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Tierschutz-Irrsinn


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250 Antworten in diesem Thema

#91 McChappi

McChappi

Geschrieben 19. April 2012 - 09:25

Kristin =) super Beitrag!



#92 MaramitJule

MaramitJule

Geschrieben 19. April 2012 - 11:40

Vor einigen Jahren habe ich eine Frau kennen gelernt, die nach eigener Aussage im Tierschutz aktiv ist.
Sie wollte helfen, aber tat es nicht.
Im Endeffekt hatt sie in ihrem kleinen 1 Familienbugalow 26 und mehr Hunde, 15 - 20 Katzen, diverse Kleintiere und und und.
Sie war der festen Überzeugung, dass sie Tierschützerin ist, auch wenn es den Tieren bei ihr nicht wirklich gut ging.

Seit dem schaue ich mir die Orgas sehr genau an, denn es gibt gute und schlechte.
Die schlechten karren die Hunde her, ohne sich vorher zu kümmern.

Bei den guten wird vorher soweit es geht alles geklärt, Gespräche geführt, eine Vorkontrolle gemacht, und auch nach der Vermittlung ist jemand ansprechbar.

Ich habe einen Hund aus dem Ausland, und es läuft super.
Sie war fast komplett stubenrein, lernte schnell, und hat sich schnell eingelebt.
Würde ich das wieder tun? Ja, definitiv, denn ich habe den tollsten Hund der Welt.
Und sie wurde auf der Straße eingefangen, und hätte keine Chance, in Ungarn noch vermittelt zu werden, gehabt.
Wieso also sollte ich mir Vorwürfe machen?
Weil ich einem Hund ein Zuhause geben wollte, der sonst keine Chance gehabt hätte?

Ne, mach ich nicht, ich liebe sie, und will sie nicht mehr missen. Und auch wenn der Transport natürlich verdammt lang war, sie hatte ihn nach 2 Tagen schon vergessen.

Gruß
Mara

#93 gast

gast

Geschrieben 19. April 2012 - 11:45

Der Hund hatte doch einen Platz hier in Deutschland, und zwar einen Pflegeplatz. Er kam also nicht nach Deutschland, ohne einen Platz zu haben. Eine Pflegestelle ist dazu da, den Hund auf das normale Leben hier vorzubereiten und ihn den Interessenten persönlich vorstellen zu können.....


Du, mir gehts nur drum, dass eine Orga keinen Plan B hat und öffentlich (auf Seiten von einer Hundeschule und weiß der Geier wo noch) nach einem neuen Platz für einen Hund sucht, statt das intern zu regeln. Aber offenbar hat man intern grad keine Kapazitäten. Und DAS finde ich ungünstig.
Ich kenne Vereine, die eine Auffangstation haben für solche Fälle. Das finde ich sinnvoll.


Warum besagter Hund überhaupt nach Deutschland gekommen ist? Damit er ein endgültiges Zuhause findet, so wie eure Hunde es haben, die sicher auch nicht gern in einem großen Tierheim mit viel Hunden und wenig Zuwendung leben möchten. So ein Leben im Tierheim ist sehr stressig und alles andere als schön. Wer mag schon Dauergebell und ständiges Gewusel um sich herum?

Und was ist so schlimm daran, wenn sich hier in den nächsten Wochen niemand findet und der Hund wirklich nach Spanien zurückgeht? Immer wird so einen Riesenhafter um den Transport gemacht, der Riesenstress, der arme Hund ...


Da muss ich ja jetzt echt fast lachen, wenns nich so tragisch wäre.

Ich schaffe einen Hund nur aus dem Ausland weg, wenn es ihm da mies geht und ich Deutschland (oder anderes europ. Ausland) als einzige Alternative für ein schönes Leben sehe.
Bei diesem Hund sagt man nun: "Och, naja, wenns in Deutschland doch nicht gut ist für den Hund (warum auch immer), bringt ihn ruhig zurück. Hier kam er mit allem und jedem klar!"

Wieso bringt man einen Hund, der offenbar recht zufrieden ist, da weg? Das ist in der Tat etwas, dass mir nicht in den Kopf geht.

