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Kastration bei Morbus Addison


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13 Antworten in diesem Thema

#1 Ottobine

Ottobine

Geschrieben 22. Januar 2012 - 13:50

Ich eröffne mal ein neues Thema, um mein Anliegen darzulegen.

Wer mit MA vertraut ist, weiß, daß bei dieser Erkrankung mehr sexualhormone gebildet werden.
Da bei uns viele Hündinnen zu gezogen sind und davon stöndig eine heiß ist, hat unser Otto Probleme, wider auf ein normales Level herunter zu kommen.
Ständig ist die Prostata geschwollen und dadurch wird immer wieder Blut im Urin nachgewiesen.
Alle anderen Organe sind völlig ok, also wir haben schon alles kontrolliert.

Durch die ständig geschwollene Prostata fällt Otto auch das Lösen oft schwer, weil ja bei den Rüden das so ist, das dadurch der Darm eingedrückt wird.
Wir haben uns entschieden, es dem Otto leichter zu machen.

Nun meine eigentliche Frage. Gibt es hier jemanden, dessen Rüde trotz MA kastriert wurde.
Mich würde interessieren, wie habt Ihr euch vorbereitet und wie habt Ihr die Nachsorge gestaltet.


#2 Ninchen0_15

Ninchen0_15

Geschrieben 22. Januar 2012 - 16:58

Hallo,

unser Theo musste wegen Struvitsteinen notoperiert werden, bei dieser Gelegenheit haben wir ihn auch kastrieren lassen.

Vor dieser Not-OP hatten wir uns das nicht getraut und unsere TÄ auch abgeraten.
Wegen seiner übersteigerten Sexualiät, die ja nun gerade einen Addison- Hund auch stark stressen kann, hatten wir ihn vorher mittels Implantat "kastriert".

Theo hat alles gut weggesteckt, er hatte auch nach der OP keinerlei Wundheilungsprobleme und auch an seiner medikamentösen Einstellung mussten wir nichts ändern.

Allerdings ist Theo auch nicht unbedingt mit normalen Massstäben zu messen, er hat 1000 Baustellen, aber eigentlich geht es ihm für sein Empfinden allermeistens richtig gut!

Habt Ihr mit Eurem Tierarzt schon mal die Möglichkeit der "chemischen Kastration" besprochen?

#3 Ottobine

Ottobine

Geschrieben 31. Januar 2012 - 13:39

Hallo Christiane,

vielen Dank für Deine Antwort.
Wir haben auch schon die Möglichkeit einer chemischen Kastration in Erwägung gezogen, aber sind davon wieder abgekommen, weil das ja wieder mehr Chemie ist. Zusätzlich kommt da doch die hormonelle Umstellung dazu.
Unsere Tierärztin meinte, daß das in dem Fall auch nicht so optimal wäre.
Wir haben uns sehr schwer getan und uns letzten Endes doch für die Kastration entschieden, damit Otto endlich wieder Ruhe hat.
Unsere Tierärztin hat sich Infos in Leipzig an der Uniklinik geholt, bei einem Prof und noch einem TA, der sich auf MA ein wenig spezialisiert hat.
Otto ist seit letzter Woche mit den Medikamenten neu eingestellt, in Vorbereitung auf die OP.
So sollte alles gut gehen.
Mich würde noch interessieren, ob Ihr danach erst einmal kürzer getreten seit, mit den Runden, also lieber mehrere kleine, ob er noch viel müde war (ich meine abgesehen von der Narkose), oder niedergeschlagen- vorübergehende Verhaltensveränderungen also.
Angst hab ich trotzdem.
Am Donnerstag ist Termin. Habe mir vorgenommen als Ablenkung unser Schlafzimmer zu renovieren, sonst mach ich mich verrückt.

#4 taringa

taringa

Geschrieben 31. Januar 2012 - 13:43

Generell würde ich nach einer OP etwas ruhiger treten. Meistens sind die Tiere aber wieder nach 2-3 Tagen richtig fit, dann heißt es nur noch auf die OP Narben aufpassen. Bei einem Rüden ist das weitaus unproblematischer. So meine Erfahrung.
In jedem Fall: Ablenkung ist immer gut, man macht sich gerne verrückt, auch wenn der Hund vor der OP völlig gesund ist. Ich kenne das auch. ;)

#5 Ninchen0_15

Ninchen0_15

Geschrieben 31. Januar 2012 - 13:55

Hallo,

da Theo ja gleichzeitig zur Kastration diese Not-OP wegen der Struvitsteine (er konnte nicht mehr pieseln) hatte, kann ich Dir dazu gar nicht so viel sagen.

Er hatte dann ja noch Tage einen Katheder liegen, wir musten die Blase spülen usw.

Aber ich glaube, er hat das alles mindestens so gut weggesteckt, wie ein "Nicht-Addison-Hund".

Wir mussten weder vorher noch nachher irgendetwas an seiner Medikation ändern.

