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Suche: Buch über Körpersprache und Verhalten - Seite 3





Natürlich ersetzt kein Buch der Welt praktische Erfahrung und eigene Beobachtung. Aber warum sollte man nicht von den Erkenntnissen anderer profitieren? In allen Bereichen wird Wissen tradiert, warum sollte man ausgerechnet da, wo man die Verantwortung für ein anderes Lebewesen übernimmt, darauf verzichten? Und Frau Feddersen-Petersen ist ja schließlich kein selbsternannter Hundeversteher aus der dritten Reihe, sondern eine anerkannte Wissenschaftlerin. Im übrigen weist sie immer wieder auf die großen Unterschiede zwischen Hunden verschiedener Rassen und individuelle Unterschiede innerhalb einer Rasse hin.


Meiner unmaßgeblichen Ansicht nach sind die Bücher unbedingt empfehlenswert, Claudia winken

LG Sabine






Hallo Ellie,


Wenn Hundebücher Sinnmachen, dann solche wie die von D. U. Feddersen – Petersen, sie sind sehr informativ und sehr ehrlich, denn sie unterscheidet wie es von eine seriösen und hervorragenden Wissenschaftlerin zu erwarten ist, intersubjektive überprüfbare, von noch nicht genau erforschten Erkenntnisse der Verhaltensbiologie an Hunden (Tieren).

Wer z. B. würde Bücher, die mit wissenschaftlichen Daten nur so überfrachtet wären, dadurch an Lesbarkeit trastisch einbüßen und für den interessierten Laien eine Qual wären kaufen?

Vielleicht Pudlich?
Aber ob er sie dann auch verstehen und akzeptieren würde, wage ich zu bezweifeln, nach dem was er über moderner Hundeerziehung, meist undifferenziert (alle in einen Topf), von sich gibt.
Er hat, wie er immer wieder betont, seine Lehrmeister in seine (Familie, Ahnen), daran hält er fest, warum sollte er dann noch ein Hundebuch zu rate ziehen, da kann er sein Geld besser anlegen und da hat er auch recht.


LG Hans Georg

Der Mensch hat das Sozialverhalten von Hunden tief greifend verändert (D. U. Feddersen - Petersen).
Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht (G. Roth).




Ich hab mal Desmond Morris' "Horsewatching" geschenkt bekommen-

schöne Bilder, sonst eher, hm, sagen wir mal uninteressant...
Kann bei dem Hundeding natürlich anders sein...


kaffee.gif




Kannste so nicht sagen, Hans Georg,
in einem Anflug von Masochismus hab ich mich sogar schon zu den US-Bestsellern wie Donaldson und Co verstiegen.

Vergiss bitte nicht, ich weiß, wie wissenschaftliche Abhandlungen entstehen. Sie sind Selbstzweck, weil der Kollegenkreis und die Fakultät sie erwarten, sie sind Selbstzweck, weil man sich pausenlos neue Themen für Diplomarbeiten und Habilitationen ausdenken muß und ganz selten sind sie auch ernsthafte Forschung.

Oft genug kommt es vor, dass Untersuchungsergebnisse von Wissenschaftlern veröffentlicht werden, die an den Untersuchungen so gut wie überhaupt nicht beteiligt waren, sondern die Arbeiten lediglich betreuten und begleiteten.

Da ich diese Gepflogenheiten kenne, bin ich bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen sehr sehr vorsichtig. Die wissenschaftliche Betrachtung unserer Hunde unter dem Gesichtspunkt ihres Lernverhaltens oder auch ihrer Körpersprache ist zwar nicht unbedingt jung, aber sie ist ein fast noch unbestellter Acker, der jedoch in Anbetracht der rasant ansteigenden Population "Haushund resp. Begleithund" goldene Früchte trägt.

Daher lege ich großen Wert auf Datensammlung und Statistik, denn sie sind der einzige Nachweis für die Schlüssigkeit der Ergebnisse. Ich verweise hier auf Rugaas "Calming Signals", die sie an allen untersuchten Hunden beobachtete, somit bei 100 %. Leider waren diese 100 % aber nur eine Handvoll, was sie dezent verschwiegen hat.

Also, Sachbücher ja, aber bitte in sich schlüssig und nachprüfbar. Oder aber bitte als reiner Denkanstoß mit dem Hinweis:"Achtung, wir suchen um Mitternacht in einem Tunnel ohne Licht nach einer schwarzen Katze, von der wir nicht mal wissen, ob sie da ist".

Was den Seitenhieb "verstehen und akzeptieren" angeht - die Führung von Jagdgebrauchshunden setzt eine Form von Gehorsam voraus, die nur anderen in tatsächlichem Gebrauch stehenden Hunden gleichzusetzen ist, allen anderen aber um Lichtjahre voraus ist. Wer einen lupenreinen Jagdhund so ohne bleibende Schäden ausbilden kann, daß er aus einer gerade ablaufenden Jagdsequenz abrufbar ist, kann auch jeden anderen "normalen" nicht überzüchteten Hund in Gehorsam bringen. Denn diese Art der Ausbildung ist erfolgreich und erprobt, was man von zahllosen Denkansätzen der sog. modernen Hundeführung nicht behaupten kann.
Insofern verstehe ich einige dieser "neuen Schulen" tatsächlich nicht und akzeptiere sie auch nicht. Nicht, weil ich ihnen mangels Intellekt nicht folgen kann, sondern weil ich zu genau weiß, daß sie nicht vollumfänglich funktionieren, nicht sicher funktionieren, nicht schnell genug funktionieren und daher auf Dauer nicht zielführend sind.