In Polen oder sonst wo, im letzten Kellerverschlag, sagen die Leute oft: "Egal, wo der Hund in Deutschland hinkommt, es wird besser sein als hier!" Und vielfach haben sie damit vermutlich Recht, weil den Hunden da ein Leben nicht zuzumuten ist.
Aber im besagten Fall, ist dem Hund ein Leben in Spanien offenbar zumutbar - es ist eine Alternative. Ein Gedanke, den man NICHT für absurd hält, zumindest von Seiten der Heimleiterin.
Also wenn der Gedanke an ein erneutes Leben in Spanien gar nicht schlimm ist, wies hat man ihn nach Deutschland gebracht?

Wenn man das mit Hunden macht, die tatsächlich absoluten Stress zeigen im TH, ind er Gruppenhaltung etc - ok. Aber für diese Hündin wäre es offensichtlich nicht nötig gewesen.

Und genau das regt mich n bissl auf.
Menschen denken "arme Hunde, weg aus Spanien/Polen/Ungarn. Die wollen einen Menschen, eine Bezugsperson, eine Familie", aber ist es wirklich genau das, was ALLE diese Hunde wollen?
Wird das den Hunden gerecht?

Ich glaube man muss ganz stark individuell gucken, welcher Hund da vor einem steht und ob der leidet.
Bei derart knappen Ressourcen im Tierschutz, sollte man meinen das man wirklich nur die harten Fälle nach Deutschland bringt.





#94 McChappi

McChappi

Geschrieben 19. April 2012 - 11:54

Yatzy wie soll das den gehen. Man kann doch nicht immer damit rechnen das etwas schief läuft und sie haben ja einen Plan B nämlich das der Hund zur "Besitzerin" nach spanien zurück kann.

Das bedeutet aber nicht das hier Hunde haufen weiße angekarrt und wieder zurück gekarrt werden.
Das ist ein Fall wo die Spanier anbieten den Hund sofort wieder auf zu nehmen.
Das ist doch toll.
Der Hund muss nicht in einzellhaft in Deutschland.
Aber noch toller wäre es doch wenn er eine Familie findet oder ?
Und das man das versucht ist doch schön.
Das diese eine Userin es so dramatisch schreibt ist aber nicht das Problem der Orga.
Die wussten doch garnichts davon.

Dann schimpf nicht auf die Orga sondern auf die Userin die einfach nur helfen wollte, wenn auch etwas unglücklich.

Ich hoffe das dieser unsinnige Thread zu mindest dazu beiträgt das Nina schnell ein neues Heim findet.


#95 gast

gast

Geschrieben 19. April 2012 - 11:56

... gerade die harten Fälle sind meist die schwierigen Fälle.

Bei diesem Hund sah es so aus, als wäre er ein relativ einfacher Hund. Und nur weil die spanische Tierheimleiterin mit dem Hund zurechtkam und ihn als problemlos bezeichnet, heißt das nicht, dass er dort ein gutes Leben hatte.

Manchmal ist bei den eigenen Pflegestellen einer Organ nicht sofort ein Ersatzplätzchen frei. Diesen Hund gibt man ja nun auch nicht wieder zu anderen Hündinnen, weil es da evtl. dieselben Probleme gibt. Insofern fragt man dann auch mal woanders nach - in diesem Forum jedoch definitiv besser nicht.

Wozu das führt, sieht man ja, siehe Überschrift.

#96 McChappi

McChappi

Geschrieben 19. April 2012 - 11:59

Wo steht den das der Hund dort zu frieden war ? oder es ihm da pudelwohl ging ?

Es ist die Wahl zwischen pest und Cholera. Aber dort hat er eben bezugspersonen und kennt das TH.
Hier im TH hätte Nina niemanden, kennt niemanden und wäre völlig isoliert.
Das bedeutet aber doch nicht das es ihr in Spanien gut geht oder alles toll ist.

Sie hat doch auch verdient eine Chance auf ein schönes Zuhause zu finden, oder haben das nur Hunde mit stammbaum ?



#97 Arachne

Arachne

Geschrieben 19. April 2012 - 12:00

Originalbeitrag



Und was ist so schlimm daran, wenn sich hier in den nächsten Wochen niemand findet und der Hund wirklich nach Spanien zurückgeht? Immer wird so einen Riesenhafter um den Transport gemacht, der Riesenstress, der arme Hund ...



