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Hoden sind nicht da


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9 Antworten in diesem Thema

#1 Huskyfreund

Huskyfreund

Geschrieben 20. Juli 2006 - 08:13

Ein Bekannter von mir hat einen jetzt fast 2jährigen Huskyrüden wo bis zum heutigen Tag die Hoden noch nicht rausgekommen sind. Ich rede schon fast ein Jahr (solange kenne ich ihn) auf ihn ein das dies nicht normal ist. Er war bei seinen Tierarzt und der meinte er solle sich kein Kopf machen, dass erst was gemacht werden sollte wenn der Hund völlig ausgewachsen wäre. Das ist er mit 2,5jahren weil Huskys zu den spät entwicklern gehören.

Ich bin der Meinung das der Tierarzt nur Silberfische behandeln sollte.

Eigendlich sollten die Hoden doch schon gefallen sein wenn der Hund vom Züchter übernommen wurde, oder sehe ich das falsch.

Eingefügtes Bild

#2 Bibi

Bibi

Geschrieben 20. Juli 2006 - 09:08


Mmmh, eigentlich sollten sie bei einem zweijährigen Rüden schon da sein aber ich bin kein Experte und würde mir deshalb von einem anderen Tierarzt noch eine Meinung anhören.

Lg Birgit

#3 gast

gast

Geschrieben 20. Juli 2006 - 09:22

ich würde auf jeden Fall nochmal die Meinung eines anderen Tierarztes einholen...2,5 Jahre und immer noch sind die Hoden nicht da?!? Da stimmt dann wirklich etwas nicht...aber ich bin halt auch kein TA.

GLG
Angela, Gismo und Cassidy

#4 Angela

Angela

Geschrieben 20. Juli 2006 - 10:28

Hallo Huskyfreund

Als Züchter kenne ich das aber anders, bei der Wurfabnahme der Welpen vom Zuchtwart in der 6-8 Lebenswoche werden die Hoden kontrolliert, sollte da mal nur einer fühlbar sein oder keiner - wird das vermerkt.
Altersmäßig sollten sie aber bis ca.6-8Monaten da sein. Dabei ist es auch egal welche Rasse.
Wenn mal noch nicht in Alter von 6-8Monaten, kann man versuchen diese runterzumassieren oder den Rüden durch Hormone anschubsen.
Falls alles nichts hilft - kann man nur noch operieren.

Später kann es zu Entartungen kommen (Krebs) weil die Hoden sich außerhalb der Bauchhöhle befinden müssen. In der Bauchhöhle ist es zu warm.

Bei dem Husky glaube ich kaum das in dem Alter noch irgendetwas helfen könnte. Komische Empfehlungen des Tierarztes.
Liebe Grüße: Angela

#5 gast

gast

Geschrieben 20. Juli 2006 - 10:30

Ich würde dringend einen andern Tierarzt aufsuchen und dort schnellstmöglich operieren lassen.

Raus mit den nicht abgestiegenen Dingern.
Die Körperwärme hat davon vermutlich eh nicht viel übrig gelassen.

Grüßli
Antje


#6 Huskyfreund

Huskyfreund

Geschrieben 20. Juli 2006 - 11:12

Habe mal ein Wenig gegoogelt:

Binnenhodigkeit ( Kryptorchismus )



"Ein Leitfaden für Hundehalter und Züchter"



