Ginger07

Longieren - produktiv oder kontraproduktiv?

Jetzt hab ich mir den Text durchgelesen und war total begeistert und dann stelle ich am Ende fest, dass es für uns keine Option ist, weil Chico ja Rettungshund werden soll :(
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=69067&goto=1452604

Meine beiden Rüden sind geprüfte Rettunsghunde und machen in ihrer "Freizeit" Longieren, Schutzdienst, Bikejöring , Apportieren etc.

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Ich bin ja nur von dem ausgegangen was in dem Text steht:

"Rettungshundführer Finger weg!

Ein Appell an die Führer von Rettungshunden.

Im Rahmen unserer Fachseminare für Führer,

Helfer und Ausbilder von Rettungshunden stellen

Teilnehmer immer wieder die Frage, ob

denn das Longiertraining die Arbeit mit dem

Rettungshund erleichtern könne. Denn schließlich

würde ja die Führigkeit der Hunde durch

das Longiertraining verbessert.

Ich beantworte diese Fragen stets mit einem

klaren NEIN! Und ich warne eindringlich davor,

Rettungshunden das Longiertraining schmackhaft

zu machen.

Hunde die in der Flächen- oder Trümmersuche

zur Rettung von Menschenleben eingesetzt

werden, sollen zweifelsfrei kontrollierbar sein.

Eine ausgesprochen hohe soziale Bindung

zum Hundeführer jedoch würde in sehr vielen

Fällen dazu führen, dass ein Teil der wichtigen Konzentration auf eine zu suchende, beispielsweise

vermisste Person, der sozialen Führerbindung zum Opfer fallen würde. Bekommt

ein Rettungshund bei der Suche nicht den erhofften Erfolg, erinnert er sich mit großer

Wahrscheinlichkeit an seine Erfolge im Longiertraining und nimmt zunehmend Kontakt zu

seinem Hundeführer auf. Da ist ja schließlich auch noch was zu holen! Dieser Umstand kann

fatale Folgen auf das Leistungsvermögen des Rettungshundes haben."

Ist also nichts dran und wir können es trotzdem machen?

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Schutzdienst machen wir auch nebenbei.

Sind allerdings auch einige Leute der Ansicht das wäre nicht gut, kann ich allerdings nicht nachvollziehen.

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Ich bin ja nur von dem ausgegangen was in dem Text steht:

"Rettungshundführer Finger weg!

Ein Appell an die Führer von Rettungshunden.

Im Rahmen unserer Fachseminare für Führer,

Helfer und Ausbilder von Rettungshunden stellen

Teilnehmer immer wieder die Frage, ob

denn das Longiertraining die Arbeit mit dem

Rettungshund erleichtern könne. Denn schließlich

würde ja die Führigkeit der Hunde durch

das Longiertraining verbessert.

Ich beantworte diese Fragen stets mit einem

klaren NEIN! Und ich warne eindringlich davor,

Rettungshunden das Longiertraining schmackhaft

zu machen.

Hunde die in der Flächen- oder Trümmersuche

zur Rettung von Menschenleben eingesetzt

werden, sollen zweifelsfrei kontrollierbar sein.

Eine ausgesprochen hohe soziale Bindung

zum Hundeführer jedoch würde in sehr vielen

Fällen dazu führen, dass ein Teil der wichtigen Konzentration auf eine zu suchende, beispielsweise

vermisste Person, der sozialen Führerbindung zum Opfer fallen würde. Bekommt

ein Rettungshund bei der Suche nicht den erhofften Erfolg, erinnert er sich mit großer

Wahrscheinlichkeit an seine Erfolge im Longiertraining und nimmt zunehmend Kontakt zu

seinem Hundeführer auf. Da ist ja schließlich auch noch was zu holen! Dieser Umstand kann

fatale Folgen auf das Leistungsvermögen des Rettungshundes haben."

Ist also nichts dran und wir können es trotzdem machen?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=69067&goto=1452618

Wer behauptet sowas? Ich halte es für Blödsinn!

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hab grad erst gesehen, dass du in Mainz wohnst da bin ich ja immer mal wieder... bzw. in Wiesbaden um genau zu sein... vielleicht schaffen wirs ja mal uns zu treffen?

Mein Cattlechen ist ein wenig zickig... aber unter der rauen Schale steckt ein weicher Kern ich kann dir das gerne zeigen!

Ja, dann melde Dich mal wenn Du wieder hier in der Nähe bist. Habe allerdings noch keine Utensilien für longieren, die muss ich noch holen. Erstmal wollte ich schauen ob es gut ist fü mich und wie man das abgeht. sollen sich ja keine groben Fehler einschleichen.

Macht man das eigentlich auch mit Stimme? Lieber wäre mir ja reine Körpersprache.

Liebe Grüße

Rolf

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Vielen dank erstmal für Eure Antworten.

