Die zum "Foxlzittern" neigenden Terrierrassen haben von Natur aus einen sehr hohen Muskeltonus - anders gesagt: sie sind außer im Tiefschlaf ständig leicht angespannt. Was u.a. ein Teilaspekt ihrer erhöhten Anfälligkeit ist, in diverse Scharmützel verwickelt zu sein.

Manche Hunde, die sich bei Terriern nicht so auskennen, denken, der Kerl, der da mit angespannter Muskulatur auf sie zu marschiert kommt, hat Böses im Sinn, reagiert dementsprechend - na, und das lässt sich mancher Terrier dann nicht zweimal sagen.
Schlägt sich jetzt zu dieser (übrigens völlig unverschuldet!) permanent hohen Muskelanspannung ein weiterer Muskelanspannungsauslöser hinzu, dann wird gezittert. Dieser Auslöser kann Kälte sein, Überanstrengung, Nevosität, freudige Erregung und natürlich auch Angst - und Schmerz.
Ein Terrier, der vorher nicht zu den auffälligen Zitterern gehört hat und dann plötzlich am Sofa liegt und dauerzittert, würde mich besorgt stimmen. Entweder ist die Terrierseele massiv verstimmt : ist irgendwas Massives untertags los, zB arger Baulärm von nebenan? Hat sich etwas für ihn gravierend an seinem Leben verändert? Das kann auch sein, dass Mensch grade eng mit der Zeit dran ist ud seit Tagen nichts Richtiges bzw. nicht das Gewohnte unternommen hat. Auch gähnende Langeweile macht einem Energiebolzen Stress.
Oder ist es möglich, dass ihm tatsächlich nur kalt ist? (Wäre ev. der Fall, wenn er ein Körbchen am Boden hat, wo Zugluft drankommt - und die wird inzwischen ja nun mal kalt)
Wenn's an beidem nicht liegen kann und der Zustand hält an (v.a. auch dann, wenn man den Hund anspricht bzw ablenkt), dann würde ich den TA aufsuchen und den Zitterer durchchecken lassen. Dann tut ihm wohl was weh und das kann ja nun viel sein. Gibt's weitere Hinweise, leckt er irgendwo gehäuft? (Stichwort Analdrüse - kann mörderweh tun wenn die verlegt ist und eitert)