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Schiefchen

Dauerkläffen b Besuch - wie üben bei seltenem Besuch

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Schiefchen   

Hallo, 

 

Ich bin neu hier und habe eine 11 Monate alte unsichere Hündin, die Besuch massiv verbellt. 

 

Ich habe jetzt dahingehend gehandelt Besuch vorher zu "impfen" sie nicht anzugucken, sich ihr frontal nicht zu nähern und sich nicht über sie zu beugen. Ist das so richtig?

 

Sobald aber jemand aufsteht z.b für den gang zur toilette legt sie wieder los. Wie kann ich da handeln? Sie hat eine box in der ist sie auch still aber sobald sie raus darf geht es weiter. Wie soll ich handeln?

 

Zum problem wie übe ich das, weil ich bekomme sehr selten besuch, da ich keine verwandten habe und gerade erst in ein kleines dorf gezogen bin und kaum wen kenne. Zudem arbeitet mein mann dauernachtschicht auch am wochenende was es mit einladen schwierig macht. 

 

Ab nächste woche gehen wir nochmals in eine hundeschule *gruppe* 

 

Für tips bin ich dankbar

 

 

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DerOlleHansen   
vor 58 Minuten schrieb Schiefchen:

sie nicht anzugucken, sich ihr frontal nicht zu nähern und sich nicht über sie zu beugen. Ist das so richtig?

 

Ja, sehr gut. Und nicht anfassen. Außer, die Hündin fordert deinen Besuch dazu auf. Und dann nicht von oben auf dem Kopf.  (z.B. so und nicht so) Im Zweifel lieber drauf verzichten. Wenn der Besuch dich begrüßt, darf er ruhig kurz den Hund anschauen (die Augen nur kurz streifen) und beiläufig "Hallo Hund" sagen. Hunde machen oft auch kein großes Gewese drum, wenn sie sich treffen.

 

vor 59 Minuten schrieb Schiefchen:

Sobald aber jemand aufsteht z.b für den gang zur toilette legt sie wieder los.

 

Du musst ihr klar machen, dass sie das nicht zu regeln braucht, weil DU das machst. Das geht auch ganz nett und lieb. :)

Box finde ich nicht so toll ... aber wenn das ihr Platz ist, an dem sie sich wohl fühlt ... :unsure:

 

Wenn du so wenig Besuch hast, kannst du die Leute ja noch weiter einweisen, damit sie dir Bescheid sagen, dass sie aufstehen wollen. Dann kannst du deinen Hund  in die Box oder ins Körbchen schicken. Vielleicht reicht es auch schon, wenn du dich vor deinen Hund stellst und den Besuch bittest, jetzt aufzustehen. (sonst wäre das das nächste Übungsziel) Wenn der Hund bellt, verbiete es ihm mit "nein" oder "aus", was ihr dafür geübt habt - es sollte leise und gelassen gehen.

Nächstes Übungsziel wäre dann, dass du nicht mehr aufstehen musst und deinen Hund einfach ansprichst: "... steht jetzt auf und du bist ruhig" oder "... gehst ins Körbchen." Du zeigst also eine Alternative an: nicht bellen, sondern ...

Wenn dein Hund nicht nah bei dir ist, könntest du ihn auch zu dir rufen, "sitz" oder "platz" machen lassen und dann deinen Besuch auffordern, aufzustehen.

 

Wie ist es, wenn dein Besuch dann wieder das Zimmer betritt?

 

Parallel kannst du auch ein ganz neues Kommando für "still sein" üben. Oft ist es hilfreich, mit dem Hund zu üben, dass er bellen soll " mit "gib Laut" oder irgend etwas. Dann ein neues Kommando für still sein. Sobald dein Hund still ist, loben. Also "an"/"aus". ;) Manche Hunde verstehen nicht, was sie nicht mehr tun sollen, wenn du möchtest, dass sie mit dem Bellen aufhören. Dann ist diese "bellen an / bellen aus" Übung hilfreich. Außerdem ist es ein neues Kommando, das nur das eine bedeutet. "Nein" oder "aus" sagt man ja in vielen Situationen.

 

vor 2 Stunden schrieb Schiefchen:

Ab nächste woche gehen wir nochmals in eine hundeschule *gruppe*

 

"nochmals" heißt, ihr wart schon einmal dort? Hat es irgend etwas gebracht? 

Ich frage, weil nach einigen Erlebnissen in sogenannten "Hundeschulen", von denen hier schon berichtet wurde, glaube ich, von 100 Hundeschulen gibt es nur eine wirklich gute, 10 ganz miese, die dem Hund sogar schaden und der Rest ist völlig sinnfrei, richtet aber keine Schaden an. 

 

vor 1 Stunde schrieb Schiefchen:

eine 11 Monate alte unsichere Hündin

 

Woher weißt, du, dass Unsicherheit dahinter steckt? Könnte es einen anderen Grund haben?

