Bärenkind:
Ich denke halt, daß es wie immer auf das gesunde Mittelmaß ankommt.
Ganz genau.
Ich habe mich anfangs für meinen Hund interessant gemacht, so wie ich es beschrieben habe, und das hat bei uns 100%ig funktioniert. Heute brauche ich diese ganzen Tricks nicht mehr anwenden -
ich bin für meinen Hund das Interessanteste auf der Welt. Wenn ich rufe, ist sie da.
Es gibt eine Ausnahme und das ist, wenn sie etwas Fressbares gefunden hat. In diesem Fall handel ich wieder so, wie beschrieben und biete ihr was "Besseres" an. Meistens reicht es aus, wenn ich schnell in die andere Richtung laufe und einen Wettlauf mit ihr andeute, das "Spieli" raushole oder mit unserem Futterbeutel wedele.
Und ehrlich: Wenn ich meinen Hund von etwas abrufen kann, was vielleicht gefährlich sein kann, z.B. Gift oder sei es, dass sie in Richtung Straße Wild verfolgen will, dann ist es mir letztendlich egal, ob sie nur kommt weil ich 'nen Stück Käse in der Hand halte und mich dabei für sie zum Affen mache.
Hauptsache ist, sie kommt.
Wenn ich meinem Hund die Spaziergänge interessant gestalte - und damit auch mich interessant mache - bin ich immer diejenige die
agiert und
nicht reagiert.
So kann es keine Probleme geben, dass der Hund anfängt etwas einzufordern.
Ich fange die Sache an und
ich beende sie auch wieder.