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Unsicher oder aggressiv?



Unsicher oder aggressiv?

Juline

Mulle dank dir für den Link :)
So ähnlich dachte ich es mir, denn das war auch schon bis zu meinen Ohren vorgedrungen: dass die Weißen zu Ängstlichkeit und Nervosität neigen.

Zurückhaltung und Reserviertheit Fremden gegenüber und Ängstlichkeit.
Es haben sich schon so manche Kynologen mit dem Thema Scheu befasst, in Studien wurde herausgefunden, dass sie etwa 50% genetisch fixiert und etwa 50% erlernt ist.
Dazu wurden Welpen zu Zieheltern gegeben: Welpen von scheuen Elterntieren zu mutigen Zieheltern, von mutigen Eltern zu scheuen Zieheltern undsoweiter.
Die Ergebnisse waren wohl ziemlich eindeutig.

Ich hab dieses Thema mit meiner auch (interessant -im Link heißt es: Ähnlichkeit mit Beauceron -dem kurzhaarigen "Bruder" des Briard ;) ), allerdings schwierigerweise gepaart mit Angriffslust bei gefühlter Bedrohung.

Aber ich will nicht abschweifen, wir reden ja hier vom Hund von Ka.Ce.

Klar heißt das Thema auch hier Sicherheit geben. Man sollte sich aber dessen bewusst sein, dass dies nur bis zu einer individuellen Grenze des Hundes "funktionieren" kann.

Ich betone das, weil schnell der (Selbst-) Vorwurf im Raum steht: du gibst deinem Hund nicht genug Führung.
So einfach ist es eben nicht immer.

LG
Antonia



Ka.Ce.

unser sammy regaiert ja lange nicht auf jeden so, dass sind nur bestimmte personen die ihm auch nicht unbedingt fremd sind.
die meisten fremden begrüßt er erst mit zurückhaltung, nähert sich dann aber meist recht schnell von alleine.Kürzlich kam eine für sammy fremde person zu uns ins haus, den mann hat er begüßt als wenn einer von uns nach hause kommt.
Ich kann noch nicht abschätzen bei wem er so reagieren könnte und bei wem nicht.Das was ich weiss das er auf unseren nachbarn so reagiert warum auch immer :???

mialour


Kannst du die Körpersprache des Hundes in so einem Fall mal ganz genau beschreiben?

Mein Rüde war genauso und ich habe mich intensiv damit befassen müssen, weil es wirklich eine ganz schwierige Kiste ist (wie ich finde).


Kurz zu Antonia:

Meiner ist ja auch zum Teil Hüter und ich konnte irgendwann ein Muster ausmachen, bei wem er so reagiert. Bei ihm sind es auch die Gutschi-Typen (aber nicht immer)- aber vor allem Menschen, die eine ganz bestimmte Haltung annehmen und (und das ist offensichtlicher) welche, die ihn "fixieren"-auch wenn es eine menschlich gut gemeinte Absicht hat (Hund angucken/bewundern/locken usw.), wirkt es auf ihn besonders bedrohlich.
Ganz heikel wird es dann, wenn es sich um Männer mit einer zusätzlich sehr tiefen und lauten Stimme handelt, die ihr Körpergewicht leicht oder deutlich nach vorne verlagern "Naaaaa du?!".
Das war früher der absolute Supergau.

Aber nun wieder zu deinem Fall, Ka.Ce. :)

Als ich merkte, dass mein Hund dieses Verhalten immer öfter zeigte (weil es natürlich Erfolg bringt, denn wer hält keinen Abstand, wenn ein Hund bellt?!), begann ich, ihn von allem abzuschirmen.
Ging ja nicht anders, ich musste sowohl die Mitmenschen als auch ihn schützen.
Also durfte ihn niemand mehr begrüßen ohne meine Erlaubnis (und die gab es nur, wenn ich schon gesehen habe, dass meinem Hund das Gegenüber auch sympathisch ist und er selbst gern Kontakt aufnehmen würde).
Dann auch mit einem "Kommando", wie Mulle es beschrieb... in dem Fall ein freundliches und aufmunterndes : "Schau mal, wer da ist"- das funktionierte ausnahmslos.
Bis ich diese Worte sprach, musste er aber an meiner Seite bleiben und ich erklärte dem Menschen, dass sie ihn bitte nicht direkt anschauen sollen.
Das klappte also schon mal in meiner Anwesenheit.
Dann kam aber ein anderes Problem auf bzw. war das nicht das Einzige.
Auf dem Platz der Hundeschule durften die Junghunde frei laufen und "spielen"- die Besitzer standen verteilt auf dem Platz und schauten zu.
Plötzlich ging einer der Besitzer (Typ groß und breit, tiefe laute Stimme) mit nach vorn gebeugter Haltung inmitten die Hundegruppe und forderte seinen Hund recht unwirsch auf, die eine Hündin nicht zu besteigen.
Mein Hund sah das und bellte den Mann an.
Dieser reagierte darauf mit einem "Na und was willst duuuuu denn?!" in Kombination mit Hand ausstrecken und "beruhigen wollen".
In dem Moment ging mein Hund leider nicht weg, sondern nach vorn und schnappte ab.
Tolle Wurst.
Also Umdenken und neue Aufgabe: Hund beibringen auch in meiner nicht unmittelbaren Anwesenheit andere Menschen in Ruhe lassen bzw. aus dem Konflikt gehen, wenn die Möglichkeit besteht.
Das wiederum hieß für mich: Aufpassen wie ein Schießhund und Situation frühzeitig erkennen.
Ich übte in der Hundeschule und rief ihn immer dann zu mir, wenn er schon schief guckte und "überlegte", wie er das "Problem" jetzt allein lösen könnte.
Gleichzeitig wurden "Fremde" von mir weiterhin freundlich auf Abstand gehalten, wenn mein Hund bei mir war.
Hund lernte also: Es gibt eine Alternative zum Angriff, ich kann auch gehen.

Nun ist es ja bei dir weniger das Problem draußen sondern eher in der Wohnung.
Ich würde hier auch so verfahren, dass der Hund auf seinem Platz liegt, wenn Besuch kommt.
Allerdings bleibt dann ja die Skepsis.
Also Hund dazu holen, wenn Ruhe eingekehrt ist, Besucher instruieren, den Hund nicht anzuschauen und dann ruhig auch den Hund schnuppern lassen.
Sollte er in sein altes Muster verfallen, kannst du ihn abrufen?
Wie reagierst du, wenn er sich so verhält?



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