Brauche schon wieder euren Rat!






Hallo Ihr Lieben !

Habe mit Chocko, meinen Tierheimhund (er ist seit Oktober bei uns) ein wirklich tolles Verhältnis aufgebaut. Er liebt mich abgöttisch , ich ihn übrigens auch.
Mein Mann sagt, wenn ich mal kurz oder länger weg bin, sitzt er die ganze Zeit vo der Türe und raunzt.
Er folgt auch sehr gut und würde am Liebsten Tag und Nacht bei mir sein.

Ab und zu, habe ich aber schon Termine, wo ich keinen Hund mitnehmen kann ( Ämter usw.), dann pinkelt und gackt er mir
aus Protest, auch wenn mein Mann zu Hause ist, rein.
Sonst macht er das nie.

Wie kann ich das in den Griff kriegen ? Wie kann ich ihm das Vertrauen geben, daß ich erstens eh wieder komme und zweitens er akzeptieren muß, daß er nicht Überall mit kann.

Im Winter würde er mir im Auto beim Warten erfrieren und im Sommer, träfe ihn der Hitzschlag.

LG
Regina





Hallo Regina,
es ist nicht gut wenn ein Hund nur auf einen Menschen fixiert ist.
Obwohl es der Person natürlich schmeichelt.
Vielleicht könnte Dein Mann auch mit dem Hund was unternehmen,mit ihm spielen.
So wären es schon zwei "Lieblingsmenschen".
LG Andrea




Versuch doch mal, ihn in kleinen Portionen daran zu gewöhnen, dass du auch mal ohne ihn losziehst und du bestimmt wieder kommst!

Zieh dir die Jacke an, Schlüssel in die Hand, und sich irgend wohin setzen, zeitung lesen, aufstehen, Jacke wieder ausziehen.

Das ein paar Mal machen.

Dann die Sache steigern, bis zur Tür gehen, aber nicht raus, wieder zurück, Jacke aus.

Nächste Stufe, Tür auf, kurz rausschauen, wieder rein kommen.

Dann vor die Tür gehen, kurz zu machen, wieder ein kommen.

Das ganze nun weiter steigern, bis du wirklich ein paar Minuten "weg" bist!

Wichtig ist, den Hund beim Reinkommen nicht zu begrüssen, sonst ist es was besonderes für ihn, dass du die Wohnung verlässt.

Ich weiss, hört sich vielleicht ein bisschen bescheuert an, hat aber schon vielen Hunden und Besitzern geholfen! smilie_24.gif





Danke für die prompten Antworten, seit toll, wie immer, Leute.

Begrüßung und Verabschiedung gibt es sowieso nie, um es alltäglich zu machen.

Für mich steht fest, das ist Protest pur, von Chocko. Er darf nicht mit.

Mir geht es sicher nicht ums geschmeichelt sein, sondern, eine gute Beziehung zu meinem Tierheimkind zu bekommen.

Bin ich nicht im Haus, so sitzen ALLE 4 Wuffis vor der Türe und warten, bis ich wieder komme, aber nur der Chocko raunzt.

Sie lieben auch meinen Mann und unseren 14 Jährigen, aber ich bin der Mittelpunkt, weil ich gehe spazieren, gebe Futter, spiele usw.

LG
Regina




Dann müssen jetzt eben auch die anderen spielen, Gassi gehen, füttern... immer mal abwechselnd. So werden sie auch interessanter und die Hunde sind vielleicht auch irgendwann zufrieden, daß sei da sind.

Aba mag mich und meinen Freund auf verschiedene Art, aber sie ist froh, wenn einfach irgend wer bei ihr ist. Wenn sie alleine bleiben muß, macht sie es aber auch ganz brav.

Viel Erfolg, da muß Deine "faule Bande" jetzt wohl mit anpacken smilie_6.gif

LG

Nicky




Regina, es hört sich jetzt krass an, aber es gibt auch psychische Kettenhunde. Das ist das Maß an Bindung zuviel, was sie meisten mit ihren Hunden zu wenig haben.

Gerade bei Tierheimhunden kann das aber auch einfach mit den Verlustängsten zu tun haben, die ihr Vorleben teilweise so mit sich bringt. Traumata etc.

Manchmal helfen Bachblüten ganz unspektakulär und effizient über so eine kleine Geschichte der Vergangenheit hinweg, ohne daß man sich einen abbricht mit Übungseinheiten, die nur das Symptom trainieren.

Um die richtige Blüte/n zu finden, muß man den Hund aber sehr gut kennen, das ist schwer so auf die Entfernung.

Ich habe dieses Buch und finde es gut...






Danke Dir Bärenkind !
Da ich seine Vorgeschicht nicht kenne, schon allein aus sprachlichen Gründen, er stammt aus der Slowakei, liegt das im Bereich des Möglichen.
Werde mich gleich mal in die Bachblütenliteratur vertiefen
Vielleicht finde ich, was ich brauche.

Wußte ja, auf Euch kann ich mich verlassen ! smilie_11.gif
LG
Regina




Hallo!

Nur mal am Rande:

Regina, Dein Hund tut dies nicht aus Protest.

Dein Hund gerät in einen Konflikt und versucht diesen aufzulösen. Durch das Pinkeln und Kacken "löst" sich der dieser Konflikt vorübergehend wortwörtlich.

Lösen und Loslassen liegen sprachlich nahe beieinander. Du musst Deinen Hund loslassen, dass braucht er sich auch nicht mehr lösen.

Sorry, wenns unverständlich ist, bin hundemüde und muss mal Bubu machen. Darüber demnächst mehr im Newsblog.





Danke vielmals Karl, aber puuuuuhhhhh !
Jetzt hast mir wieder was zum Knabbern gegeben.
Muß das erst mal sickern lassen und mich damit auseinander setzten.
Weiß nicht, ob ich das auch wirklich verstanden habe.

LG
Regina



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