Ist denn jemand hier aus dem Raum Mainz, der auch longiert? Es würde mich freuen eine Anleitung zu bekommen, bzw. zusammen mit jemandem zu arbeiten der schon etwas Erfahrung hat. Allerdings hab ich auch kein Problem mit jemandem neu anzufangen.

Große Wiesen habe ich direkt vor der Haustür.

Liebe Grüße

Rolf

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Hallo nochmal!

Zeuch zum Longieren hab ich ja, kann ich mitbringen!

was die Stimme angeht: je mehr Trieb der Hund mitbringt, desdo weniger Stimme braucht man eigentlich meiner Erfahrung nach...

ich meld mich auf jeden Fall, sobald ich wieder da bin!

die naechsten 3 Wochenenden auf jeden Fall nicht... danach weiss ich noch nicht...

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Also... noch mal zur Rettungshundearbeit und zum Longieren.

Mich schaudert es immer wieder, wenn Menschen, die solche Lehrtexte verfassen, die Hunde, mit denen wir leben, für blöd halten.

Ein gut ausgebildeter Rettungshund weiß durch sein Kenndeckenritual sehr genau, ob er sich am Longierkreis oder auf der Flächensuche befindet. Ein Rettungshund MUSS meiner Ansicht nach führig sein und eine gute Bindung zum Hundeführer haben, es darf eben nur keine ungesunde Bindung sein, die es dem Hund nicht ermöglicht, sich vom Hundeführer auch mal zu lösen.

Ich habe mal von älteren Boxerleuten abfällige Bemerkungen gehört, als wir beim Agility-Trainig waren. Sie sagten, daas sei ja völliger Schwachsinn, so etwas zu trainieren, denn damit würde man Hunden ja beibringen, über den Zaun zu springen und abzuhauen. Ja klar...

Und beim Mantrailing lernt man das Ziehen an der Leine, und beim Schutzdienst das Beißen von Menschen, und bei der Retthungshundearbeite zieht man sich einen Kläffer heran... *Ironie aus*

Ich persönlich würde halt ein Seminar machen, um das Longieren zu lernen. Der Text hat einige Bestandteile, mir haben schon die Fotos gereicht, die ich anders angehen würde. Das heißt nicht, dass es schlecht ist, aber die Körpersprache beim Führen z.B. finde ich seltsam.

Es sind mir schon einige Teams begegnet, die mal irgendwo longiert haben, und es langweilig finden. Dann ließ ich es mir zeigen und sah schnell, warum... es wurde halt ewig, ewig im Kreis gelatscht, ohne Motivation, ohne Spannung, es wurden die Einheiten viel zu lang gemacht, etc.

Wenn ich sehe, wie viele Fehler ich anfangs machte, wie oft ich korrigiert wurde auf dem Seminar, wie viele Fehler ich heute bei meinen Anfängern korrigiere... da schleicht sich gerne was ein, was nachher wieder spaßminimierend wirken kann.

Wer gut ist, lernt sicher von der HTS-DVD, aber man muss eben sehr selbstkritisch sein, wenn man anhand eines Videos etwas völlig Neues erlernen möchte.

LG Anja

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Jetzt hab ich mir den Text durchgelesen und war total begeistert und dann stelle ich am Ende fest, dass es für uns keine Option ist, weil Chico ja Rettungshund werden soll :(
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=69067&goto=1452604

Meine Freundin longiert ihren augebildeten Rettungshund auch ab und an und es hat keine negativen Auswirkung auf seine Ausbildung.

Lg Birgit

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Rolf eigentlich sehe ich nur ein Problem, unter Umstaenden werden sich deine Koerperhilfen bei Agility und beim Longieren nicht decken.

Ich wuerde momentan nicht mit meinm Agilitysportler Longieren weil ich ihm dabei mit dem Gegenarm fuehren muesst (oder voellig neue Regeln fuer das Longieren erfinden muesste). Im Agility benutzte ich den Gegenarm in Verbindung mit unterschiedlichen Kommandos nur, um ihn entweder von mir weg zu drehen oder ihn auf eine Richtungsaenderung und Tempowechsel aufmerksam zu machen.

Ansonsten wuerde ich Probleme im Agility da arbeiten und nicht (ausschliesslich) ueber einen Umweg gehen. Ich wuerde verstaerkt an handler awareness arbeiten, an Selbstaendigkeit und Kontrolle, an Konzentrationsuebungen am Rande des Parcourse.

Ein logisches, umfangreiches Handlingsystem sind wichtig, damit der Hund vor jedem Geraet genug Information bekommt. Nur so kann er fluessig laufen, dir trauen und muss keine eigenen Entscheidungen treffen. Daher wuerde ich mir fairer Weise darueber Gedanken machen ob mein Handlingsystem gut genug ist und ob ich es gut genug umsetze.

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