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Wie baut man Vertrauen/Bindung auf?



Wie baut man Vertrauen/Bindung auf?

Alaskan Husky

Ich weiss zwar nicht genau wo ich das reinschreiben soll aber egal :)
Meine Frage:
Wie kann ich das Vertrauen und die Bindung zu meinem Hund stärken?
Durch Spiele oder durch Übungen?
Also rann an die Tastatur :winken:
Danke schonmal
Für mich ist das Thema sehr wichtig da ich Vertrauen und Bindung sehr wichtig finde und das stärken will :klatsch:

:danke

gast

Ich bin so frei und zitiere mich mal selbst dazu. Wie andere das sehen, können sie dann ja hier ausführen.

Originalbeitrag

Erstmal muss man fragen: Was ist Bindung? (Da gibts ja durchaus unterschiedliche Vorstellungen von)

Ich las einmal, dass es für Hunde grundsätzlich zwei maßgebliche Bindungsmotivationen gibt: Angst und Ressouren.

Das bedeutet auch, dass ein Hund eine starke Bindung zu mir eingehen wird, wenn er a) FUTTER von mir bekommt und B) ich ihm soziale SICHERHEIT biete.
Letzteren Punkt halte ich für sehr, sehr wichtig (Futter freilich auch, aber ein Hund kann auch ohne Probleme mal ein paar Tage ohne Trockenfutter leben; ein paar Tage ohne Sicherheit..? ich weiß nicht. Zudem: Futter kann er von jedem bekommen, Sicherheit nicht unbedingt.)

Um meinem Hund Sicherheit zu bieten, muss ich mit offenen Karten spielen. Ihm zeigen, dass ich unter anderem in der Lage bin Konflikte SOUVERÄN und auch mit körperlicher ÜBERLEGENHEIT zu lösen. Kann ich das nicht - wie kann ich Hund dann beschützen?
Wenn ich stets solche Gelegenheiten meide/aus dem Weg gehe zu beweisen WER ich BIN, dann hat mein Hund keine Möglichkeit zu erkennen, ob ich auch wirklich in der Lage bin zu führen, wenns drauf ankommt.

Bindungsfördernd kann demnach also sein, dass ich mich in für den Hund unübersichtlichen Situationen ruhig und gelassen zeige, während ihm nichts passiert.
Oder ihn vor anderen Hunden schütze, sei es nur den Kläffer abzuwehren der ihn da gerade massiv stört.
Oder mit ihm zusammen "Abenteuer" erlebe; gemeinsam Dinge erkunden etc pp.
Mit ihm zusammen auf dem Hundeplatz ARBEITE.
(Durch schnödes Bällchenschmeißen werde ich dem nichts zeigen können, was von Wert wäre. Eben nur, dass ich Ballmaschine bin.)

Futter als stärkste Bindungsmotivation darf dabei nicht fehlen. Ob das aber aus dem Napf abends und morgens kommt oder zwischendrin beim Arbeiten, Abenteuer erleben, gemeinsamen Jagen hängt doch vom Hund ab und von dem was ich erreichen will in dem Moment.

Futter alleine wird hingegen nicht reichen. Wenn der Hund mich für ne Pfeife hält, bleibt der nur bei mir weil ich ihm Futter biete. Und wenn es ein sehr selbstbewusster und starker Hund ist "duldet" der mich quasi in seiner Nähe, weils bequem ist.

Alaskan Husky

schön geschrieben
Aber durch kleine Übungen geht es nicht?

sammy120

Yatzy: Dem kann man nicht´s mehr hinzufügen!

Ich füttere zB fast das ganze Futter aus der Hand nach vollbrachter Leistung (gutes Sitz, Platz, Komm....) = Bindung

Bei Situationen wo mein Hund Unsicherheit zeigt (Platiktüte im Wind, fremde Objekte) führe ich ihn langsam drauf zu und zeige ihn das er keine Angst haben braucht = Vertrauen

LG Manu

pesu

Mein Schäfer lies sich am Anfang nicht anfassen.

Stück für Stück lies er sich immer mehr berühren.

Dieses Langliegen, von mir durchgestreichelt werden , ruhig, gleichmäßig, so dass er die Beine lang ausstreckt.

Das genießt er total und er vertraut in der Situation sehr.

Shaping-Dog

Im Prinzip ist doch eigentlich jede Übung, die das Mensch-Hund-Team gemeinsam meistert eine Bindungsförderung.

Ich finde es ganz nützlich mit Routine-Übungen zu arbeiten, Theorie und Video dazu unter: http://shaping-dog.d...ebungen-1.html.

Ansonsten ist gerade bei THS oder Agility die Bindung zwischen Halter und Hund sehr hoch - Hund und Halter verstehen sich mit wenigen Worten, nur durch Körperhaltung.
Das kann ich für die Bindung empfehlen, wenn der Hund alt genug und gesund für diesen Sport ist.




Kangal

http://www.hundeseit...indung-foerdern

Ist evtl. ganz lesenswert und ansonsten kann ich mich Yatzy anschließen.

Habe mir bei meinen Hunden da nie Gedanken gemacht und es ging irgendwie von ganz allein. Allerdings habe ich auch immer meine Hunde im Blick, reagiere auf jede Geste und sie auf meine - wir arbeiten nur mit Sichtzeichen und Mimik, gesprochene Anweisungen gibt es bei uns kaum und wenn dann nur ganz leise.

Spielerisch habe ich die Bindung mit Vertrauen schon im ganz frühen Welpenalter verknüpft - wir sind z.B. gemeinsam über liegende Bäume gelaufen, kleine Hürden und Gräben übersprungen usw. - alles was ich machte, haben die Hunde dann auch gemacht. Sie wußten es gibt keine Gefahr dort wo ich bin und bei dem, was ich tue.

Vielleicht muß man auch ein wenig ein Händchen dafür haben ;)

Charlies Tante

Originalbeitrag

Vielleicht muß man auch ein wenig ein Händchen dafür haben ;)


Ich persönlich glaube ja, dass genau das der maßgeblichste aller Faktoren bei der Bindung ist ... !

hunde-versteher

Denke,
dass man leichter das Vertrauen gewinnt
wenn man den Hund buchstäblich sich an die Brust nimmt,

besonders die ersten Tage und Nächte sollte der Hund sehr eng
bei seiner Bezugsperson "kleben dürfen" ....




LG :winken:

gast

Bei schüchternen scheuen Hunden kann man Bindung sicherlich erstmal über´s Futter aufbauen. Für mich ist das aber nur eine sehr oberflächliche Bindung, keine belastbare, die extremeren Situationen gewachsen wäre.

Für mich entsteht/ besteht Bindung durch gemeinsames Erleben des Alltags, Beschäftigung, Spielen, Ruhen.....



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