Die Bezeichnung "Binnenhodigkeit" für den Fachausdruck "Kryptorchismus" ist nicht ganz zutreffend. Kryptorchismus leitet sich
von den griechischen Worten = verborgen und orchis = Hoden ab. Beim Kryptorchismus liegen die Hoden nicht, wie dies normalerweis
beim erwachsenen Rüden der Fall ist, im Hodensack, sondern verborgen in der Bauchhöhle. Je nachdem ein oder beide Hoden fehlen,
bezeichnet der Züchter derartig missgebildete Tiere kurzweg als "Einhodig" oder als "Hodenlos".
Auch bei der heranwachsenden Frucht im Mutterleib, dem Fötus, befinden sich die Hoden noch nicht in der dafür vorgesehenen Hauttasche in der Bauchwand, dem Hodensack
Ursprünglich liegen sie unterhalb der Wirbelsäule in der Nähe der Nieren. Beim Hund verlassen sie diesen Platz erst unmittelbar vor, oder
in den ersten Tagen nach der Geburt, wandern durch die Bauchhöhle und gelangen durch eine enge Durchtrittstelle in der Bauchwand,
dem Leistenkanal, in den Hodensack. Ist dieser Abstieg nach der 10. Lebenswoche nicht vollendet, so liegt eine Entwicklungsstörung vor.
Die Ursache für diese komplizierte Wanderung sind teils in der Einwirkung bestimmter Hormone zu suchen, teils spielen die anatomischen
Verhältnisse eine Rolle, in dem die Hoden durch ein sog. Leitband gewissermaßen in den Hodensack hineingezogen werden.
Nicht selten kommt es zu einem unvollständigen Ablauf dieses Vorganges. Der Hoden wandert nur ein kurzes Stück, bleibt aber dann in der
Bauchhöhle oder im Leistenkanal liegen. Hiervon können sowohl ein als auch beide Hoden betroffen sein. Ist nur ein Hoden verlagert, so
kann der Rüde dennoch befruchtungsfähig sein. Der verborgene Hoden ist allerdings nicht in der Lage, reife Samenzellen zu erzeugen; die
Samenbildung geht von normal entwickelten Hoden aus.
Da Kryptorchismus vererbbar ist, sind derartige Rüden in jedem Fall von der Zucht auszuschließen.
Die Anlage zum Kryptorchismus kann auch von Hündinnen vererbt werden. Das Zuchtverbot müßte sich somit auch auf die Muttertiere
und deren belastete Nachkommen erstrecken. Eine derartige Maßnahme ist jedoch bei den besonders betroffenen Rassen gegenwärtig
kaum durchführbar, die hierdurch die weitere Zucht in Frage gestellt werden könnte.
Ernste Beschwerden ergeben sich aus den Binnenhoden für den Hund nicht. Es wurden jedoch im Zusammenhang mit Hodenverlagerungen
Störungen der Psyche, wie Unruhe, Nervosität, ja, sogar Bissigkeit und Bösartigkeit beobachtet. Man führt diese Erscheinungen darauf
zurück, daß die Binnenhoden noch eine hormonelle Wirksamkeit entfaltet und ihre Wirkstoffe das Wesen des Tieres verändern.
Auch Hautkrankheiten, Juckreiz und Haarausfälle können hierdurch ausgelöst werden.
Im höheren Lebensalter neigen die verborgenen Hoden oftmals zu einer geschwulstmäßigen Entartung.
Kryptorchismus kann sowohl bei allen Rassen als auch bei Mischlingen vorkommen. Eine Häufung läßt sich bei Boxern feststellen.
Da es sich beim Kryptorchismus um einen Erbfehler handelt, läßt sich eine Behandlung vom züchterischen Standpunkt aus nicht vertreten.
Sie ist zudem nur wenig erfolgversprechend.
Hat sich der verborgene Hoden zu einer Geschwulst entwickelt oder ist auf ihn eine Hauterkrankung zurückzuführen, so besteht natürlich
die Möglichkeit, ihn durch einen Bauchhöhleneingriff vom Tierarzt entfernen zu lassen.
Aus dem Verkauf von Junghunden, deren Hoden noch nicht im Hodensack vorliegen, ergeben sich häufig Rechtsstreitigkeiten. Erfolgt
der Verkauf mit der Zusicherung, daß der Rüde später zur Zucht verwendbar sei, so hat der Käufer das Recht, eine Herabsetzung des
Kaufpreises zu verlangen oder den Kauf rückgängig zu machen, wenn der Abstieg der Hoden nicht erwartungsgemäß zustande kommt.
Legt der Käufer aber keinen Wert auf die Zuchttauglichkeit und bringt die dem Züchter gegenüber beim Kauf des Hundes zum Ausdruck, so enfällt jeder Anspruch.

Quelle: http://dackelfamilie..._und_flori.html



#7 Bella-Dina

Bella-Dina

Geschrieben 20. Juli 2006 - 13:35

HF :

Warum hast du dich denn noch nicht operieren lassen ?

Du bist doch schon älter als 8 Monate oder hoffst du ,dass die Hoden doch noch runterkommen ? :Oo

#8 andrea

andrea

Geschrieben 20. Juli 2006 - 16:05

Hallo,
ich würde auch operieren lassen.
Von allein kommen die nicht mehr.

Übrigens können die Hoden auch schon abgestiegen sein und trotzdem wieder zurück in den Bauchraum wandern.
Gibt es auch.Ich glaube man sagt Wanderhoden dazu.Den Fachbegriff kenn ich nicht.
LG Andrea

#9 Nina*Heidi

Nina*Heidi

Geschrieben 21. Juli 2006 - 01:40

Ich bin der Meinung das der Tierarzt nur Silberfische behandeln sollte.


:D :D :D

also überstürzen muss mans natürlich nicht.. aber bei der nächsten narkose - vielleicht noch zahnsterin oder sowas - sollten die hoden schon raus.. da kommt bestimmt nix mehr ;)

#10 Lemano

Lemano

Geschrieben 21. Juli 2006 - 07:51

also ich denke das der Tierarzt da gar nicht so falsch gedacht hat.
Man soll ja auch mit der Kastration warten bis das Tier ausgewachsen ist weil durch die Kastration ein Hormon nicht mehr prodiziert wird das für die Entwicklung und den Knochenbau wichtig sind.

Und ich denke so schnell bildet sich da kein Krebs. Hatte mal einen Pflegehund der schon etwas älter war und der hatte einen Hoden im Bauchraum.

Dein Bekannter sollte wirklich warten bis sein Hund ausgewachsen ist.