Die Wunden sind super abgeheilt.

Theo ist n i e müde, ich weiss nicht, wie der wäre, hätte er kein Addison! :D

Ich würde es etwas langsam angehen lassen, nach der OP, Du siehst ja dann, wie es dem Hund geht.

Nachdem was Du schreibst, seid Ihr ja tierärztlich in guten Händen, das wird bestimmt alles gut gehen!
Ich drücke Otto alle Daumen und sag mal Bescheid, wie er es überstanden hat!

#6 UliH.

UliH.

Geschrieben 31. Januar 2012 - 14:04

Originalbeitrag

Wer mit MA vertraut ist, weiß, daß bei dieser Erkrankung mehr sexualhormone gebildet werden.


Kann ich von meinem 10 jährigen, intakten Rüden, der MA hat, nicht sagen. Selbst bei der
im Nachbarshaus wohnenden intakten Hündin, ergibt bei ihm zum Glück bei der Läufigkeit, außer dass er da hin will, was jeder andere intakte Rüde auch wollen würden, nichts.

Er hat weder Prostata noch sonstige Prrobleme beim lösen.

Meines Kollegens Rüde musste kastriert werden, da dieser Protataprobs. hatte. Dessen TÄ meinte, dass alle Rüden in der 2. Lebenshälfte gerne dazu neigen, solche Probs. zu bekommen.

Um deine Frage zu beantworten.
Ich würde es auch erst chemisch versuchen.



#7 cicisusi

cicisusi

Geschrieben 31. Januar 2012 - 20:55

Hallöchen
Ich hab da mal ne ganz andere Frage.
Hat jemand Erfahrung mit den neuen Chips gemacht die auch eingestzt werden statt Kastrieren???
Ich kann mich im moment nicht durchringen und denke da über diesen Chip nach.
Was ist denn wirklich besser??



#8 Ottobine

Ottobine

Geschrieben 06. Februar 2012 - 22:08

Hallo,

also in Ottos Fall war es wirklich besser zu kastrieren. Er hatte schon einen Samenstau am Nebenhoden.



#9 Ninchen0_15

Ninchen0_15

Geschrieben 06. Februar 2012 - 22:26

Wie geht es Otto?

Hat er alles gut überstanden?

#10 Ottobine

Ottobine

Geschrieben 22. April 2012 - 13:02

Hallo Christiane,
nach zwei Monaten Kampf, hat Otto es endlich geschafft.
Nachdem seine Kastration am 2.2. soweit gut und ohne Komplikationen verlaufen ist, gab es im Nachhinein nur Probleme.
Angefangen hat es damit, daß wir Otto am Nachmittag nach der Kastration heim geholt haben.
Er lag nur und hat geschlafen, was uns erst einmal nicht weiter beunruhigte. Aber bis zum Abend schwoll sein Hodensack immer mehr an und der Bauch wurde ganz rot.
So hab ich ihn geschnappt und in die Tierklinik gefahren. So etwas hatten sie auch noch nicht gesehen.
Um die ganze Geschichte mal abzukürzen, fasse ich nun mal alles in Kurzform zusammen.
Nach einigen Malen rein in die Klinik, weil es immer wieder einblutete und raus aus der Klinik, weil es wieder besser war, hat den Erfolg dann die Bioresonanztherapie gebracht.
Danach hat sich die Narbe noch entzündet. Letzten Endes hat sich heraus gestellt, daß Otto das Nahtmaterial nich verträgt und daß es aus diesem Grunde zu solch heftigen Reaktionen kam.
Als das dann auch abgeheilt war, kam dann das nächste Problem. Otto tat sich schon immer ein wenig schwer beim Kot absetzen und nun war es soschlimm, daß er geheult hat dabei. Er wurde geröntgt und da sah man, daß der ganze Magen Darm Trakt entzündet war, einschliesslich Mandeln. Die Urinprobe ergab zusätzlich noch eine Nierenbeckenentzündung.Und die Untersuchung eine geschwollene Prostata, obwohl ja die Kastration das Problem beheben sollte. Der darauf folgende Ultraschall schockierte uns dann. Otto hatte zwei Zysten, eine davon mit einem Durchmesser von 10 cm. Er bekam Antbiotika, was zunächst nicht anschlug und er noch mal operiert werden sollte. Erst einmal hat sie aber das Antibiotika gewechselt (sie mußte erst einmal nachforschen, weil nicht jedes verträglich ist mit Kortison) Am Tag der geplanten OP dan der Anruf Otto will heim. Über Nacht war die Zyste um 3 cm geschrumpft. Er fraß wieder und es ging Bergauf.
Karfreitag durfte er dann entgültig heim.
Leider wächst die große Zyste wieder und wir müssen uns Gedanken machen, wie wir das in den Griff bekommen.
Aber soweit geht es ihm jetzt wieder gut und die Werte stimmen auch wieder.
Alles Andere schafft der Otto auch.