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- Gedanken zum Meutetrieb ... - Seite 8
Gedanken zum Meutetrieb ... - Seite 8 |
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Hallo Karl,
ich habe jetzt die meisten deiner Beiträge zu dem Thema gelesen und finde das "Prinzip" oder die "Idee" die hinter dieser Ausbildungs oder Erziehungsform steht recht spannend. Es ist vielleicht gar nicht mal schlecht sich speziell am Anfang der Erzihung nur auf ein Komando oder eine Aktion zu versteifen. Für mich hört sich das so an als würde durch diese Erziehungsform schlicht gesagt die Bindung zum Hundeführer extrem schnell aufgebaut werden. Davon kann man jetzt halten was man will, wie Bärenkind schon gesagt hat ist es eventuell schwierig von diesen erlernten (Hund und Mensch) Verhalten wieder zu einem normalen Tagesablauf zurückzufinden, ohne das der Hund seinem Führer so extrem an den latschen hängt das es schon fast zwanghaft aussieht. Und was ist wenn mehrer Menschen und oder Hunde in einen Haushalt leben? Das richtige Maß zu finden scheint mir relaiv schwierig und ist wohl auch nicht für alle Mensch-Hund Teams geeignet, für viele könnte es aber auch der Stein der Weisen sein. Da müsstest du wahrscheinlich noch ein paar weitere und vor allem tiefergehende Feldforschungen anstellen ![]() Vom Grundsatz her finde ich das Prinzip allerdings sehr gut. Sich eine grundsätzliche Eigenschaft die alle Hunde miteinander teilen, nämlich das Bedürfnis nach sozialem Kontak, zunutze zumachen um einem Hund etwas beizubringen hört sich sehr natürlich an. Ich habe einige Zeit über dein Konzept nachgedacht und mit diesem Hintergrund mal das verhalten von Luke und Susi beobachtet... die beiden Hunde verhalten sich gegenüber im Ansatz ähnlich wie du es beschrieben hast. Wenn ich mit beiden Hunden draussen auf der Wiese rumlaufe und beide frei sind, beschäftigen sie sich z.B. viel mit buddeln. Sie sind nie weit voneinander oder von mir entfernt, sie halten immer Blickkontakt (zu mir und zu dem jeweiligen anderen Hund). Hat einer von beiden etwas gefunden gibt der Hund einen ganz komischen Laut von sich und der Andere schießt sofort los um zu gucken was denn wohl gefunden wurde, geht aber nie ganz bis zu der Stelle sonder wartet bis der rufende Hund fertig ist. Darauf hin wird normalerweise erstmal ausgiebig gespielt. Sind beide Hunde zusammen im Haus liegt der eine hier der andere dort, kommt einer dem anderen zu nahe geht einer oder es wird kurz ein wenig gebrummt. Aber wenn sie müde, entspannt und satt sind weiß man meistens nicht mehr wo der eine Hund aufhört und welches Körperteil zu dem anderem Hund gehört. Für mich macht das den Eindruck, als würde körperlicher Kontakt sehr wohl gewünscht werden, aber nicht ausschließlich. Ruft ein Hund den anderen heran wird sehr respektvoll gewartet bis eine erneute Aufforderung kommt um z.B. mitzubuddeln. |
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Sooooooooo...
nun habe ich auch endlich mal Zeit zu antworten. Zunächst mal: Zu den beschriebenen Teams habe ich immernoch unregelmässigen Kontakt und uns als Trainer brauchen sie alle drei nicht. Aus einem zu Beginn durchaus anstrengenden Programm ist eine Selbstverständlichkeit geworden. Vieles denke ich würde einem nur auffallen, wenn man wüsste worum es geht. Weitere Erfahrungen haben folgendes gezeigt: Aus hündischer Sicht ist es eine sehr wirkungsvolle Vorgehensweise, aus menschlicher Sicht ist es schwierig. Und zwar deshalb, weil viele Menschen mit so klaren Vorgaben auch einen Ehrzgeiz verbinden, der das, was das Ganze ausmacht, nämlich a.) Bauchgefühl und b.) Natürlichkeit verloren gehen lässt. Das Prinzip der Bewegungseinschränkung haben wir in alle Kurse und Einzellektionen eingearbeitet, ohne das wir es so nennen. Damit tut sich der Mensch leichter. Dann warten wir, bis Verhaltensänderungen eintreten, denn dann fragt der Mensch von sich aus: Warum ist das so? Für mich ist das Bild des Obdachlosen mit seinem Hund vorallem ein Bild von Natürlichkeit auf allen Ebenen. Das Begreifen, Erleben und Nachfühlen dieser Natürlichkeit kann vielen Hundehalter helfen sich von Pseudowissen und Methodendschungel zu befreien. @Karen: ich würde mir auch bei keinem Obdachlosen einen Rat für eine schnelle Rechtskehrtwende in der Unterordnung holen.. ;-) |
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Hallo Anita, kannst Du dazu auch noch was schreiben, wie wars? |
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Hallo Sabine!
Aus dem Projekt ist nicht geworden. Mein damaliger Ansprechpartner war erst verschwunden und dann habe ich erfahren das er verstorben ist. Seit dem liegt alles in der Schublade. Aber das Interese hier macht mir fast schon wieder Lust das Ganze noch mal anzugehen. Schau mer mal.. |
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Hallo,
war recht interessant zu lesen und ich denke das dies auch mit meiner Schäferin machbar wäre. Mit den Windis aber nicht. Es scheitert schon daran, das sie nicht überall und jederzeit " Platz" machen. Es ist ihnen auch ziemlich schnurz wenn ich mich 50m entferne, das ist für einen Windhund nur ein Katzenprung, nichts weswegen sie befürchten müßten mich zu verlieren. Die entfernen sich auch von einander um ein vielfaches mehr als 15 m. Allerdings hab ich auch keine angst die zu verlieren, ich weiß wie immens ihr Orientierungssinn ist. Kein vergleich zur Schäferin. Ich stelle für mich mal wieder fest, Windhunde sind eben doch anders. Gruß Iris |
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