Es wird immer wieder behauptet, die Arbeit mit Jagdhunden sei so speziell, daß man sie nicht mit anderen vergleichen könne. Das ist nur bedingt richtig, denn wenn ich auch von Frau Donaldson nicht viel halte, in einem Punkt hat sie Recht: Hunde funktionieren auf ihre Art alle gleich. Und wenn man sich einmal mit all den Rassen und Schlägen vertraut macht, die so jagdlich geführt werden, von der supersensiblen, nicht parforce führbaren Bracken über die Spezialisten mit ihrem angezüchteten "will to please" bis hin zu den dick-dumm-wasserfesten deutschen vielseitigen Vorstehhunden, dann wird unschwer klar, daß es kaum eine Wesensart gibt, die im Gebrauchhundewesen nicht vorkommt.


Die Ausbildung von Hunden ist eine ganz ganz einfache Sache, wenn man ein geeigneter Ausbilder ist, der Hund in Wesen und Charakter einwandfrei ist und solange sie nicht über Gebühr Selbstzweck ist.
Wird sie zum ausschließlichen Selbstzweck und befrachtet sich der Ausbilder mangels eigenem Wissen auch noch mit unzähligen mehr oder weniger erstzunehmenden Sachbüchern, dann wird die Sache richtig gefährlich. Und für die betroffenen Hunde zu einer echten Zumutung, denn jeder Hund hat Anspruch auf eine möglichst schonende, möglichst effektive und möglichst schnell zum Erfolg führende Ausbildung, die ihm in kürzester Zeit ein möglichst artgerecht geführtes Leben ermöglicht.

Ceterum censeo - weniger lesen, weniger lernen, mehr hinsehen, mehr lehren.




Hallo Pudlich


du erlebst mich sprachlos – ich ziehe mich daher fast kommentarlos aus der Diskussion zurück.

Nur all jenen, die in ihrem beschränkten Können im Umgang und der Erziehung mit Hunden darauf angewiesen sind, auf fremde Anstöße in Form von Büchern angewiesen zu sein, sei gesagt: es gibt gute und seriöse Hundebücher.

Gruß Trial




Hallo Claudia,

ich kann Dir auch die Bücher von Fr. Dr. Feddersen-Petersen (ich habe "Hundepsychologie" und "Ausdrucksverhalten beim Hund" gelesen) nur wärmstens empfehlen. Natürlich steht dort nicht jede Verhaltensweise haarklein beschrieben drin und logischerweise ist jeder Hund anders.. aber es hilft zumindest dabei seinen Hund nicht so oft FALSCH zu verstehen. Ich glaube sowieso, dass das eines der größten Probleme ist: Aus Unwissenheit wird oft Falsches (und gerne auch Vermenschlichendes) in hundliches Verhalten hinein interpretiert, was dann zu schlimmen Missverständnissen, im schlimmsten Falle zu Verhaltensauffälligkeiten, führen kann. Selbstverständlich ersetzt solch ein Buch nicht die eigenen Beobachtungen! Aber es kann für einen interessierten Hundebesitzer durchaus hilfreich sein.

Ich habe außerdem an zwei Workshops zum Thema "Hundebeobachtung" teilgenommen: Ca. 15 Hunde wurden eine Stunde lang (möglichst) ohne Beeinflussung miteinander laufen gelassen. Es wurde alles auf Video aufgenommen und anschliessend besprochen und analysiert. Funktioniert natürlich nur, wenn Du auch einen Seminarleiter hast, der wirklich viel Erfahrung hat und dazu auch noch gut erklären/vermitteln kann. Es gibt natürlich auch da "schwarze Schafe" .. aber ich hatte an dieser Stelle wirklich großes Glück :o) Falls Du also mal Gelegenheit hast so etwas mitzumachen, dann versuch's mal.. wenn Du einen guten Seminarleiter hast, kannst Du unglaublich viel dabei lernen!

Deshalb bin ich natürlich immer noch kein "Hundeversteher" smilie_6.gif Aber ich sehe meine Hunde nun doch mit anderen Augen und denke/hoffe ich kann "fairer" mit ihnen umgehen und ihnen -zumindest ein bisschen- besser gerecht werden...




Du suchst ein Buch über Körpersprache der Hunde???
1. Calming Signals
2. Günter Bloch
Du suchst ein Buch über das Verhalten von Hunden???
1. Cesar Millan-Tipps vom Hundeflüsterer: kann ich nur weiter empfehlen...sehr gut und einfach geschrieben, gut zu verstehen und perfekt zum umsetzten...
Viel Spaß beim Lesen...



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