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Dein Hundeforum  Der Hund
favorit514

Tumor beim Senior - die Entscheidungshilfe

Empfohlene Beiträge

favorit514   
(bearbeitet)

Hallo zusammen. 

Ich brauche mal euren Rat. Ich weiss nicht was ich tun soll. 

Folgende Sache:

 

Ich habe einen 11-jährigen Rottweiler Mischlingsrüden. Er war eigentlich immer gesund und vor allem auch fit. 

Am vergangenen Montag war ich beim Tierarzt, weil er extrem schlapp ist und sehr viel trinkt. Dort wurde alles gecheckt. Er hat eine Blutarmut. Dann beim Ultraschall kam raus das er einen sehr großen Tumor auf der Milz hat. Ich wollte ihn operieren lassen. Leider hat heute am Mittwoch das Röntgenbild ergeben, das die Lunge voll mit Metstasen ist. 

Nun bringt die OP der Milz ja nichts mehr. 

 

Ich weiss einfach nicht was ich machen soll. Er ist sehr schlapp und antriebslos. 

 

Die Tierärztin meint, in diesem Stadium hätte er keine drei Monate mehr. Er würde entweder wenn ich morgens aufstehe tot da liegen oder er würde durch die Blutungen zusammenbrechen. 

 

Will man da drauf warten bis er unter Qualen stirbt oder sollte ich ihn einschläfern lassen? Ich weiss einfach nicht was ich tun soll. Ich liebe ihn über alles. Aber ich muss in seinem Sinn entscheiden. Er darf nicht leiden. Alles andere ist unwichtig. 

Ich fühl mich so allein. 

 

Lg

 

Benny

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Flusentrude   

Ich würde ihn gut beobachten - du kennst ihn am besten - und ihm noch eine schöne Zeit machen und versuchen,den Abschied auch ein wenig zu genießen.

Und weil du ihn kennst,weißt du gut,wann die Zeit gekommen ist.Dann hilf ihm,über die Brücke zu gehen - wenn er das nicht schon von allein getan hat.

Alles Gute für dich und deinen Hund.

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Mrs.Midnight   

Hey, 

Mein Beileid das ist eine harte Entscheidung die niemand gerne treffen mag :'(

 

Ich würde es davon abhängig machen wie lebensfähig das Tier noch ist. 

Wenn er jetzt leidet und man ihm gar nicht mehr helfen kann mit Medikamenten o.ä., dann würde ich den schweren Schritt gehen und ihn erlösen. 

 

Wenn es noch was gibt was man tun kann/ geben kann dann würde ich auch da abwägen wie lange ihm das noch helfen könnte wenn er es jetzt bekommt und ob es sich dann für einen selbst richtig anfühlt. 

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Lyris   

Mein Beileid. 

Ich kenne die Situation nur zu gut! Leider!

 

vor 49 Minuten schrieb favorit514:

Er würde entweder wenn ich morgens aufstehe tot da liegen oder er würde durch die Blutungen zusammenbrechen

 

Eines unserer Pony hatte Krebs - da galt es abzuwägen wie es ihm gerade geht und wie viel Lebensqualität er noch hat. Aber da ging es lange Jahre nicht darum, dass er im nächsten Moment schon qualvoll sterben müsste. Als es annähernd soweit war haben wir eine Entscheidung getroffen! Er hatte eine gutes Leben und sollte auf keinen Fall unnötig leiden, nur weil wir nicht loslassen können! Das wäre unfair! Wir sind 10 Jahre glücklich gemeinsam durch das Leben gegangen! Was sollte man da noch mit einigen schmerzvollen - für Beide Seiten - Tagen, viellecht Wochen haben...... 

 

vor einer Stunde schrieb favorit514:

Er ist sehr schlapp und antriebslos.

vor 57 Minuten schrieb favorit514:

Will man da drauf warten bis er unter Qualen stirbt

Nein!

Mutig und stark sein und für deinen Hund da sein bis zum letzten Atemzug und eine Entscheidung für ihn treffen - nicht für dich!

 

..... habe eine ähnliche Situation bei Bekannten miterleben müssen - Lebertumor, bereits in andere Ograne gestreut...... knapp 2 Monate wurde er zwangsgefüttert da er das Fressen eingestellt hatte, musste immer wieder erbrechen, ist immer wieder plötzlich zusammengebrochen...... manchmal ist es besser los zu lassen.....

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Karlotte   
(bearbeitet)

Das ist wirklich eine sehr schlimme Situation, in der es nicht viel Hoffnung gibt...

