
|
Hallo!
Ich würde Dir empfehlen, das strikt zu trennen. Also den Alltagsgehorsam und das hinarbeiten auf die Prüfung. Hilfreich ist es Ausbildungs- und Erziehungshörzeichen zu unterscheiden.
Ich kann nicht vom Hund erwarten, das "Fuss" mal heisst dicht, eng, schnell, hochgucken und mal 1m vor mir, Tempo egal, ohne permantenes Anschauen.
Für den Alltag würde ich über die Zeitschiene arbeiten, dh. es passiert nichts, aber auch garnichts mehr ohne vorherigen Blickkontakt. Zu diesem Blickkontakt wird der Hund aber nicht aufgefordert oder gelockt, sondern man wartet einfach.
Beispiel: Du möchest mit deinem Hund raus gehen, hast ihn angeleint, stehst vor der Tür. Und dort bleibst Du stehen und wartest bis der Hund zu Dir aufsieht. Tut er das gehst Du hinaus. Wichtig: Den Hund dabei selbst nicht anschauen, sondern aus dem Augenwinkel beobachten.
Je öfter, konsequenter und beharrlicher Du das ausführst (stell Dich auf eine Wiese mit schönem Ausblick, schaut der Hund gehst Du 5 Schritt vor, dann anhalten. Schaut er gehts wieder vor etc.) um so schneller wirst Du Erfolge sehen.
Keine Belohnung, das herauslösen aus der Warteposition reicht.
Für die Prüfung arbeite ähnlich aber mit etwas was der Hund toll findet. Vor den Hund stellen, Hund ins Sitz. Spannung aufbauen durch deutliches Einatmen und aufrichten des Oberkörpers, Hund schaut, Belohnung (was auch immer, Futter zuspucken, Ball unter dem Kinn plazieren und dann fallen lassen, oder auflösen und herumtoben). Willst Du es möglichst perfekt haben, arbeitest Du das solange bis der Hund ca. 7,5 Minuten die Aufmerksamkeit halten kann und gehst dann erst zu den Unterordnungsübungen über.
LG,
Karl
|