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Dein Hundeforum  Der Hund
asti

Besondere Geschichten aus dem Tierheim Gießen

Empfohlene Beiträge

asti   

Okay, dann starte ich mal mit dieser Geschichte aus Mai 2015:

 

 

Manchmal muss man einfach alles liegen lassen

Wer im Tierschutz aktiv ist weiß, der durchgeplante Tag verläuft meist nicht nach Plan. Irgendetwas kommt immer dazwischen. Das spüren auch die Mitarbeiter. Pünktlich Feierabend machen oder die komplette Mittagspause für sich haben, das gelingt selten. Aber was macht man nicht alles für das liebe Tier ;)

Heute traf das Ungeplante in Form eines kleines Mäuschens ins Tierheim. Selbstverständlich, dass wir auch diesem Winzling helfen.
Das Füttern und Massieren ist bei so kleinen Tieren gar nicht so einfach. Doch das Mäuschen trank und so unterbrach unsere Geschäftsführerin gerne stündlich ihre Arbeit, um dem Kleinnager die Milch zu reichen.

Uns war bewusst, dass es sehr schwer würde, ein so kleines Lebewesen durch zu bekommen, denn wir hatten ja auch schon Erfahrungen mit Mäusen, Ratten und Co sammeln können.
Leider war uns das Glück nicht hold. Heute abend hörte das Mäuschen auf zu Trinken und starb kurz darauf in der wärmenden Hand.

Schade, dass wir ihr nicht helfen konnten...

 

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Bibi   

Da ist es egal wie klein, man versucht alles auch wenn man nicht immer gewinnt

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Ninchen0_15   

:(

Schade, dass die Kleine es nicht gepackt hat!

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asti   
Schade, dass die Kleine es nicht gepackt hat!

 

Ja, das ist es.

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gast   

Och Gott ist das Teilchen winzig.

Schade, dass ihr es nicht durchgebracht habt.

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asti   

Und noch eine Geschichte aus Mai 2015:

 

Während wir an einer anderen Stelle noch auf ein Happy End für eine Katzenfamilie hoffen, hat es sich für einen Teil des "J-Wurfes" schon erfüllt.

 

Im Februar wurden 11 in "freier Wildbahn" geborene Katzenbabys zu uns gebracht. Alle hatten einen denkbar schlechten Start ins Leben erwischt. Sie hatten die üblichen lästigen Mitbewohner (und davon ganz schön viele) sowie eine dicke Erkältung. Als diese nach eingen Behandlungen überstanden war, duften alle ein gemeinsames Kinderzimmer beziehen. Alle haben von Anfang an sehr aneinander gehangen!

 

Leider hatte eine Kätzin auch eine Pilzerkrankung mitgebracht, welche durch den Umzug ausbrach... Da dieser hoch ansteckend ist, war nach 2 Tagen trotz Trennung die ganze Familie betroffen.

 

Wer schon einmal versucht hat, halb wilde Katzenkinder zu zähmen, der weiß, dass dazu vor allem Geduld und Ruhe nötig sind. Was die schüchternen Zwerge eigentlich gar nicht gebrauchen können, sind tägliche Vollbäder, gründliche Fell- bzw. Hautkontrollen und mehrmals tägliche Medikamentengabe... Nur leider blieb uns keine andere Wahl. Mit viel harter Arbeit und penibler Hygiene waren aber alle Jungkatzen nach einigen Wochen gesund geworden.

 

Einige hatten nun allerdings schlechte Erwartungen in Verbindung mit Zweibeinern, was ja nach all den Behandlungen nicht verwunderlich ist. Wir wussten, dass es sehr schwer werden würde, für die Kleinen ein neues Zuhause zu finden. Andererseits war ein eigenes Zuhause aber umso wichtiger, da wir vermuteten, dass das Immunsystem der Kinder im Moment stark angeschlagen war. Sie brauchten dringend die Geborgenheit einer eigenen Familie und vor allem Ruhe.

 

Oft haben wir die Kitten vorgestellt - niemand wollte sie... Denn sie zogen sich lieber vor Fremden zurück als ihnen lustig um die Beine zu tollen.

Um weiteren Stress zu vermeiden hatten wir außerdem die Gruppe in zwei Teile getrennt.

An einem ganz gewöhnlichen Mittwoch spazierte dann der wohl größte Traum eines jeden Tierheimmitarbeiters durch unsere Tür: Ein junges Paar meldete sich im Büro, sie suchen eine Katze. Am liebsten würden sie die mitnehmen, die schon lange im Tierheim sei und schlechte Chancen auf eine Vermittlung habe.

 

Nach einem kurzen Gespräch stand fest: Es gibt in einem großem Haus zwei eigene Katzenzimmer, eine große Außenvoliere und sogar die Möglichkeit auf Freigang, wenn die Katze das denn möchte, einer ist immer Zuhause, da vier Erwachsenen, die alle Katzenerfahrung haben im Haus leben - kurzum ein Katzenparadies.

 

Wir zeigten natürlich die Langzeitnasen... Aber eben auch die beiden Zwergengruppen in ihren Zimmern. Es dürften auch zwei sein - kein Problem. Die Wahl fiel tatsächlich auf zwei der "Wildlinge". Sie sollten nochmal dem Tierarzt vorgestellt und dann abgeholt werden.

