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Ich hab es mal vor Jahren mit einem Buch versucht und mein Hund hat mir den Stinkefinger gezeigt.
Heute weiß ich, dass jeder Hund wirklich anders ist und dass viele Hunde einfach nicht gelernt haben, Dinge oder Verhaltensweisen anzubieten.
Man sollte sich vor dem Clickern ganz genau überlegen, was man möchte und ganz ganz kleine Ziele setzen. Je kleiner die Ziele, desto höher die Erfolgsquote, desto schneller kommt der Spaß.
Wenn ich mit Clickern anfangen wollte, dann würde ich mir irgendwas völlig unwichtiges suchen. Niemals würde ich das Fußgehen als Startübung nehmen. Denn das sollte etwas wichtiges sein.
Um meinen Schülern mal einen Schnupper-Einblick ins Clickertraining zu geben, hab ich eine Kiste mit in den Unterricht genommen und die Aufgabe nach dem Einclickern (click=Futter) war, dass sie sich erst nur mit der Kiste auseinander setzen sollten, also hinsehen, hingehen, hinschnuppern, anstupsen, Pfote drauf, mit 2 Pfoten drauf stellen.
Manche Hunde kamen tatsächlich bis zum Pfoten drauf stellen, bei andren waren wir schon froh, wenn sie die Kiste überhaupt wahrgenommen haben und sich mit ihr auseinander setzten.
Es ist sehr wichtig, dass man die Frustrationstoleranz seines Hundes kennt. Gibt er schnell auf? Ist er schnell genervt? Oder ist er eher durchhaltevermögend und probiert immer und immer wieder.
Bei einem schnell frustierten, gestressten Hund, musst Du die Schritte miniminiklein machen, sonst werdet Ihr den Clicker hassen.
Mit meiner Ausbildungshündin clickere ich immer nur ganz neue Sachen. Also ich benutze den Clicker, um ihr ganz klar zu markieren, was richtig ist und was nicht. Sobald sie es drauf hat, nutze ich den Clicker so gut wie nicht mehr. Das klappt auch gut. Aber wie gesagt, jeder Hund ist anders und jeder Mensch auch.
LG Anja
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