 

Generell solltest du natürlich daran arbeiten, deinen Hund sicherer zu machen, wenn Unsicherheit wirklich der Grund ist. Aber das ist ein sehr ausgedehntes Thema, weil es eigentlich alle Bereiche des Hundelebens betrifft. Und es wird sehr, sehr viel Zeit brauchen. Aber du wirst dich immer wieder über kleine Fortschritte freuen können. (und dich über den einen oder anderen Rückschritt ärgern ... :angry:)

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gebemeinensenfdazu   

Die Unsicherheit hängt wohl mit der mangelnden Erfahrung zusammen- in der Box kriegt sie die auch nicht.

Ich würde dem Hund eine "sichere Zone" einrichten, wo der Besuch nicht durchlatscht, da kann sie sich dann zurückziehen, wenn sie will oder von dort aus beobachten. Das Aufstehen würde ich kurz kommentieren/für gähnend langweilig befinden, auf Dauer setzt dadurch meistens Gewöhnung und Desensibilierung ein.

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Freefalling   

Hallo,

Welche Rasse ist denn dein Hund?

Wie verhält sie sich denn draußen? 

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Schiefchen   

Hallo, 

 

Rasse ist spitz. 

Box haben wir gerade erst angefangen können wir aber wieder lassen. 

Ich gabe sie mit 16 wochen bekommen und sie kannte bis dato wohl nur das eigene grundstück. 

 

Draussen verbellt sie andere hunde . Leider ist gleich am 1. Tag als ich sie hatte jemand sein hund aus dem auto entwicgt und spurtete uns knurrend entgegen. Deswegen waren wir auch in der hundeschule. Passanten , radfahrer etc werden in ruhe gelassen solange die sich nicht für sie interessieren (starren etc). 

 

Danke für eure antworten . Entschuldigung falks ich jetzt nicht auf alles eingegangen bin bin nur am handy. 

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DerOlleHansen   

Den "Vorfall" halte ich persönlich für viel zu gering und für viel zu lange her, als dass das Wesen deines Hundes davon dauerhaft beeinflusst wird.

Das spielt sich eher in deinem Kopf ab und so gibt es eine Rückkoppelung zum Hund.

 

Hast du dich einmal mit dem Wesen der Rasse "Spitz" auseinandergesetzt?

In Wikipedia ist zu lesen:

  • Deutsche Spitze: "Fremden gegenüber sind sie eher misstrauisch, ein Aspekt der Wachhundeigenschaft."
  • Wolfsspitz: "Der Wolfsspitz ist ein sehr aufmerksamer Hund. Im Allgemeinen ist er leicht zu erziehen, wenn mit Geduld, Einfühlungsvermögen und liebevoller Konsequenz vorgegangen wird. Meist zeigt er sich Fremden gegenüber misstrauisch"

  • Kleinspitz: "Er hat ein hervorragendes Gehör, ist revier- und besitzverteidigend, aufmerksam, seinem Familienverband treu ergeben, jedoch misstrauisch gegenüber allem Fremden."  

Diese rassespezifischen Merkmale wirst du nicht wegerziehen können, sie sind in diese Wachhunde mühsam hineingezüchtet worden.

Dieses "Misstrauen" ist keine Unsicherheit, sondern der Hund macht einfach seinen Job! Er meldet etwas, das sein Misstrauen weckt. Das solltest du sogar loben!

Aber dieses "Melden" kannst du beeinflussen. Wie soll der Hund melden? Ununterbrochen oder nur 1x bellen? Fremde "stellen" oder zu dir kommen und "Bescheid sagen"?

Diese Art, wie der Hund dich informiert, kannst du so lenken, wie es dir angenehmer ist.

 

Wenn es nur Misstrauen ist, wäre es natürlich auch eine Möglichkeit, dass sich der "fremde" Besuch mit deinem Hund anfreundet. Dann ist er ja nicht mehr "fremd".

Hältst du es für machbar, dass dein Besuch den Hund ruft und ihn auffordert, ihn zum Bad (vor der Tür warten) und zurück zu begleiten? (also quasi "aus der Not eine Tugend" machen) Wenn das klappt, natürlich großes Lob, wenn dein Hund den Besuch wieder im Wohnzimmer "abgeliefert" hat.

Kann man auch sehr entspannt und sogar lustig aufziehen, wenn du deinem Besuch sagst: "Solange du hier bist, hast du einen Bodyguard".

 

Zur "Erziehung" des Hundes oder zum Lenken seines Verhaltens zitiere ich nochmal Wikipedia:

 

"mit Geduld, Einfühlungsvermögen und liebevoller Konsequenz".

 

Wenn du Zeit hast, schau dir (auch mehrmals) diese Videos an:

 

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