 

Eine Woche später zur Abholung aber das Wunder: Man habe sich überlegt, dass man unmöglich für eine weitere Trennung der Familie sorgen wolle. Die Entscheidung alle fünf scheuen Katzenkinder zu übernehmen war gemeinschaftlich getroffen und für gut befunden worden. Wir waren verblüfft aber überglücklich!

Heute - zwei Wochen nach dem Auszug der Kleinen - haben wir bereits die ersten Bilder des Quintetts aus dem neuen Zuhause erhalten und es bestätigt sich, was viele kaum glauben mögen: Es bedurfte nur etwas Zeit und einer Tube Käsepaste und schon schlafen zwei der fünf Wilden mit auf dem Sofa. Alle fünf betteln bereits um Leckerchen und spielen mit ihren Zweibeinern. Bis auf eine Katzendame finden alle langsam gefallen an Streicheleinheiten
Wir danken der neuen Familie so sehr für die Adoption dieser fünf Katzenteenies - ihr Leben kann nun richtig beginnen!

 

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Rückmeldung haben wir auch schon. Hier könnt ihr die Zeilen an uns lesen: http://tsv-giessen.de/zgkatzen/zg%20Jo,%20Jill,%20Janosch,%20Joy%20und%20Fee.pdf

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Bibi   

Klasse, besser hätte es ja nicht kommen können für die Katzen Familie

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gast   

Wie genial ist das denn! Da freue ich mich sehr für die 5 Katzenkinder. Und auch für die Familie, die ja anscheinend richtig Spaß an und mit den neuen Bewohnern hat.

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gast   

Super!! :klatsch: Da haben die Katzen echtes Glück gehabt.

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asti   

Und ganz aktuell von heute:

 

Bordeaux Dogge Diego zum Beispiel kam aus schlechter Haltung ins Tierheim. Endlich dieser Haltung entflohen, forderten seine damaligen Besitzer ihn schon bald zurückWir hatten keine Chance. Wir mussten Diego schweren Herzens zurück geben.

Einige Jahre griff das Veterinäramt ein und er kam wieder ins Tierheim. Diego war inzwischen ein misstrauischer, unsicherer Hund geworden. Er wollte sich von ihm unbekannten Menschen (vor allem von Männern) nicht anfassen lassen, duldete keine Hunde in seiner Nähe und vertraute nur wenigen Menschen. Doch eine Tierpflegerin erkannte er noch von seinem früheren Tierheimaufenthalt und freute sich sehr, eine ihm vertraute Person zu sehen. Ramona schaffte es, dass sich der unsichere Bollerkopf wieder zu einem Kasper entwickelte.

Und dann lernte er die Liebe seines Lebens kennen: sie war schon älter, etwas forsch und ungestüm und eine rassige Boxerdame namens Duna.
Und auch Duna hatte ein trauriges Schicksal. Sie war liebevoll in einer Familie aufgewachsen und lebte in der Familie als vollständiges Familienmitglied. Doch nach einem Schicksalsschlag verlor die Familie ihr Haus und gerat derart in finanzielle Nöte, dass sie sich die geliebte Duna einfach nicht mehr leisten konnten.

Als Diego auf Duna traf, war es buchstäblich Liebe auf den ersten Blick. Beide spielten miteinander und Duna begann dann sogleich Diegos Ohren zu putzen. Ab diesem Zeitpunkt waren sie unzertrennlich. Sie teilten sich sogar nachts ein Bett, denn sie wollten nicht mehr ohne einander sein. Beide gaben sich den Halt, den sie in der Tierheimsituation so dringend benötigten.

Nun wissen alle Menschen, die sich im Tierschutz etwas auskennen, dass es fast unmöglich ist, zwei Hunde zusammen zu vermitteln. Je größer und älter die Hunde sind, desto schwieriger ist dies. Wir waren uns daher sicher, irgendwann werden sie sich leider trennen müssen. Doch wir wollten die Hoffnung nicht aufgeben.

Für heute hatte sich eine nette Familie angekündigt. Sie hatten Diego im Internet entdeckt und überlegten, dem freundlichen Rüden ein Zuhause zu bieten. Die Familie hatte bisher drei Bordeaux Doggen, die leider in den letzten beiden Jahren aufgrund ihres Alters verstorben waren. Wir nutzten die Chance und erzählten der Familie schon im Vorfeld von Diegos großer Liebe Duna.

Und was sollen wir sagen: Diego und Duna sind heute endgültig den Bund fürs Leben eingegangen. Sie durften heute gemeinsam in ihr neues Zuhause ziehen und werden dort für den Rest ihres Lebens ein traumhaftes Leben führen dürfen.

Uns Mitarbeiter rührt dies sehr. Denn uns gehen nicht nur die Schicksale der einzelnen Hunde nahe, sondern auch die Erfolgsgeschichten, denn wir wissen, für die Beiden wird nun eine ganz tolle Zeit anbrechen. Vor Rührung und Freude fließt dann bei uns Mitarbeitern auch mal die ein oder andere Freudenträne.

 

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