Was ich daran schlimm finde kann ich sagen. Ich finde schlimm dass der Hund hergebracht wird und sich jetzt das Problem stellt, dass keine Pflegestelle für ihn da ist, zumindest keine passende. Die Oranisation hätte aber damit rechnen müssen, dass der Hund vielleicht doch nicht dort bleiben kann, sie hätte entsprechende Vorkehrungen treffen müssen. Ein ganz klarer Fehler in der Organisation des Ganzen.

Zudem fände ich es schlimm dass der Hund wieder nach Spanien zurückgeht. Nicht weil der Hund Stress haben könnte, weil die Fahrt so lange ist oder sonst etwas. So eine Fahrt kostet Geld! Was denkt ihr wer das bezahlt? Die Orga. Das Geld was für solch eine letztendlich unnötige "Rückführung" ausgegeben wird könnte meiner Meinung nach besser für andere Tiere ausgegeben werden. Die Orgas leben meist von Spendenbeiträgen. Wenn ich Geld dafür spende, dann sicher nicht damit ein Hund von hier nach Spanien oder sonstwohin gekarrt wird.

#98 gast

gast

Geschrieben 19. April 2012 - 12:00

Der Hund muss nicht in einzellhaft in Deutschland.


Der Satz ist jetzt echt der Abschuss. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...

Wenn ein Hund in Spanien sitzt, ist das TH ein Gefängnis und Stress und blöd, so dass man ihn wenn möglich in bessere Zustände nach Deutschland bringen will.
Und ist er dann hier und man will ihn zurück nach Spanien bringen, weil man keine neue PS findet, dann wird aus dem einstigen tollen Deutschland plötzlich "Einzelhaft Deutschland".

Man kann sich wirklich alles schön reden.

Und doch Fly: wenn man mit Tieren arbeitet und diese wahnsinns Verantwortung übernimmt, muss man einen Plan B haben.
Und ich glaube gute Orgas und Vereine machen das auch. Denn wenn man mit Lebewesen arbeitet, ist man verpflichtet ein wenig weiter zu denken.

#99 McChappi

McChappi

Geschrieben 19. April 2012 - 12:01

Originalbeitrag

... gerade die harten Fälle sind meist die schwierigen Fälle.

Bei diesem Hund sah es so aus, als wäre er ein relativ einfacher Hund. Und nur weil die spanische Tierheimleiterin mit dem Hund zurechtkam und ihn als problemlos bezeichnet, heißt das nicht, dass er dort ein gutes Leben hatte.

Manchmal ist bei den eigenen Pflegestellen einer Organ nicht sofort ein Ersatzplätzchen frei. Diesen Hund gibt man ja nun auch nicht wieder zu anderen Hündinnen, weil es da evtl. dieselben Probleme gibt. Insofern fragt man dann auch mal woanders nach - in diesem Forum jedoch definitiv besser nicht.

Wozu das führt, sieht man ja, siehe Überschrift.


leider wahr.

Kenne solch ein "Verhalten" aus anderen Foren nicht.


#100 UliH.

UliH.

Geschrieben 19. April 2012 - 12:03

Originalbeitrag

In Polen oder sonst wo, im letzten Kellerverschlag, sagen die Leute oft: "Egal, wo der Hund in Deutschland hinkommt, es wird besser sein als hier!" Und vielfach haben sie damit vermutlich Recht, weil den Hunden da ein Leben nicht zuzumuten ist.


Du blabberst ja wirklich einfach los .... *kopfschüttel*

Was meinst du denn, wo der Hund war, bevor er bei der Orga in Spanien gelandet ist??

Er war auf dem Weg in die Tötung, oder auch schon drinne.
Klar - jetzt kann man natürlich diskutieren, was besser wäre.
In D. nun einen anderen PS zu bekommen, oder mit anderen Hunden auf dem "Entsorgungsfellberg" zu liegen.

Wie kommst du eigentlich darauf, dass kein Plan "B" vorliegt?
Es wäre genau der Plan, den du schärfstens kritisierst.
Ich muss nicht das ganze Telefonat von gestern hier ausbreiten. Es gibt sogar noch einen Plan "C".
Ich hoffe für die PS und für den Hund, dass eine schnelle und zufrieden stellende Lösung gefunden wird.

Soso - du kennst Vereine, die ne Auffangstation haben.
Du hast doch einen Husky??? Dann gugg dich mal in D um. Da wird dringend nach einer solchen bei einem renomierten Notverein gesucht. Vielleicht kannst du deine Energie da mit rein stecken.