhig sein. Erst dann mache ich die Türe auf. Nach dem Pfoten waschen nach dem Gassi weiß er, dass er dann sein Fressen kriegt. Da bellt er sogar mal vor Ungeduld. Wieder: Er muss sich setzen und ruhig sein. Vorher mache ich die Badezimmertür nicht auf. Ich versuche, Ruhe zu belohnen und ihn mit Unruhe keinen Erfolg haben zu lassen.

 

Ich werde ihn künftig wegschicken beim Küssen. Aus weiterer Entfernung habe ich schon gesehen, dass er ruhig bleibt.

 

Das Bleib muss ich wirklich auch durchsetzen. Gestern, als ich ihn nochmal geschickt habe, ist er geblieben. Dann hab ich ihn natürlich gelobt.

 

Zum Alleine bleiben: Ich habe es auch schon ohne Box probiert und es hat geklappt. Es waren zwar nur ein paar Mal 10 Minuten und dann mal 20 Minuten. Er ist mir aber ruhig nach und hat sich in sein Hundezelt im Flur gelegt. Er war ganz ruhig und ist auch liegen geblieben, als ich wieder kam. In Zukunft soll es natürlich immer so sein. Vielleicht interpretiere ich da zu viel hinein, dass er gleich schauen geht. Er hat aber auch öfters gefiept, als ich raus bin und mein Freund war bei ihm. Deshalb verunsichert mich das irgendwie in Hinsicht auf das Alleine bleiben.

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DerOlleHansen   
vor 22 Minuten schrieb Kleiner Wolf:

Mit "streng" meinte ich konsequent. Das sind jetzt nur Wortklaubereien.

Nein, dahinter steht eine völlig andere innere Haltung. Ich kann völlig nett und lieb sein, aber trotzdem absolut konsequent.

 

vor 23 Minuten schrieb Kleiner Wolf:

Meinen Freund springt er aber, zB. wenn es gerade zum Gassi gehen ist, extrem an. Ich sage ihm dann auch, er soll ihn nicht beachten. Er tut es halt doch.

Lass ihn doch, wenn er es ok findet. Hunde können unterscheiden, was bei wem erlaubt ist und was nicht.

 

vor 25 Minuten schrieb Kleiner Wolf:

ich verlange erst, dass er sich ruhig hinstellt (beim Geschirr anziehen) bzw. sitzt. Wenn er vor der Tür nochmal ausflippt, dann muss er sich nochmal setzen und ruhig sein. Erst dann mache ich die Türe auf.

Völlig ok, würde ich auch so tun. Wichtig ist aber deine Haltung! Bist du dann ruhig und gelassen? Oder spiegelt der Hund dich nur?

Einmal tief durchatmen und sich zum lächeln zwingen hilft ungemein. ;)

 

Wenn dein Freund es anders macht, lass ihn doch.

 

vor 29 Minuten schrieb Kleiner Wolf:

Nach dem Pfoten waschen nach dem Gassi weiß er, dass er dann sein Fressen kriegt. Da bellt er sogar mal vor Ungeduld. Wieder: Er muss sich setzen und ruhig sein. Vorher mache ich die Badezimmertür nicht auf. Ich versuche, Ruhe zu belohnen und ihn mit Unruhe keinen Erfolg haben zu lassen.

Altes Sprichwort: "Wenn das Herz voll ist, läuft der Mund über." Wenn dein Hund sich so freut, lass ihn doch 1x bellen!

 

Aber ich würde meinen Hund nicht sofort füttern.

Ich erlebe beim nun dritten Hund immer das Gleiche: Nach irgendwelchen Wasch-Aktionen (vor allem mit ordentlich trocken rubbeln nach komplett abduschen) ist Hund so aufgekratzt, dass er wild durch die Wohnung springt. Auf einem ausgelegten Handtuch wird sich ausgiebig gewälzt. Wenn ich meinem Ersten ein Handtuch hingehalten habe, kam er angesprungen, hat es sich angeschmiegt und sich so selber abgetrocknet.

Dieses "Aufgedrehtsein" muss erst mal ausgelebt werden! (Das geht nicht im engen Badezimmer.) Ich mache dabei immer mit, wir haben gemeinsam Spaß!

Bereits nach wenigen Minuten, vor allem, wenn ich signalisiere, das ich müde oder außer Atem bin, kehrt Ruhe ein und es gibt Streicheleinheiten. Oft nehme ich zum streicheln das Handtuch und reibe nasse Stellen sanft und ruhig ab.

Danach ist Hund ruhig und entspannt. Erst jetzt würde ich ihn füttern!

 

vor 42 Minuten schrieb Kleiner Wolf:

Aus weiterer Entfernung habe ich schon gesehen, dass er ruhig bleibt.

Also Lösung gefunden. Hund wird mit der Zeit von selbst auf Abstand bleiben.

 

vor 43 Minuten schrieb Kleiner Wolf:

Er hat aber auch öfters gefiept, als ich raus bin

Wenn er nur kurz fiept, lass ihn doch! Warum soll er nicht "sagen" dürfen, dass er traurig ist, wenn du fortgehst?

Dass dein Freund dableibt, tröstet ihn beim Abschied wenig ... danach hilft es, ja. Aber erstmal ist Hund traurig.

 

vor 46 Minuten schrieb Kleiner Wolf:

Vielleicht interpretiere ich da zu viel hinein,

Wie heißt es so schön: "Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung!:D

 

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gatil   
(bearbeitet)

Ein junger Hund- eigentlich jeder Hund- kann und sollte doch nicht immer nur wohlerzogen sein, da muss es doch auch mal Möglichkeiten geben, etwas auszuleben, durch Bewegung, Laute:

Stress, Lebensfreude, Bewegungsfreude.

Genauso muss nicht immer nur erzogen werden, es sollte viele  sinnfreie Sachen geben, wo er sein kann, wie er will.

 

Ansonsten denke ich auch, dass es in erster Linie an der Kommunikation liegt.

Ihr redet noch verschiedene Sprachen.

 

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