 

Hat Dein Hund im Moment noch Lebensqualität oder hast Du das Gefühl, dass er einfach nur sehr müde ist und eventuell sogar Schmerzen hat?

 

Nimm Dir eventuell ein paar Tage, um zu schauen, inwieweit er noch am Leben positiv teilnimmt. Und vielleicht auch, damit Du Dich daran gewöhnen kannst, (auch wenn das eigentlich gar nicht geht...), dass Du bald Abschied nehmen musst.

 

Als Außenstehende sage ich, dass ich nicht zu lange warten würde, weil die Vorstellung, dass er womöglich unter Qualen stirbt, nicht sehr schön ist. Falls Du Dich für einen nahen Termin entscheidest, mach Dir auf keine Fälle Vorwürfe, dass Du zu früh gehandelt hast... Dein Hund ist schwer und leider unheilbar krank. Handle in seinem Sinne.

 

Ich weiß aber nicht, wie ich an Deiner Stelle handeln würde, weil wir eben soooo sehr an ihnen hängen, und sie gar nicht mehr missen möchten.

 

Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut und Deinem lieben Hund möglichst wenig Schmerzen.

 

 

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Gusar   

Ich kann dich sehr gut verstehen! Wir sind leider zur Zeit in einer ähnlichen Situation. 

Es geht nicht mehr um Heilung, sondern darum, dem Hund die letzte Zeit so angenehm wie möglich zu machen.

Du wirst entscheiden müssen, wann es soweit ist. Mir steht das auch gerade bevor und ich bin ratlos.

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Zurimor   
(bearbeitet)

Als langjähriger Rattenhalter hab ich so einige Tiere einschläfern lassen müssen, ich hab's immer davon abhängig gemacht, ob das Tier noch am Leben teilnimmt oder nur noch existiert.

Zurimor etwa (der hieß so bevor's mein Nick wurde) hatte am Ende einen riesigen Tumor an der Flanke, war völlig abgemagert, aber kam am letzten Abend noch vom Boden auf die Couch gesprungen um zu kuscheln, da war noch ganz viel Lebenswille vorhanden. Leider war der Tumor aufgebrochen und die Entscheidung natürlich klar. Hach, der Kerl war ein ganz besonderer Ratz. :wub: Andere Ratten hatten viel kleinere Tumoren, waren aber einfach teilnahmslos und hatten offensichtlich keine Freude mehr am Leben, entsprechend gingen sie dann auch viel früher.

Es ist immer schwer, den richtigen Zeitpunkt zu finden. da kannst nur nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden. Fehleinschätzungen lassen sich leider auch nicht zu 100% ausschließen. Ich wünsch euch beiden alles Gute.

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DerOlleHansen   

Um es mal derb und deutlich zu sagen: Das ist so ziemlich die besch...ste Situation, in die man im Leben geraten kann ... 

 

Es geht wirklich zum Ende hin immer schneller, denn Krebs entwickelt sich exponentiell - morgen sind es doppelt so viele Zellen wie heute und übermorgen viermal so viele, usw. usw  ...

 

Mein Erster hatte Pfingsten '13 erstmalig Schmerzen bei Druck auf ein über Jahre "unauffälliges" Geschwür unter der Haut. Ende August war dann schon alles vorbei. Ich wollte noch einen letzte Sommerurlaub mit ihm verbringen (mit dem Faltboot an der Ostseeküste entlang, das gefiel uns beiden immer sehr) und hoffte, er würde vielleicht eines Morgens nicht mehr aufwachen und ich könnte ihn irgendwo in den Dünen begraben.

In der Tierklinik sagte man mir aber, dass Tumorpatienten niemals "friedlich entschlafen", sie leiden immer große Qualen, wenn man sie nicht medizinisch begleitet.

Ich hatte zum Glück währen der drei Monate gute Gespräche mit dem Tierarzt, das hat mir sehr geholfen und mich auf die Entscheidung vorbereitet.

 

Der Arzt, der meinen Hund eingeschläfert hat, zeigte mir noch seine Schleimhäute im Fang: kreidebleich ... Wenn die Schleimhäute nicht mehr durchblutet werden, ist das ein Zeichen für Organversagen, erklärte er mir. Es war also hoch an der Zeit.

 

Aber wenn man dann die beiden Spritzen auf dem Tisch liegen sieht und ist plötzlich Herr über Leben und Tod ... ein Sch...gefühl ist das.

Wenn ich dran denke, kommen mir heute noch die Tränen.

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Alyfee   

Was für eine schlimme Situation. Ich will gar nichts raten, euch nur viel Kraft und Mut wünschen, diesen letzten gemeinsamen Weg zusammen zu gehen. 

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